Dalimils Chronik von Böhmen
Di herzogin warn heidin(Daz in ymmer muz leidin)Vnd von erst in Behehm lantMit diszm nomen wol bekant.
Der erste herzog hiez Przemisl,
Noch dem reicht Nazamisl.Bnatha vnd Woyn dar noch drot.Zely das was ir got.Vneslaus Cresomisl
Dy virluren do ir sel,
Darczu Nekan vnd Hostink,Den ez vbil ouch irgink,Wan sy heiden waren.In die helle sie musten varen.
Er waren achczig biz an dy Cristen,
Der sel müze got aller vristenNach disme lebin eweclich,In sinem hoen hemelrich.
Di herzogin warn cristin.
Got wolt ir sel vristin!
Der nam sint ouch hi bekantVnd obin dort in einem lant.
Borziwoy der erste Cristin,Do mede wold sein seil vristin
Daz er wäre g[etauft]
Nach Crist gebort [acht hundert]Darczu vier [vnd sibenzig]
Dez kom er an[prohuilo]Von bischof Metudio,Der czu Merhern ....Wan er vor ... [kern]
Dez wolde er sich ...
Mit sampt seinen nach[komen]Dy hy beschrebin sint mit n[omen],Spitigneus, Vratislaus,Der heiliger martrer Wencz[eslaus]
Vnde sin brudn Boleslaus,
Dar noch aber Boleslaus,Der daz pistum hir czu PragGestift had by sinen tag.Ouch dannoch ein Boleslab,
Nach dem der Wladislab
Ierominus, Vdalricus,Dy czwen brudir warn sus.Dannoch BrzetislausVnd dar czu Spitigneus,
Der dy kirch czu Prage had.
.... siner kuner tad,..... ein herczog her,...... konig ouch mer,....... Wretislaus,
... orziwoyus, ..
.. opluko Wladisslaus,.... am Zobesslaus,.... mus der ouch had.... howe gestift mid siner tad.
Vdalricus vnd Conradus
Dem lecztin war HenricusPischof vnde ein herczogEin vnd czwenczig aller so.
Der konig nam mit irn frowen
Mag man wol hy wern schowen.
Wer ez czu nit tun vil,Der ist immir mir als vel.
Vratislaus hie czu BeheimDer erst konig mid dem nom,Welich gekronet ward
Nach Crist geburt vff der vart
Tusent iar vnd sechs vnd achcig,
Machet er, des ich nicht lieg,Nimer mer den ses iar.Der selbe konig had vir warMit siner werdin tard
Gestift mid nomen Wisserad,
Vnde von den selbin gobinWart er doselbist begrabin.Dez koniges hausfrowe doWaz geheiszin Swathowa,
Dy erste konigin mit nom
Dez riches hie czu Behem.Wladislaus waz der andirKonig hy in Behem lande,Der ouch wart gekronet
Nach Crist geburt beschonet
Vbir eilf hundirt iar,Ach vnd funfczig dar czu gar.Der reicht nach siner kronungNor vir iar, da waz gesung.
Sdrahow er gestift had,
Da er ouch nam sin peigraft.Iudith was sin frawe gnant,Dy andir hy in Bemen lant.Von der sage ich dyr dijz:
Sy hat gestift dy Topelicz
Vnd sy wart nach iren tagenOuch da selbist begrabin.Dar czu hat sy wol betrachtVnde dy brukk czu Prage gemacht.
Przemisl der dritte waz,
Den man do czuo konige laz.Der wart gekront vir war
Nach Crist geburt czweilfhundert iarVnde in dem andir iare da noch.Er riechte, als man iach,Vier vnde czwenczig iar.
Derselbe konig zcwar
Ward nach sine leczten tageBegrabin in dem tum czu Prage.Des koniges hausfrowe doGeheiszin was Constancia,
Zcu Behem hy dy dritte,
Vor dy ich got bitte.Sy hat gestift in voller hiczEin iuncfrowin clostir Tuschnabicz.Wenceslaus der vierder
Konig wart do er purt,
Der ouch gekront istNach Crist geburtVber czweilf hundirt iarVnd dar czu acht vnd czwenczig.
Her richede dy iar dez ich
Ganczer vier vnd czwenczig.Der had gestift by SchonenDaz closter sent FranciscusVnd nach sinen lecztin tagen
Ward er do selbist begraben.
Sin husfrowe hijs Kunigund,Dy vierde konigin czu der stand.Ottakarus der funftKonig was mit siner kunft,
Der nach Crist gebort zo czart
Lobelich gekronet wartVbir czweilfhundirt iarDar czu dry vnd sechczig iar.Der reichte ouch ane var
Ganczer siebecehen iar.
Der konigen do by sinen tagenEin closter stift vnd wart irslagen.Czu Prage man do in trug,Wart begrabin der vil klug,
Vnd sin husfrow dort gesunt
Waz ouch genant KunguntMit ir gutin sinneDy funft koniginne,Vnd dy selb vs irkoren
Waz von Vngirlant geboren.
Wenczeslaus der sechsteDannoch nicht der leste,Der ouch ward nach Crist geburtLobelich mid der kronen gecziret
Czweilfhundirt vnd dar noch
Subin vnd nunczig man iach.Der richte dar nach vir warNicht mer dan acht iar.Der had gestift Kungissal
Daz closter czu dem selbin mal.
Ouch sprech ich also,Daz er ist begrabin do.Des husfrow his Gitta,Dy sechs konigin czu Prage,
Ein tochter konig Rudolfs
Des romischen, eins rechten wolfs.Wenceslaus der naturlichKonig vnd der leiste im reich,Der by dem reich lebt fur war
Ane kronung nor ein iar,
Der do czu Krakow, als er solt,In dy hervart varn wolt,Er kam do vff der selbin vartCzu Olmucz, do er wart
Cleklich irstochin,
Daz noch ist vngerochin.Nach des leibes swerem valWart er brocht czu Kungissal
Von Merchern do er aufBegrabin noch der furstin laufVnde sin husfrow do ze stedWas gnant Elizabet,
Daz herczogin tochter von Tesschin.
Si quam czu Prage vff kurczen gwin.Von Kerntin herczog Heinrich,Du der flouch vs Bemyn rich,Darnach quam dar in
Mit seinen werdin schin
Der hochgeburn furst,Der da czu konig wart gedorstAlhy von den Beheim,Als wol siner edel zam.
Iohannes ist er gnant
In allen landen wol bekant,Des edeln keiser Heinrich soin,Der selik sy dy ewik stunt!Der ouch dar nach loblich wart
Gekronet vff der seilbin vart,
Wan er was do also zcart.Nicht lengir wart ez eine gespart,Da noch geburd des richen Crist,Der ein nach willin sine leben vrist,
Dreicehen hundirt iar ingangin
Worn dar, nicht gar langen,Daz wisze halt vir wor!Dannoch ubir czehin iar,Dez noch nimant sal virdriszin,
Wan man sin wol mag geniszin.
God gebe im lange gesunte tageVnd behüte in vor der helle phlage!Dez wunsche ich im stetikligAuch gotes hulde eweclig.
Des edeln koniges husfrowe,
Dy got ewiclichin schawe,Geheizen was Elizabeth.Dy was rein in erme gebet,
Dar vm got der sele gnad!Dez ich in mit bete lad.Die selb, do man er gitaz,Des sechtis konigis tochtir waz,
Der da Wenczlaus hiez,
Dy ouch mid des closter genizCzu Kungissal begrabin wartGar loblich vff der selbin vart.Ich wunsche mid mines herczen ger,
Daz ir god sin gnade mer
Mit allen gloubigin seienVns behüte vor der hellen.
Hi man vindet vnd liszet,Waz vnz biz her geschen ist.
Ouch daz altir allir ordin
Mag der hi wol kunt werdin.
Nach Crist gebort acht hundirt iarDarczu vier vnd subinczig iarBorziwoy der erste furst
Dy touf hy czu Beheim durst,
Dy im zeu Welherad in MerhernVon ein bischof hernGegebin wart da nach,Daz dy warheit vns iach.
Nach Crist gebort neun hundert iar
Dar czu vbir eilf iarDer orden sand Benedicten,Der dem tufil an gesigteVnb czu richin an
Mit warer tad, nit noch wan,
By appet Odonis czitenEr ist imkomen weitin.Nach Crist gebort nün hundert iarDar czu funf vnd czwencig iar
Der heilige sant Wenclab wartIrslagin vff der selbin vart.Nach Crist gebort fur warNunhundert vnd funf subicig iar
Sant Albrecht wart gekert,
Daz er mid siner martir wert.Nach Crist gebort ane varTusent vnd czwei vnde nunczig iarDer Kartuser orden
Wart von erst irkorn
By Brumonem dem apt,Der mid lebin dy begapt.Nach Crist gebort tusent iarDar czu acht vnd nunczig iar
Der orden der graben
Munich chom czu gutin habin,Der sich also du irhubGot czu dinst vnd czu lobBy apt Ruperto,
Des man noch ist vil vro.
Nach Crist geport tausent iarDar czu nün vnd nünczig iarDer wyszen münich orden istErkorn inder selbin vrist
By apt Biperti cziten,
Dy mit dem tufil stritten.Nach Crist gepurt neunhundert iarAcht vnd czwenczig iar besundertHub an der orden der predeger
Czu richin an mit sinem her.
By der czit sand DominicusWart den gotis knechtin suzz.Nac Crist gepurt eilfhundirtFunfcig iar dar noch besundert
Hub der orden der tüsczen herren
Mit dem swarzen † czu weren,Do Ackers von den czitenWaz besezzen von eren vegindin.Nach Christ gepurt eilf hundert gar
Dar czu vbir funfczig iar
Gracianus vnd ouch Peter,Der do was ein Lombarter,Dy decretales machtin,Do mit noch menig trachtin,
Wan ez sint dy orteil bucher,
Wy si für deren gemeinen wucherIr beudil mogin machin swer.Das ist all irs herczen ger.Nach Crist gebort czweilf hundirt
Sechs iar daczu besundirt
Der orden der parfüzzenHub an got czu grüzzenBy dem liben sant Francisse,Dez dy sel noch wol genisse!
Nach Crist gepurt vir war
Czweilf hundert acht vnd dreizig iarWart der orden got czu lobin,So daz crüce dem sterne obinStet czu aller czijt,
Der got lobe vnd ere geit,
Dy wil dy werlt steit,Mid sinem andechtigin gebetenDer do gnant ist verrenDer crucer orden mit dem sternen,
Gode czu lobe bestedigit schon.
Damede gwan dy humel kronBy bobist Gregorio dem neundin.Den selbes gotes frundenMüz got sin hulde gebin,
Nach langen tagen daz ewige lebin!
Nach Crist gepurt czwarVirczig vnd czweilfhundert iarVbirwant konig OctackerDen von Vngern offenbar.
Nach Crist geburt czweilfhundert
Ein vnd virczig iar besundertDo virderbtin dy heidenVnd begundin sere czu leidenVngirlant allczumal
Mid roub vnd brantes swere qual.
Dy sunn parck ouch irn schin,Dez was betrübt daz hercze min.Dar by wart groz vngewittir,Daz den luten waz vil pittir.
Vmbedumb vff der erden
Must es do kunt werdin.Nach Crist gebort czweilf hundert iarDar czu ses vnd virczig garHerczog Friderich by den tagen
Von Osterrich wart irslagen.
Nach Crist gebort czwelfhundertDar nach dry vnd funfczig iarDer an ein konig WenczlabWard geleid in sin grab.
Nach Crist gepurt czweilf hundert
Czwei vnd subinczig iar besundertWard der weiszin monich ordenMit dem roten crucze irkoren.Ich mein dy bestetinnge,
Do in ist dar an gelunge.
Nach Crist czwelf hundertAcht vnd subinczig iar besundirtKonig Octaker in der czijtWart irslagin in dem streit.
Nach Crist geport czweilf hundert gar
Dar czu czwei vnd nunczig iar
Wart dy aptei czu KonigissalGestift czu dem selbin mal.Nach Crist gebort zcweilfhundirtSubin vnd nunczig iar besundert
Konig Wencslab, als ich sage,
Kront man an dem pingistageSchon vnd gar lobelichVbir Behem konigrich.Er lebte ouch nach der kronunge
Holt mid keiner hominge,
Da in dike ist mide gelungin.Dy gots lob han oft gesunginCzu Konigissal am andir tagDurch got, der vns gehelfin mag
Stifteklich den ersten stein,
Daz dar nach baz vnd bas irschein.Nach Crist gebort zcweilfhundert garDar czu acht vnd nunczig iarDer romisch konig Adolf wart
Irslagin vff der selbin vart.
Nach Crist gebort dricen hundertSes iar dar nach besundertKonig Wenczlab der mildeStarb vnd nicht vff dem gewilde.
Nach Crist gebort dricehen hundert
Ses iar dar nach besundirtWart sin son WenczeslabeVon einer gar bosen habe,Der da waz ein Turink,
Dem ez nicht wol dar vmb irgink,
Czu Olumucz irstochin.Er wart an im gerochin,Doch als vele, des waz,Wan dez liben Wenczlabz
Ein vingir pezzer lebending were,
Dan tusint Doringere ader mere.Nach Crist geburt xiij hundirtDar nach subin iar besundirtStarb konig Rudolf.
Er was den Behem als ein wolf.
Nach Crist gebort xiij hundirtAch iar da na besundirtDer romisch konig AlbrechtWart von sinem vettir recht
Virderbet, do er wolte
Zcu Behem, als er nicht ni solde.Nach Crist geburt dricen hundert iarDar nach czehin ane varWart czu der selbin lun
Des edeln keiser Henrichs sun,
Der Iohannes der hoch werdig,Konig vbir Bemen rich,Der ouch dar nach loblich wartGekront auf der selbin vart,
Daz er, ob got wil, noch wol mag
Bewisin manig iar vnd tag.Got geruche im lange czu gebinGesunde tage in disme lebin,Vnd daz nach disme kuntrich
Em werde daz ewig humelrich!
Nach Crist gebort xiij hundert iarDreycehem iar da nach besundirtKeiser Heinrichem wart vergebin,Da von er virlos sin vreches lebin,
Mit virgift in eime kelich.
Dar vmb sy nummer werdin selik!Nach Crist geport xiij hundirt garDar czu vircen iarCzwen romisch worden do erwelt
Vnd czu kunigen geczelt.
Nach Crist gebort xiij hundirt
Dar czu subinczen iar besundirtWart von grozzem sneVnd groszer kelte dannoch meGrozer hunger vnd ouch herbe,
Der leut vnd der tyrer sterb.
Nach Crist gebort xiij hundertDar czu neunczen iar besundertChrischen konig IohannemGar an alle valsche lem
Vnder Elizabeth der konigin,
Dy dar an nicht phlag gutir sin,Hy in dem rich czu BeheimEin groszer krig czu kreftin quam.Nach Crist geport xiij hundert gar
Dar noch ses vnd czwenczig iar
Wart der iung Wencslab brachtVon Olmucz wol bedachtCzu Koningssal vnd do begraben,Daz sine vetre gestift haben.
Nach Crist geport xiij hundert
Ach vnd czweinczig iar besundirtWart von Ludewige, der sichKeiser nant gar tufelich,Mit vnrecht gesaczt czu Rom
Ein bobist, der als im zorn
Gewesin waz ein parfus.Doch wart es im nit gar suzz.Nach Crist geburt vir warDriczen hundirt vnd dreiszig iar
Der vngerecht bobist kam
Czu pobist Iohanni vnd gnad nom,Der er en vollin an in gert.Er wart ir gancz vnd gar gewert.Nach Crist gebort xiij hundert iar
Ein vnd virczig darczu gar
In der worhet, als ich sage,
Dy Kartusienses czu PrageKomen mid dem wesin,Sy wellen an der sele gnesin.Wissen solt ir ouch vir war,
Daz dar czu in dem selbin iar
Konig Iohannes hochgebornDen, dy er im had irkoren,Karthusienses gnant,Auch hy by Prage in Beheim lant
Had gestift ein closter,
Dar vmb si deste vesterGod vur en gern petinVnd es in andacht ymer tetin.Des suln sy vmb sin gesunt
Got gern bittin czu aller stunt.
Nuch in dem selbin iarSo ist ez leider also war,Daz frow Margerete, dy selig syVon nu ymmer eweclich!
Czu Peigern ein herczogin
Czu Prage starb in gots minne.Si wart ouch czu KonigissalBegrabin czu dem selbin mal,Des furstin tochter hochgeborn.
Der wart zcu dem achtin mal irkorn
Konig hy in Bemen lant,Iohannes ist er gnant,Dem got lange hy sin lebin spar,Dar nach in humelrich bewar!
Nach Crist gebort xiij hundirt
Czwey vnd virczig iar besundirtDo viel dy pruk czu Prage,Recht als ich es en nu sage,Mit iamer vnd mid grozer clage
An vnsir frawen tage,
Der dy lichtmesse ist gnantVnd bisundir wol bekant.Vnd in dem selbin iar
So ist daz ouch leider war,Czu metfastin daz gesachAn dem selbin suntach,Daz dy pruk czu dem zil
Ein filer abir nider vil,
Daz sy czvm ersten mal czu brach.Des nachtes leider das gesach.An dem tag czu dem ander malVil sy du mid groszer qual.
Dy groz gots virhengnisze
Waz do leider nimander susze.Vel lute ouch da virderbent,Dy ouch czu dem mal starbenBeide von prug, waszer, ys.
Ob wir vorbas werden wys,
Wir solden vns do vor bewarn,Vnsir lebin lengir sparn.Do vor vns god vier behütDurch sin veterlich gut!
Wer holt noch besundir
Wil horen grosze wundir,Der sal wiszen daz vir war,Daz ouch in dem selbin iarVnd czu der selbin lun
Des hochgeborn furstes sun
Konig Iohannes zcu Behem,Der ouch Iohannes ist alsamWirdeclich nach im gnant,Besundirn ist er wol bekant
Czu Kerntin ein herczog
Vnd ein grefe czu Tyrol ouch,Von den beiden sinen landenMit schaden vnd mid schandenOuch von der selbin herschaft
Mid des bosin geistis craft
Von dem Ludowige, der sich do
Keiser schreib, der waz alsoMit dem bosin ser betrogin,Daz er der vntrwe had gephlogin,Daz der iung also czart
Virtrebin vngewondlich wart,
Das ich nu von im schreib.Dar czu nam er ein sin wib,Dy er sinem sun gab,Der gar verzecten hab,
Der ouch heiszet Ludowik,
Dez sy beide blebin weik,Czu Brandwrch dem markraf,Den es nach dem erstin slafMit der selben siner vrowen
Sal vnd muz wol immer rauwen,
Czu einer rechtin vne,Des we in vnd vmmer we,Sent das als vnsegleich ist.Do vmb so muz is Ihesu Crist
Hy kurczlich enden
Vnd si mid laster schenden.Des wunders genozInhort ich ny so gros,Das der Ludewig also greis
Dar an gelegt had sinen vleis,
Dy er den iungen vff daz ysBracht, das er was vnwys,Da von im in disme lebinIst ein kurczer nucz gegebin.
Vnd eweclich dort
Auer tufel hort.
Di tutsch kronik von Behem lantWirt zcu rim hi wol bekant.
[1.] Do eteswen durch ere missedadAlle lute virdurbin drad,
Bis an acht von der sinflut,
Dar nach den si quam zcu gut,Dy do bliben also langeGen der sunen vffgange.Dy selbin do irstunden.
Si gingen al sy kunden
All wege czu mitten tageIn forchte vnd in groszer clage.Dy sinflut forchtin sy zcu phleg.Si gleubtin in selbir kein weg.
Do si waren vff dem acker,
Der do waz gnant sennar,Da namen sy einen radGar tumben mit der tad.Si sprachen wedir sich also
Vil vnweislichin so:
Bow wyr vns einen torm,Der an den humel mag geruren!On se den torm orbeitin,Mit herten cziegeln si in bereitin,
Leym sy an daz kalkis stad hattin,
Si alle ouch ein sprach hatten.Do missevil ir erbed god,Daz er schir in einen spodIr czvngen do virwandelt,
Do midde er sy handeltAls im gar wol sam czam,Daz brudir brudir nicht virnamVnd ein yklicher iczund
Nor sin czungin allein virstund.
Ir arbeit missevil abir got.Er schied sie von einandir drot.Mit iamer vnd ouch clageAllez halt vff einem tage.
Ein icklicher der selbin helt
Czu hant im ein gegen erwelt,Vnd on dem selbin komen.Manigirley sre czu nomen,Dy eygintin in dar nach dy lant,
Der nam noch aller ist bekant,
Dy Windin by den andirn.Da nun dy Crichin wandern,Dy sich saczten by das merVnd furn gein Rom mid erme her
Gar wyde vber hert
Vnd wol im gemert.
Von den sibin brudirn,Di daz lant woltin furdirn.
[2.] Czu Winden ist ein gegent,
Di ist Grauacia genent.
Do wont ein man, der hijs Tscheche,Von dem ich hir nach spreche.Einen mort hat er begangin,Dar vmb er nahe was gefangin,
Da von er alczu hant
Da virlos sin lant.Der Tschech hatte ses brudir,Von den er had gwald vnd ere,Auch gesindes vil von in.
Er vant sy all mit sinem sin
By enandir in einer nacht.
Darvmb gink er vmbdachtMid in allen vs dem landGrauacia allcuo hand.Do worden sy wandern
Vs einem wald in den andirn,
Vnd ir kinder mit vnfuginSy vff irn achsyln trugin.Da si in weldin, als ich sage,Gegangen warn manichem tage,
Dannoch quamen sy mid clage,
Do ein groszer wald lag.Sin gesinde gink czu handGar ein muode groz an.Do sprach Tsech: we vnd we mir!
Was han ich getan so schir,
Das ir als durch mich sietIn noten vnd vnstetiget?Vnsir husir mid groszer clagSint dicke weld vnd vinstir tag.
Hor von den greifin,
Wi er den nom wold begrifin.
Cschech zcu sinem geverte sprach:Kom wir vnder den perk goch,Daz dy wil ruwen vnsir kinder,
Vns ouch der ruwe nimant hinder!
Des morgens in der erstin morginrotTschech gink selb subin drotVff den berk, er vbir sachAlles land vnd sprach,
Er wert in mit irdingin,
Das sy icht furbaz gingen.Ein lant hab wir vrisch,Der essen gwin wir vollen tisch,Wild, fogil, visch, honiges vil,
Fur dy vynt stertk an zil,
Als noch wol mocht geschen.
Das ich wil wir war gen,Das sy in der wiltniszeSehen kein hindirnisze,Wan sy von dem berk lugtin.
Reiff sy im den namen fugtin.
Si hettin brots czu dem erstin nicht.Si aszin vleis, visch zcu phlicht.Auch in dem erstin iar.Vmbgrubin sy virwar
Dy acker mid hauwen.
Im ander iar czu powenBegunden sy mid dem phlug,Da von sy gewonen brots gnuk.
Wo von daz Behem lant
Ist gnant.
Wan ir elteir, als ich sprech,Was geheiszin Tsech,Si hijszen durch in czu handTschesch mid nomen Bemenland.
Czu der selbin czijt
Warn en getrwe dy lüd.Was sy hetten alein,Das was in allin gemein,Wen yr einer icht sprach
Czu dem andirn; ob ers sach,
Nam er es gar vrolich.Doch spiltin sy gar gruwelichMit einem bosin gebrechin,Als ich hir nach wil sprechin.
Sy behiltin nicht ir e.
Das wart en an der sele we,Dy wile kein wip sicher was.Ein iclich man vil wibe las,Do midde si yr e brachin.
Des spiltin sy mid lachen.Recht vichlich si lebtin.Elich sy dar nach strebtin,Wy sy des nachtes tochtin
Vnd nwe kuntschaf machtin.
Keinen richtir sy hettin,Wan sy in nicht vnrecht tetin,Machtin sy keinen strid.Damid ich niemant triek.
Alle wege sy dar nach trachtin
Vnd czu dem andir lachtin,Wy sy nach rad ein recht begingen,Do mid disem sold gelingen.Wem vnrecht geschen were,
Es wer einer adir der,
Es sint vil iar von dem lichtVirgangin, als man gicht,Das dy lute andirs nichtDen mid der gwanheit hettin phlicht.
Von der Lubussin
Mit irn hubischin spruchin.
[3.] Es was noch vil iarenIn dem lande ein man gebaren,Der was genant Krok.
Der selb mid sinem lok
Czu richtin was das lant bereit.Er larte dy lude wisheitDo der Krok hen was geleitVnd dem lebin widderseit,
Nach im ly er in dem lant
Dry tochter weiz bekant,Kassa, Tecta, Lubussiam.Der dry iuncfrowen namenKazza in dem dorff Kazzin saz,
Tecla in dem dorf Thethin was.Lubussi was ein wissagin,Dy richt das lant mid irn sinn.Hy sprich ich von der dritten.
Zwen wart Lubussi richtin,
Dy vmb ein druschouwelKregtin vnd sich übilAn en andir slugin.Lubuschy mid irem fuge
Sy czu richtin begunde.
Den schuldigen czu der stundeBetrubt si gar sere.Der schuldig mid vnereWart Lubussam scheltin.
Er sprach: ich nicht inkeltin
Deines gerichts wil.Das wip, des ich nicht hil,Kan pas mit der nalden nen,Wan dy man richtin
In dem gericht.
Darczu sint dy wyb ein wicht.Der selb abir sprach:We mer vnd ymer ach!Mich betrubt das fur vol,
Das ein wip richtin sol
Also lang vnsir lant.Des wir sin geschant.Sei er vnd alle frawen beguntCzu scheldin czu der stunt,
Des ich nicht wil meldin
Noch sin ouch ingeldin.Du das Lubussi hortVnd dem tummen sine wort,Dy also cluge
Still do virtruge.
Sy antword im nichts nicht.Vmb dy tad des mannes gichtGemeineclich si doch ouz gebot.
Vnd do si quamen alle drotDes landes mutir hortin,Dy von den scheltwortinKlagin begunde.
Du daz dy lantlute czu der stunde
Erhortin vil vngern,Als si geworfin werenVs einer slingin,Dar ubir sy begingin
Keinerley betrachtung do.
Si schrien also:Wijs das vir war,Wir laszen es nicht mid eim har.Si sprachin vff der sted:
Der mensch had es gered,
Wan ein icklich manArm ist al czu hant,Den do fur ein wipDaz recht czu gerichte treib.
Wer weln is nit lengir sparen,
Nach einem herren wiln wir varn.Eines biete wir von der.Vorsage vns schir,Wo reteste vns zou nemen
Einen furstin vns gesemen
Vnd ouch vnsir land?Wen vnz nirgin ist bekantHy mid vns, der vns fugVnd vns ouch czu heren tug.
[4.] Do antwort Lubussi
(Das sag ich vch alhi):Wy er gegen mir habt bekantVnd mich groblich geschant,Ein bozer mensch sol der sin,
Der ubil tud der gemein
Durch sines bostin willin
Halt offen adir stillin.Dy beschrinnung ist gemeineBeide groz vnd cleine.Vnd wer dy virluset,
Den rad er virkuset.
Verleusestu der gemain pfligt,So getraw der vestin nicht!Wan an dy gemeintschaftGroszer krig komit czu craft.
Ir sult nichtes intgelldin.
Ich rats vch an scheldin.Ir sult liden min gericht,Liebir habin mit mir pflichtDan daz halt ir.
Einen starken furstin schir
Haben must czu richter,Der vch richtit nach siner ger.Rinklich slecht ein vrawlich hant,Mannes slahen tud bekant
Dike vnd oft grosze pein.
Das wirt an vch wol schin.Ir wert mir erst glouben,Wen ir ewern furstin schowenWert, wen er ezzen wirt
Halt als ein rechtir hirt
Ab einem ysirn tisch.Doch wirt er des libes vrisch.Vnde wert ewer her von vremden lant,So wirt vwir zcung geschant
Vnd wirt ser geminnert
Vnd allewege gehindert.Virdroszen ist es iclechimBy vnkunden gedichin.Doch der trurig vndirstundin
Wirt getrost von sinen frunden
By den sinen yklicherHerst vnd wirt ir richer.Ez ret niemand vff froind geborn,
Er nimpt dy em czu gehornVnd suchet wuir bostis allewegeVnd vndir vch dy schuld czu pflege.Er wirt teiln gar herb
Mit sinen ewer erb,
Halt wuer houbt kennet,Ob is prascha si genennetLazet nicht by wuern fromdes houbt,Da wuer er wirt mit beraubt.
Wo ir en zuchet, da ist er.
God gebe vch ewers herczin ger!
Wi herczog Premizl vf der vartMit dem roz funden wart.
Lubussi dar nach
Czu in also sprach:
Ich weis iczund wol,Wer vnsir her sin sol.Reit nach minem ros iczundVnd wo es hen allein kumpt,
Czu wem es sich fuget,
Vff das ros den selbin pugit.Wen her dar vff geseszin ist,So kriget nicht dy selbin vrist,Bringet en her czu der selbin stund!
Wirt von vch ein krig kunt,
Is wirt dem lande vir warSchaden vbir tusent iar.Lubussi hiez das rosMit ir warsagunge kos.
An czom gesatelt his si ez gein.
[5.] Dy heren nach im reitinVnd vncz czu der BelinDem waszer si do komen hin.Da daz ros also vry
Lif do selbt bey,
Czum iungistin do es quam
Vf daz nev velt by nam.Do gink ackirn dor anGar in groszer man,Der sin fuoz do czu stunden
Mid past had gebundin.
Das roz den man an bliktVnd sich czu siner sittin schicht.Es stund, als es mit dem angelSwerlich wer gevangin.
Des sag ich der dijs.
Mant nant daz dorf Stadis.Dy heren vorschtin zcu hant,Daz er was Premils gnant.Einer sach den andirn an.
Si woldin en genomin han.
Als schir si in rurtin an,Do stack her alzu anEin ruotin in dy ert,Do mit man dy enpert,
Vnd sprach: mir ist leid,
Das ich nu von hinnen scheid,Das ir also fru sit her komen.Hett ir euch allir erst genomenVon der Lubussi vff den weg,
Daz ich mid ackirn plek
Het das new velt gar vmb vangin,So wirt niman ni gelanginVnd furbas werdin paumanNicht notdorf dar an
Vil brot do gewesin,
Wan er sust wol wer genesinVor des hungers not.Er dorfte nicht kouffin das prod.Sint ir habt geilet her
Vnd mich gehindirt ser,
Dor vmb hoert, alt vnd iung,
Nu wirt oft tewrvng.Do wirt genutsam in dem lant.Przemisl graif mid der hantIn sin taschin, dy was pestin.
Er nam ein cleines keselin
Vnd ein rökkins prot.Er as fur des hungers not.Das ezzin legt er vff dy scharDes phluges ysin vir war.
Premizl do dy heren bat,
Das sy seszin an der stat.Du dochtin dy heren dortAn der Lubussin wort.Si warn en vragin.
Do wart er en sagin,
Wor vm er ab dem ysin ezzeVnd dar czu tische sezze.Premisl sait den heren:Als wue Lubussi sagte dort verren
Das selb, sint ir mich vregit,
Sage ich vch. Es ist gewagit,Sint ir einer iungfrowen nichtSten woldit czu gericht,So wirt vch manige stund
Min gepurd kestigund
Mit einer ysnern gertin.Dy red dy heren merktin.Do Przemisl frustuk,Einer vff dy rutin lugt,
Wan dy rude het
Funf zweig vff der stetAus ir do geschozzin.Do worn vs ir gegoszinFunf nuzz, der doch czu hant
Vier wurdin dur bekant.
Dy funfte bleib an ir gruone.[6.] Do sich das zeichin schoneVnd schin in do bewist
An des Premisl list,Er vorschin sy dar nachDie zeichin, dy er ouge sach,Waz daz also sei,
Das dy dorre czweig
Brechtin recht noch vleizzBluendez loub vnd reiz.Premsil antwurt do.Er sprach zcu in also:
Daz sag ich vch iczvnd.
Dy durr gert zcu der stundVnd andrir vristEin wares zeichin istMiner paurischin gepurd.
Sint sy abir dort
Halt als schir gepluot,Als vch dy vil gutLubussi had gewizzagt,Ob ez uch halt nicht behagt,
Min kint wirt schon gelart
Von einer paurischin artIn einem koniklichem sal.Das funft czweig vbir alWirt schon pluont.
Daz war ouch menig stund
An dem buche gelesin,Das vs mer vnd minen wesinFunf herczoginn geborn wern,Abir vier mid irem stern
Gent schir vndir,
Nor der funfte besundirnBluont wirt schon,Des gepurd mid einer kronWirt loblichin scheinen, vnd
Ob ir in keiner stund
In widermut gevellet,Es wirt also gemeldit,Das daz einykil mid dem swert
Seini anherren rechunt wirt,Das er seinen vigenden czu der stundDas ewich we wirt sprechunt.
Wi herczog Przemizlu nam
Czu der e Lubussam.
[7.] Prsemizlu was gach,Er stund vff dar nachVs der buer menige.Man hette sin getruwet wenige.
In der Lubussi hof ir gink,
Dy in do schon inphing.Dy heren ertin en groblich.Si machtin en czu einem furstin loblich.
Wie Prag allir erst wart irdacht
Vnd ir nam zcu kreftin bracht.
Prsemils was gar wys.Er irdachte vil liseMit sampt der LubussinVil gutes mit irn spruchin.
Alle recht si irfunden.
Lubussi sprach czu einer stunden:Ich weis ein stad, dy schon wirt.Vbir alles lant geczirtSi wirt erber gar
Vnd lautmar an alle var.
Gedenkt mines wortis alle,Daz es vch wol gevalle!Recht als dy sunneWirt der stad wunne.
Vs ir werdin gen
Schoner olpaum czwen,Dy guldin werdin gnantHy vnd in obirn lant,Rich an gnadin wol bekant,
Dy in von himel wirt gesant.Woyzlav mid sinem nomWirt der erste olpaum.Der andir olpaum wirt
Mit Alprecht dem nom geczirt.
Dy olpaum werdin so geczirtVnd ouch wol polyert.Dy olpaum werdin so gnantVnd mid gnadin wol bekant,
Dy von minem geslecht
Werdin in dy humel bestet,Ouch dy stad irluchtitVnd daz lant beschermit.Dy stad bowet mid fliez.
Do, wo ich euch weiz,
Iensit der Multawe.Do der zimermaneMachet an der stundNur holt mit seim sun
Vndir dem petrech
Ein drisschowel glich.Durch das drisschowel doDo wart dy stad gnant Prog.By der stat wirt bekant
Ein stark stroz durch daz lant,
Als furstin, konig, stark man,Wan si das droschowel sen an,Das houbt neigen sy czu hand,Das in kein pruk werd bekant,
Also als ich sage,
Gegen der stad czu Prage,Ouch gein dem lande,Dem wirt lob vnde ere bekant.Darnach endet vil ebin
Lubussi do ir lebin.
Des grub man syIn dem dorf Libiczi.
Von der Lubussi iugfrowenVnd der Vlastam solt ir schowen.
Lubussin iuncfrowen tichtin,Wy sy ein vrloge trichtin
Gar geleich allin spot,
Wan si es vor gotCzu recht habin woltin,Das sy czu beschermen soltinVmer mer Beheim lant
Vnd dy man al czu hant
Soltin mid dem phlukAckirn en gnuk,Si woltin nucz mid gabinVon irn wortin habin.
En burg bowen si begundin,
Dy Dyvin czu den stundinDy selbin iungfrowenMit namen lizen schawen.Si namen czu der furstinn
Vlastam vff er cleinen gwin.
Dy selb ubir alles lantCzu den iuncfrowen botin sant.Si sprach: vndirtenik wirVns den purn schir
Vndy partatin bock?
Wan si mid irem lockHettin heidnisze sittin,Dy si nicht virmitin.Dy man trugen berte
Du in nimant werte.
Wlasta sprach darnach:Vff dy man si vns gach!Ez lit an keiner macht,Si werden trunkin al nacht.
Wen wir in an gesigin,
Si muzin vns vnderligin.Durch dy wort iungfrowen vil komen,Dy sich do czu Vlastam nomenGen ses hundirt czu dybin.
Als vs ir venstirlin
Dy toubin, si do vlugin,Dy do dy man betrugin.Sy virlizin do er holdin,Do dy man das wern soldin,
Vnd iklicher mit slahin
In schant sin tochtir vahin.Das was czu sehin wundirlichVnd einin spote gar glich,Das dy iuncfrowen manlich
Daz ros retin vngewonlich
Vnde ein andir nach irEin ledig ros leite schir.Dy man von vnwisheitKomen in grozze trurikeit,
Dy das vbil mit wortin
Geng in allen ortinWol geleschin mochtin,Des sy leidir nicht gedochtin.Das sy vbirnhant gewunnen.
Dy wisin sprachin vndirstundin:
Wer den schadin nicht wil doln,Der laz dy funkin nicht eine kolnWerdin in dem haus,Wan der kol von einer graus
Wirt oft czu einer flammen,
Da von sinen namenDer rich schir virluset,Dar vmb man in virkust.So glichir wiz machtig man
Habin so torlich getan,
Si wertin nicht der flamen.Ein her si lizen samen,Daz si den iuncfrowen dort
Halt nur mit einem wortHettin wol irwertVnd sich da vor irnert.
Herczog Przemizl, als er sold,
Widersten den iugfrowen wolt.
Herczog Przemisl woltDen iuncfrowen wern, als ir solt,Das si sich icht samptin.Wart wir mit vnsirn amptin,
Sprachin do dy herin,
Wy sy sich weln werin.Er antwurt in vil schon:Ich han ein iuncfrowinGesen vndir dank,
In dem slafe dy plud trank
Vnd dy ab vnd vffDurch das lant laufAls ein vnsinnigey.Das wirt in der worheit nev.
Von des tromes wegin
Furchte ich einen bosin segin.Dy heren hettin in der notIrs herrin trom vor ein spot.[9.] Vnd do dy iuncfrowen komen
Vnd von den vetirm sich nomen
Vff dy burk Dybin.In ern tummen sinDy tochtir intsagit dem vatirVnd erim brudir drotir.
Si intbot in also:
Ich gehor dir nicht mer czu.Ein yklich sich selbin besorgeVnde sich nach willin karge!Dar nach hultin si ir.
Dez gab si en czu trinkin schir,
Daz do heiszit mirren,
Das si dy feistikeit virlurin,Recht als ein kernFrisch vnd frutik wern.
Wie Vlasta an dy ampt
Schikt dy iungfrowin alle sampt.
Vlasta tailt do dy iuncfrowenIn dry teil vil schonVnd ir also rampt.Si beual in dy ampt
Vnd den wisistin
Dy vestin czu den vristin.Si larte si alle tage siczenIn dem rat mit gutin wiczin.Si sprach an der stad:
Wer gern siczit in dem rad,
Der gesiet wytMit siner tad in allem strid.Dy schonstin his dy wildSich verbin als ein pild
Vnd lern kundige wort.
Si sprach czu in: nu hortDo mid ich nu spannDy mausvalle dem mannen,Wo ich nicht gnuk sterk han,
Daz wiszit mich nach wan.
Si gebot ouch do geczoginDen drittin mit dem boginVnd hijs dy man als dy huntMordin do czu allir stunt.
Wez dy iungfrowen do bigunden,
Du si wol ritin kunden.
[10.] Do dy iungfrowen gewont hettinVff dem ros wol czu reitin,Si virwustin das lant
Vnd totin al man czu hant.Dy hercz der iungfrowenMust man in wapin schowen,Das si mit irem czorn
Gen den mannen worn
Hart als dy stein,Das von in wol irschein.Er kein beschermit iren frundVnd gwan do mid gutin leunt.
Halt do selbist dy tochtir
Furt her vf irn vatir.
Wi dy man mit nomenVon erst fur Dybin komen.
Herczog Premisl
Tet das dem lande czu wiszin.
Ydoch dy man nicht wustin,Wy sich soldin vristin,Wan si nicht wafens hettinVnd dy iungfrow stete
Auf irn roszin rittin,
Daz si nicht virmitin,Wy dy man doch mochtin.Si samptin sich vnd trachtin,Daz si ver Dybin komen.
Si wontin des by nomen,
Daz se si irwaicktenVnd mid plasin schrecktin,Si hoftin mid irn sittin,Das sy ir icht intbitin.
Prsemizl wolt do hin
Nicht ritin mit en.Er wart in do sagin:Min kint des mit schadinGar ser do entkuld.
Davon so habt geduld,
Wan ir von den iungfrown
Vbirladin sier in groszin grawn.Ir vntrw mogt ir nicht virmiden,Si werdin vch virsnydenVnd von erst bestritin
Ouch an vch gesigent witin.
Des wil ich mit vch nicht.Ich rade nicht, habt mid en pflicht!Des ratis dy man nicht achtinVnde wider in si trachtin
Vnde quamen fur Dybin
Mit irm her vff clein gwin.Dar nach vnd dy manDybin sahin an,Si spotin der iungfrown ser
Recht nach irs herczin ger.
Auf dem waygist gnantDo stunden si alle samptNahe by Wischrade.Allin seln got gnade!
Wi dy iungfrow Wlastab
An dem strid ein hercze gab.
Do dy iungfrown dy manGesen hattin an,Mit virdacht irn mut,
Es quam in not ein wil czu gut
Wol bestetigit an dem gloubinMit ir dy groztin redin roubin.Dy wysistin quamenVnd in dy mit sich nomen.
Vff dem velde do si stunden.
Hor wez si begundin,Recht als sy stritin soldinVnde nv czu sammen woldin.Wlasta da von erste was.
Vff das ros si gewapnit sas.
Es ist war vnd nicht ein mer,
Das si sprach zcu irm her:O ir edeln iugfrowin,Ir sullit vnd mogt schauwin,Vns kan in disin iaren
Nicht edels wider varen.
Vns ist des nuch genugit,Nicht edelers zcu gefugit.Ir sult ewer edel tun gelich.Gwinnet einen namen rich!
Habt liber vor ein vngemach
Der nicht sal wern iar noch tachVnd do wider frid vnd ereEweklich nv vnd vmmer mer,Wan ob wy si obir winnen,
Darvm wir ewig dechtinuz gwinnen,
Ir wel wir vns dy man in nötin.Wenn wir weln, das wer sy totin,So werde wir als dy minngotinn.Den nom wir do mid gwinn,
Dy da richtint selb dy lant.
Das wirt vns do von bekant,Dy ouch zcu erbe habinEren mannen gabinDes ackirn nach iro herczin ger
Furbas bevolin ymmer mer.
Si hattin ouch ein strid doMit keisir Tyto,Den si also vbirgingin,Das si do selbist vingin.
Dy fenknusze quam im nicht czu gut,
Daz si trenktin en in sinem blut.Si sprachin czu dem selbin furstin:Du woldist vnsir blut durstin.Nv solt ir plut durstin vnd trenkin.
Dar inne muzt ir virsinkin.
Si hiltin sich mit irm herKegin koning Alexander,Den si kundlich bestritin.
Der ander vyl si nicht vermitin.Gar manicherley konig,Den si nicht vndirtenigWurden by irn tagin.
Si woldin e daz lebin wagin.
Dar vmb habin si lob vnd er vber dy werltVnd in deme krige ein klein vngemach geczelt.Daz czimpt wol vndir edel tugint,Wan wo iczund vnsir iugint
Den bartechtin geburin
Iczund czu vbir wynden gebin,Si werden benemen vnser lebin.Ob si vns lebin lazinSo wern si vns vor er dern hazzin.
Ein ikliche ern bruder clach
Vnd irm vatir, als einem hunt nach,Daz si ir ein gerut leben gwinnen müge,Vnde fur bas czu lebin tuge.Pezer ist vns erlich irslagin,
Wan nach gnad dy pawern vragin.
Wi Wlasta bedrowt dy iungfrowen,Daz er keine solte vlihin.
Wirt wuer kein von vns vlihin,Di sol wizzen, daz si zcu dem tot zcin.
Ich wil daz ouch vor vol,
Das si mit vns nicht geselleschaft haben sol,Ob ich mich mag ymmer mit in geslan.Si muzcden tot entphan.Wirt abir wuir keine gevangin,
Ich hab ein sairch wyt vnd lang
Des geldis Lubussi vol geleit.Ich weiz ez fur dy worheit,Ich wil dorch ewuir einer willinDaz golt allez virspilin.
Als schir si daz wort geendit het,
Do irhubin si sich von der stet.
Wi sich dy iugfrowenAn dem strit liszin schowen.
Als schir dy iungfrowen kegin mannenWarn vs gegangin,
Si schrien czu hant in grimme
Mit einer heidnisze stimme:Dy geschos der iungfrowinWernt vns virhowin.Wlasta teilte dy man mit dem sper,
E daz sie widir kom czu dem her.
Si durch stach mid grimMit dem sper der bestin subin,Mlada, Hodka, Swathawa,Wradka, Radka, Czastara.
Der edeln iuncfrowin nomen,
Dy irt furstin wol in notin zomen,Si hildin sich kindlich zcu malDen strit ubir al.Den mannen waz iczvnd nit not,
Daz si lachtin vnd treben irn spot.
Nahe dryhundirt iczund laginVon den iungfrowin al irslagin,Vnd wer ez nicht by einem walde gewesin,Kein man do wer genesin.
Vndir Wlastam wart keiner vom tot irnert.
Ich het ir do vngern den trank vmb kert.
Wi dy man fluchtig wurdenVnd Wisrad zcu dem erstin erpurden.
[11.] Nach einem halbin iar
Komen dy man czu in selbir gar.
Yopin mit beche si gewunnenVnd ros vf iren fromen,Ydoch daz sy sich forchtin gar serCzu komen kegin der iungfrowin her.
Abir nahe by in woltin si buwen
Ein burk gein den iuncfrowin.Dy iungfrowen machtin si fluchtig zcwirVnd daz si sy betrugin schir.Dy man besazin vrilich
Libicz den hof vngetrwlich.
Do namen dy iungfrowen rad.Si beschermitin den hof mid ir tad.Si vorchtin dy sterk der man.Si virpurgin sich czu Lybicz vnd quomen nicht von dan.
Die wil Przemizl mit sinem rat tichte,
Waz not waz czu einer purk czu richte,Eins nachtes irhubin seEine bork von holcze.Der gabin sie Wischrad den nomen stolcz.
Da von vrlugtin si funf iar.
Den man waz dy werlt czu eng vir war.Dy iuncfrowin hattin nit man vnder in,Da von sie nicht forchtinDer virretniz gwin.
Sunder czu Wischrad dy iuncfrowin worn;
Wan dy man woldin irgin varnDy iungfrowen kuntin ez den iungfrown,Si wolden an deme wegen dy man mit morden schawen,Wan ouch der Vlastam brief
Czu ern vrawn allin rif,
Daz durch keinen manWas des sorgin lebin an.Da waz iamer in der werlt.Vmb en wort das wip im man virczelt.
Vil man wordin fundin an den slafbettin,
Dy ir wip irmordit hettin.Dar vmb dy man dez nachtiz ir lebinEinem dikin wald czu haldin gebin,Daz si der iungfrowin vntrw bewartin
Vnd ir lebin lengir spartin.
Dy erborn vrown sich des vrlugis schemetinVnd sin vor ein torheit genitin,Eczlich dar czu swigtin,
Wan si heimlich dar Vlastam dar czu nigtin.Daz liden dy man von irn wibin.Vntrw si kundin in leid virtribin.Den man ist mein lob berait.
Dy do sint wirdig dauchmenichait,
Daz kein man nit gab siner hausfrowin,Daz si bosheit lon mocht schawin,Sundir cheiner wolde werdin geschantDurch rum in Bemin lant.
En yklicher sprach
Beide nacht vnd tach:Tut an bos nach irin siten al stunt!Got gebe, daz mein wip si vrome vnde gesunt!
Wi dy iungfrowin dy man
Di man abir vbirwunden han.
[12.] Dar nach dy iungfrowin machtinVnd manigley bosheit irtrachtin,Dar vmb dy man verlirrn yr ere.Si sahin, daz czu Wisscherad waz gar grosz hunger.
In einem frid ludin si se vff ir vesten
Vnd sacztin dy schonstin zcuisin dy gesten,Dy vil kundiger wort kunden.Si sprachin mit irn mvndin:Ich wer gern din,
Ob du nicht weiz myn mumelin.
Ich wolde mich daczu fahin gebin,Ob du ir benemist daz lebin.Daz mag wol geschen vnd sin.Si trinken halt gutin win.
Vnd wilt du ir in disem lebin peitin,
Nu had si selb iczunt ein weg czu ritin.Du macht si mit irn geseln vahin.Also wurdin si mit den armen gahin.Dar nach vnd si in hetin loge geleit
Vnd vil gutir czu dem tode irwegit,Dy mechtistin si also virlurn.Dar nach si offenbar an ein ander kurn.Eine den andirn bat,
Si gelobt im, czu kunt tun ein tat,
Vnd sprach: mich verderiszit sin in disem lebin,Ich wil der dybin vff gebin,Ob du wilt sin myn man gern.Si begunde in czu lern,
Wy si dar czu komen soldin,
Ob si se haben woldin.
Wi Przemizl den man rit,Daz si den iungfrowen volgtin nit.
Du Przemisl dez gewar wart,
Er antwurt in also czart:
Ich rade vch, gloubt in nicht!Si wullin vch virdirbin.Nicht habit mit in pflicht!Si woltin im nicht gleubin.
Nach dem rad der iungfrowin
Begundin si in dy burk czu gen.Du si in der burk woldin sten,Vbir si komen vs dy iungfrowin klugin.Czu hant si se alle irslugin.
Er kein si lebin lizin.
Des wolde si nicht virdriszin.
Wi der kun CziratWart gevangin vm sin tad.
[13.] Ein gar vromer was blebin,
Der het nicht czu schaffin mit den boszin dywin.
Der was gnant Czirad.Von dem gedochtin si ein vntrw tad.Der iuncfrowin ses czu sammen komen.Czu iungst si einen rad nomen.
Si czirtin dy schonstin iungfrowenVnd sacztin si vff den weg czu schowenVndir einem groszin bom da.Dy iuncfrowe hies Ssarka.
Si waz dy schonste vndir en.
Si sacztin by er en tischlenVnd in grosz legil vol met.Si lizin si gebundin czu stet.Der Czirat chom
Vnder der iunfrown wain vernam
Vnd daz czu hant obirEin roub croppiczt schir,Der vil leicht sasVnd ein wisag sines todes was.
Ez ist schade des gutin mannes.
Er vragt, was si tete susAdir wor vmb si also clagit.Si antwurt: ich bin von Kokorsina ein magitVs dem dorf des hern tochtir
Von den bozin iungfrown gebundin do her,
Dy mich woldin czu ir bosheitVff ir hus geleitVnd woltin mich czu ir bozheit verfuren.Also schir si vch kunden gespüren,
Sie leizin mich gebundin
Vnd vlon mit den stundin.Du er an der iuncfrawen het irvorscht,Dy iuncfrow wart, ob si in gepitin torst,Daz er an yr al iuncfrowin erte
Vnd si mit irn brechte
Czu irm vatir gesunt.Wy sal ich tun? sprach ir munt.Sich saczt Cirad czu der iuncfrowenVnd hiez dy leut siczin vnd schowen
Vnd begunde mit ir czu trink
Vnd dy pusawn czu clinken.Mit der pusawnVirstunden dy iuncfrowin,
Daz si Cziraden als in einen sak hetin.Dy iuncfrown ire ros virtretin,Ir bogin si machtin krum.Als schir si quamen vff Cziradum,
Si schrien in grim
Gegin in mit lutir stim,E dy man dy pfert mochtin irlangin,Daz si iczund als dy vogil hettin gevangin.Czu hant si dy leut al irslugin
Vnd Cziradum vor Wischrad begrubin.
Da ratbrechtin si den helt.Dy bozheit in der tufil zcelt.Noch heut nennt man daDy selbe stad Sarcha.
Wi Wlasta dy nw knechtil geburd
Irs gesuntis beroubt zcu vel.
[14.] Do sy Cyradum radprechtin irn veint,Daz irdocht ein iungfrown rad seint,Wi Vlasta solt richtin daz lant
Vnd dy man sich hilten czum pluge czu hant.
Do Wlasta het daz lant bekommert,Vmb daz recht si tummert.Dy iungfrowin gabin ir czu recht,Si kunten es vmedann vnbetrecht
Vnde sprachin, wer ein kindlin geborn,
Daz es czu des stritis czornFurbas nicht mer tuge,E es sich virmüge,Den rechtin daumen em absnedit,
Vnd des nicht virmidit,
Vnd daz recht ouge brecht im vs,Daz er daz sper vnde daz rosNicht gehaltin mugeVnd hindir dem schilde nicht czu sehen tuge.
Do mid woltin dy heidinDy Judin etteswenne leidin.Dy iungfrowin hectin ys vil vernomen,Habin abir si selb erttacht auf irn vromen,
Es ist ein zaichin der wisheit.
Abir Wlasta wolt daz recht haben bereit,Daz dy juncfrowe heteCzu mann, wen si pete,Doch daz dy hausfrowe so
Bi dem hof bleib al do
Vnd ir man mit erbeitWer allewege mid dinste bereit.Wlasta mit dem selbin ratAln ir gnade inpat
Vnd ouch frid in dem lant
Fur gemein vnd besundir schant.
Wi Przemizl sam ein fugtDi iuncfrowin vbir clugt.
Przemizl vf der stet
Virnomen het dy ret.
Do gebot ir vil gachCzu einer morginsprach.Ratvregin ir begundeDy man czu der stunde,
Wy si dar czu tachtin
Vnd sich gwern mochtin.Przemizln si do hultinMit grozin gedultin.Si virmazin sich
Vnd begundin, des ich gich,
Fur Dybin reys zcu machin.Dy iungfrowin do mit sachinTotin si an dem wege.Des tetin si pflege.
Do irdacht der man rat,Daz si se czu WischradLudin do dy bestin alle.Der iuncfrown czu dem selbin mal
Nogczogtin si gar vil.
In vrid des ich nicht hil.Dy verluren mit ir laitIr sterk vnd ouch ir kunheit.Vor schandin si nicht widir
Czu Dybin komen sider.
[15.] Do Vlasta daz irhort,Si wart luent dortScheflich als ein merswin.Der man vient vient wil ich sin.
Ir sult ez merkin ebin.
Ich intsage en vf er lebin.Przemizl antwurt irMit einem botin schir.Er sprach: mid der vntrw
Schem wir vns nicht gein vch,
Wan wer es von vch han gesenAllewege, des wer iehen.Hettet ir trw czu vns gehat,Ir wert von vns nicht so begabt
Mit keiner vntrw.
Dy wern euch von vns ymmer new.Sent ir das habt geruchtVnd vns also virschuchtMit den mandel wuir vntrwn,
Da mid wir uch an al rew,
Daz ir sult vir war wiszin.Dez selbin wol wir nu geniszin.
Wi der Vlasta do gelank,Du si der strit vor iungst betwank.
Sich samptin dy iungfrowin alle.Fur Dybin quomen si mit schalle.
Si woltin ez mit walt gewinnen
Vnd saczten daz in irn sinnen,Wy si dy man iung vnd altWoltin al virderbin balt.Dy man sich gein en nomen.
Do si czu samen quomen,
Wlasta vs den irn sichVirirret gar vnwislichVnd virstiez sich torlich seintVndir ir vorich veint.
Sybin iunge man
Sich machtin gein ir an,Den vndirtenigte sy sich nicht.Si betrouk ir vnbesicht.Si wolde wen, daz nach ir
Ir iuncfrowin quomen schir.
Vnd do Wlasta noch daz sperNoch daz swert in dem herFurbaz mochte gefurinNoch mid stritin sich gerüren,
Si quam in eine grosze not
Vnd vermugst czu dem tot.Si het virdinet mit ir vnsittin,Daz si dy man czu littenAllesampt mit meszirn.
Si woldin in do mid beszirn.
Vnd gabin si czu den stundenNach dem strit den hundin.
Wi dy geselschaf der VlastamOuch zcumal ein ende nam.
Do dy iuncfrowin an den stetin
Dy schos virschoszin hettin,Ir iungen mustin by vngernCzu in tretin mit den spern,Wainint vnd czu fusze.
Si gingin vil vnsusze
Czu den mannen in den strit,Di si totin czu der czijt.Do si gein czwencig hundert iungfrowinHettin mid dem tode virhawen,
Du hubin sich dy andern
Czu louffin vnd czu wandirn,E si von des stritis grausKomen getroffin vf das haus.Dy man warn in vnminne
Vf der slachpruk hindir in.
Do selbst wart ein groz hauwin.Di geste si woltin vbil schawin.Daz must in do wedir varenVon den, dy vf dem tor warin.
Dy iungfrowin wurdin do behaft,
Wann dy mann mit ir kraftSich namen in dy vestin,Dy bekantin do dy bestinIungfrowin, dy do schrien
Vbir si mit irn dirn.
Etlich iungfrowen vor si knitin,Doch dy man sich nicht beritin.Was dy iuncfrowin tetinIn ern grostin notin,
Doch machte mit nichte ir smercz
Irweichen der man hercze.Si gobin schon lud dem tot,Dy si teiltin in der not,Vnd wurfin si vs der vestin.
Also ertin si dy gestin,
Da virfur dy sammerunge
En waz allin mizzelungin.Daz vrleuge vergink czumal.[16.] Przemizl saczten si in den sal.Sy wurden ouch hin czu Dibin gan,
Do si das haus czu hant czu brachtin.
Von ses herczoginDi Behem richis ouch pflogin.
Nach dem starb herczog Przemizl.Do richit noch im Nezomizl.
Monarcham do den herczogin
Si nomen, sin son ouch Wogin.Derselb Wogin teilt dy lant.Er schid sin son mit der hantHy by sinem lebin
Von ein andir ewen.
Er gab dem WladislabinLamiter geugt zcu habinVnizzlabin czu PehemDen herczoginni by nom,
Der etswen Lamiter hiez,
Der heiszit nu Castiis.Nach dem vater richte Vnizlab,Der gink kurczlich ab.Strizzomizl sin son
Kam dar nach czum herczogtum.
Dy allesampt hettin nichtMit keinen gutin dingen pflicht,Wan si worin grobir sinneVnd von den selbin vnminn,
Di man do an in pruft,
Ret nichtis nicht von en dy schrift.
Von herczog NeclamSolt ir horn bi nam.
[17.] Nach Strzizomizl by nom
Richte der sundige Neklam,Von den man ein geprechin laz,Dar er nicht gar kun waz.Da von hies er Neklam,
Wan ez im ny bekam,
Wer ouch von gesichtVil von dem rozz ni nicht,Im hat daz nimant vir vbil.Bewart er sich vf sinem hubil
Vor bozim gluke da heime wol,
Ez hab en iklichir vir vol,Daz dem tumbin dy kunheitGehort vnd ist czu geleit.Dem wisin ist vil ebin
Dy blodikeit gegebin.
Der wis list menig geschicht,Bis der krig wirt ein wicht.Der vnwis abir trachtet nicht,Er verdrukt wy im geschit.
Des acht er nicht in sinem sinn.
Nour gut lebin da von gwinnVnd schadin oft enpfach.Dar czu ist im gach.Ist der wis abir chun,
So wizz, daz czu allir lun
Daz dan sin geschijcht,Ist nucz vnd wol bericht.Ez furcht ein solchir nicht dy toren.Daz gibt im got in sin iaren.
Der glicht sich wol den furstin,
Di der werlt ere durstin.Dy gab het nit Neklam.Er waz wijs vnd vortsam,Doch beschirmpt er daz lant.
Er wont, daz im wurt bekant
Vrleug, als noch oft geschit,Wen daz houbt ist ein wicht.In allin gelidirn ist kein craft,
Du waz mit dem daz lant behaftEs bekant Neclam der knab,Daz herczog Wlatizlab,Der do schon waz
Vnd czu Sacz sas,
Der behilt czwen stritGegin den Pragern wit.Ez sas czu WlatislabVnd forchte dy vient dar ab.
Dy selbe stat pauwit er
Vnd obir ir ein purk her.Czuschin Przieweg vnd LobistenStunt dy selb stad allein.Si het Wladislabs nomen,
Der er allir peste czom.
[18.] Wlatizlab czoch in ein heruart,Di er do nit lengir spart,Da von ich wundirliche sage.Al leut hiez her by tage,
Daz si hunde soldin furen,
Mit in dy vogil ouch erpurenAlczu mal in das herVnd dy czu mal nach siner gerSpeistin von der lut as,
Dar nach si dy Prager bas
Hettin vbir wundinCzu den selbin stundin,Wen si wern al irslagin.Er wont, daz es in sinen tagin
Ein solch ende nemen solt.
Abir got wil andirs wolt,Wan er daz itil lob virsmehit,Daz er sinem rum echt,Den er schir het abgescheidin
Vnd begunde in ser czu leidin.
Wi herczog NeclamKurczlich dar noch rat nam.
Neclam daz irhort,Er dez nicht lengir spart,
Er wolt czu hant vlihin
Vnd trost nicht gesehinVnder sin vient.Er ruft dem Stammir seint,Gar ein kun man,
Der kunde wislich ratin dann.
Mit dem herczogin do begundeRat nemen czu der stunde,Wy er dy Lamiter mochte vbirgenVnd in vride mit en besten.
Er sprach: es ist beste lauf,
Etwas gebe wir in vffVon vnsirn landen,E wir werdin czu schandenVnd si zcu vientin habin,
E das ouch dy rabin
Vreszin vnsir aller as.Dis ist bezzir vil, dan dasWir wurdin ouch den hundinNach des stritis stunden
Czu frezzin gegebin.
Es ist bezzir, das wir lebin,Dan daz si vns also intsaginVnd werden alle irslagin.
Wi dem herczog vf der vart
Der kun Stir geantwurt hat.
Schir sprach vir vol:Das wuste ich lange wol,Ob ich dir czu disim czil
Wurde antwurtin czu vilVnd ob wir en ouch dar an virtragin,Wir tun der schadin in den tagin.Vns selbir tu wir schande.
Dis si vns sint bekante
Vur vient in diszin lant.Des mocht wir czu hantVns mit den selbin recht rechin.Ich wil ez vir war sprechin,
Der herczog mocht dar nach habin
Gedacht, daz boze ist czu vragin.Den blodir von dem kunen rat,Ob er do nicht so drotHette rat von im genomen
Vnd hette nach sinem vromen
Ein blodin ratmanDa sin sach kunt getan,Der ouch forchtsam wer gewesin.Do mit trawit her haben genesin.
Der kun ouch Schir kunlich rit.
Dar an geviel im nicht sin sit.Du sprach der Schir:Mach mir vil schirNach minem lebin ein grab,
Also das ich sech den Chuab.
Mit den LamiternWil ich striten gernVnd do vf der weitinDen tod gern beidin.
Der herczog globt Schir das grab im bereitin.
Schir globt vur den herczogin stritin.Merk, was leude das gewesin sint,Wan man er gar wenig vint,Dy nicht achtin nur daz allein
Pfenninge in dem bigurtil sin.
Daz sich in nur ir erbe mer,Abir dy hetin nicht der richtum ger.Si suchtin nur ein gutin nomen
Vnd en gut gedechtnisse mit fromen.
Wi dem Stir ein vetil rit,E in der strit virschired.
[19.] Do Schir mit den Pragern hatte gesampt
Gen den Lantmitern ein vil ebin gampt
Vn do er by einem grabin waz,Ein vetel ubir schremut saz.Wert er nit minem rat kisin,Er wert den syk virlisin.
Reidit dort vbir den brunin hen
Vnd ofpirt den abgotin ein eselen,Ewir iklich ot esse ir etiswasVnd da von wizze daz,Daz du Wlatislab gevangin noctist
Vnd al sin leut totest.
Wi ein vetil ser vnd merDem Straka rit in den ander her.
In Lantmitner gegent ouch ein vetil saz,Der enikel Straka genant was.
Dy vetil dem enickel gebot
Vnde sprach: ich wezzt wol vor ewer not.Ach we vnd we vch armen!Ir siet nohe virtorbin.Vch irczurnent dy abgotir.
Ir kompt czu schir noten drotir.
Davon kompt ir nimmer.Vnd der Lantniter herczog ein recht wimmerWirt irn herczog lazenVnd dy gepurt wirt furbas nicht irsten.
Wie die vetel als halt
Larte ir enyckel als balt.Son, wan du gest inder reitunden strit,Der erst, der dir do irgen rit,
Dem ste vnd gib im mit dem sperEin cleinen stich, nicht mer!Schade im an dem lebin nicht!Beide oren mach im czu nicht
Vnd laz nicht, du behaldis si!
Ich sage dir nach wy,Wen du si in din hus pringest,Czu hant du dinen vient vindest.Vur daz ros mache ein sulich czeichen,
Dem sich in notin nit mag geglichin,
Daz czeichin † ist ein cruce gesprochin.Wer sin spotte, der muoze dar vmb sochin.Dy Lantmitern sint den Pragern gebin.Dar vmb virlizin si ir lebin.
Ir roz werdin ouch gebundin
Vnd vermugst den hundin.Du alein entges dem todeHalt, ob dir wirt vlihins not.Du salt dich nit czu vlihin schemin,
Vb dy vient vbir dich kemen.
Aus dissir not czil drotVnde intpfluch dem tot!
Wi den LamitnernMiszlank gein den Pragern.
[20.] Wen dy her zcu Tschirncicz vf dy vient
Wern gesampt czu herin stritDez morgins vs gein obint,Wlatislab stunt stritint.Doch gar Schir czu em kam
Herczog Wlatislab sich ken em nom.
Ez irgink ubil den Lamitner.Schir slug Wlatislabum daz houbt ab vil gern.Den Pragern mochtin dy Lamitern nit intken,Si slugin si, das si plutis hin runnen.
Wi dem Stratka geschach,Du er do heim sin husfrowin sach.
Avs allin Lantmitern einer hin quom,Der waz Straka gnant mit dem nom.
Em ein vetil den rat gab,
Do er erkangin waz dem grab,Als schir ir quam czu sinem hus,Er sach einen grozen gruz.An dem tod lag sin wip,
Vnd waz si begreif, daz czu reis er lip.
Er sach, daz si was serVirwunt mit einem sper.Di er bekant, do er reit,Von em geschen in dem streit,
Des virwundirt er sich
Vnd sprach: mid dem so wil ichMich virsehen stete.Er sach, das si nicht oren hette,Wan er si in der tauschin trug.
Er habte si czu dem houbte mit fug.
Do er si czugefugit hette,Er sprach: min hercze, nv gloubet,Daz min wip ist gein mir gerittinVnd mich wolde habin bestrittin.
Sunder hat si daz getan gern,
Wan si vndir den PragernHait gehat freinde man,Dar an si wenig gewan.Der das nicht wil gloubin,
Der kom czu sent Vit vf den oder taugin.
Do stet es in dem crucegangeGeschribin gar lange.Er vint do, daz ich habe geretVon der worheit, nicht von bet.
Schir was dem Behem holt
Durch sin from tad, als ir solt.Des Schirkons man noch gedenkit,
Wan dy bozin sint czu dem namen gesenkt.
Von Wladizlab dez herczogen sun,Der dem During bevaln wart an frun.
[21.] Neclam sich Lamitern geugt vnderwant.
Er vorchte Wladizlabs gesint czu hant,
Wen er het gehort czu maszin,Daz er einen iungin sun het gelazin.Er vorschte von sin libistin,Einer wiste eme ein bozin cristin,
Der waz ein bozir Durink,
Der solt sin pflegin mit sinem dink.Er sprach: gedenke an sin vatir den man,Der dir vil gutis hat getan.Dar vmb behalt erlich dinen furstin!
Laz dich nach sinem sun durstin!
Vbir PostolopirtensemBis ein richtir genem!Das kint was chon in der iugintVnd hatte czu hant czucht vnd erber tugint.
Do lokte em der Doring virlucht,
Als der fochz den luten tut.Von sinen furstin ticht er vntrw,Dy wirt im dort alle tag new,Vnd wy er en mochte virderbin
Vnd herschin in sinem erbe.
Wi der Durink vnd vnwizFurt daz kint vf ein yz.
Der Durink sach ein ys.Er wysit das kint vil lis
Vnd furte es czu den vischin
Vnde sprach czu im sten:Sich, furstel, wy dy visch genVnd wundirlich sich wendin!Du es dy wische schawit
Vnd dy chnie gepraucht,Das houbt es nider hilt.De Durink ez im von dem libe spilt.Er half im in daz grab
Vnde slug im sin houbt ab.
Wi der Düring an einem tagBracht des kindes houbt zcu Prag.
Der During an alle vrageTrug daz houbt czu Prage.
Er wolde ein koletsch habin
Vnd begunde in tusche vragin,Ob der furst dar heim were,Er wolde im kundigin gut mer.Sin truwe er lobt vnd sprach:
Ich bin dem herczogin getrw gewesin lange tag.
Dor vmb waz ich em allewege lip.Er sprach: ich wil dir sin getrw vnd dine wip.Sundir wan ich han gehort,Wer in dem haus den schadin bewart,
Der lezt vs der funkin nicht ein koln wern.
Do nam er vs dem vchsen das houbt sines heren,Als ir im het abgeslan,Noch also plutigs in iungin tagin.Sich Wlatislabs suns houbit!
Durch den werstu dines lebins beroubt,
Wer er komen czu siner mans craft.Vil Beheim wern von im behaftDa von lon dins kindes verterber zcu hant!Gib mir Postolopertin dy gegent gnant!
Wi der herczog antwurt dem During
Vnd wie im irgingin sine dink.
Du der herczog sin red irhord,Dem bozin er nicht lenger sport,Er hies en veste bindin
Vnd mid dem tode vberwindenVnde sprach: ich gebot der nicht, daz du en soldes totin,Sunder daz du werst bi im in notin.Ich sehe iczund wol,
Das ez dir nicht wol irgen sol.
Ez ist glich einem toren,Der ein frund gebornIrkuset czu gutin dingin.Ich gebot sin pflegin mit sinnen:
Wor vm tarstu den hals einem furstin
Virhawin vnd sin plud turstin?
Wi der herczog gab dem Durink furDrier hand tot wilkur.
Neklam sprach: ich wil in vchin her,
Er tu nach mines herczin ger.
Du must dich hahin mit diner hantAdir dich selbin irstechin czu hantAdir vf dem vels steinVnde czu rucke springin
Vnd dir daz houbt prechin.
Do mid wil ich daz kint rechin.Der Durink sach czu spat,Daz sin nicht mochte werdin rat.Er irkos im daz hohin.
Do der Durink von der pruk wolde gan,
Er sprach: ach wy einen bozin radHab ich gehabt czu diszir tad!Ich hofte erbe habin in BeminVnd muz iczund lazin das lebin min.
An einem holcze muz ich hangin
(Da von muz mich immer plangin),Hahen bi Prage vf einem acker her.Widir sines herczin gerDer boze Doring
An einer buchin sich irhink.
Von herczog HostinkVnd Dypoldin dem iungelink.
[22.] Neclam hette czwen sun iung,
Dem eldestin waz der nom Hostink,
Der iunge Dyepolt waz genant.Der nam czu sinem teil czu hantDy gegent Zlicenses bekant.Du wart Zliczko gnant.
Dar nach hies man den kraiz Kurimer.
Du virschied Neclam der her.Hostink sin sun mit walQuam vf des vatirs sal.Czu der czijt ez geschach,
Das man einen erstin sach
Vs Wlatislabs geslecht.Leua hiez er von recht.Der begunde volk czu samenVnd wolde Lamitern herczogtum han imphangin.
Er bawte nach den bestin
Vb dem hoin berge ein vestin.Er betwang dy von PrageCzu grozin notin vnd clage.Er legit vor dy pork sin her,
Daz si se gwunen mit hunger.
Leua gein en vs ginkMit den Pragirn quam ir in den rink.Do dy Lanttirn er ergistes san,Si woldin vor den Pragern vffe dy bork habin gegan,
Vnd do si san ir weis vrowen,
Si woldin se mit gespot schawen.Si slugin sich selbin in dy scham.Si hettin es irn mannen mit verzam.Si schrien mit growen sinne:
Kumpt hir inne!Von den Pragern virborgit vch hi!Durch der schem willin siWider kern begundin
Vnd dy Prager vbir wundin.
O ir wiesse vrawin, erber tier,Von wan kom vch der rot also schir,Do mit ir euch vor schandin habt gewertVnd dy man von dem tode irnert?
Ir het iz villeichte gehort,
Daz dy frowin von Maydlant dortTyto dem konige daz selbe toten.Durch einen solhin lernit bosheit satinHis man Klepa dy vestin.
Dar vf sazzin dy bestin,
Bis man si vir wandelt.Wlatislabs erbe si habin gehandelt.Si erkennent sich mit dem schilt.Si tragin in golt czwen adlar gepilt,
Dy adlarn mit dem nom,
Herczog Wlatislabs mit dem lamp.
Von herczog WorziwoioDem erstin cristin hor aldo.
[23.] Herczog Hostink virschied dar nach
Mit des todes swern rach.
Borziwoy kam vf den sal.Swathopluk waz koning in Merhern vber al.Der herczog czu Bemin im dinen muste.Czu einer czijt herczog Borziwingt
Vf des koniges hof gink.
Der konig tet im ein schentlich dink.Er hies en mit gutin wiczinHinder den tisch vf dy erdin siczin.Er sprach: du solt daz wiszin,
Daz ein heide nicht gelicht eim christin.
Sicze mit den hundin! daz czimpt dich,
Nicht ein herczog, sunder ein tumbiz wicht!Du furchtiz nit dinen schefper,Du erst ein iclichin vogil vil mer.Der herczog sich schemet, du ir horte.
Vnd als schir ez noch dem tisch wort,
Herczog Worziwous gert der tauf hernVon konig Swathopluk czu Merhern.Gar gern, do ir sein bat,Sprach der erste bischof czu Welrat.
Der bischof waz Rupertus gnant.
Der sang eine windisse messe czu hant.Er toufte czu Welrad den erstin Bemin,Den erborn Worziwoum mit dem nomNach Crist gebort acht hundert iar,
Dar nach in dem vier vndczwenczistin iar,
Herczog Worziwous alsoVir wandelt sin lebin doVnd versmehit dy werlt alsoVnd kart sich czu der andacht.
Vel almusin er macht.
Er bawet ouch gotis huser.Grecz dy erste kirchin stift er,Dy andern kirchin vnsir frawin vil hernVber Prage by dem tor
Czu hant an dem wege do vor.
Wi Mehern waz ein konigrichVnd Behem einem herczogtum glichVnd Mehern nach der selbin vristCzu Behem ge eignit ist.
[24.] Hy muz ich ein wenig gein
In dy Merheschin cronikin,Daz ich min rede muoge gesickin,Wy ein cron wolt vs Merhern blickin.Ich sage dir, wy daz lant
Czu Bemen eigintlich ist gnant.
Der koning von Merhern het en wib,
Des keisirs sweistir leit virtreib,Dem waz er gar czu swer.Dar vmb gink der keiserGein im vs ganczim neit.
Do streit der konig mit deme keisir einen strit.
Leidir der koning wart vmb geslagin.Er wart gegin Welrad widir iagin.Der kreiz gink in daz rich.Der herczog macht sich einem einsidel glich.
Er sprach: ich wil liber in dy wustunge gen,
Wan sich ein koning vnd ich mit vientin iagin.Darvmb er wonit in dem walde.Er grub mid den einsideln baldeMit einer houwin steticlichin.
Nach sibin iaren den koning rich
Mit einem langin bartGienk vor des kaisirs rat.Er begunde vf den kaisir claginVnd sprach: furste, geruch mir czu sagin,
Er habt mir myn wip czu vnrechte genomen.
Si ist noch in sinem hof mid fromen.Der keisir spottete der red.Wez der munik iach, der kaiser lachit.Der munich begunde sprechin:
Wil er daz mit sinem swert rechin?
Di furstin des konigis nit kantin.Si antwurtin im doch czu hantin:Sint du kegin dem keiser so tarst redin,So must du es mit dem swert bewerin.
Der monich nam der rede ein tag.
Der keiser furt sin verrater gein im trag.Der verrater gink singin in den creiz.Er hatte kein trachtunge vf den greiz.Der mvnich ein kamfp swert hilt.
Er teilte den verretir mit einandir sin schilt.
Der keisir rufte dem konige in sinen hof.
Er bat vnd czu im noch gnadin lof.Der koning Swatopluk wart sich nennenVnd gab dem keisir czu irkennen.Der keiser begunde sin allez veriehen glich.
Er gab im sin wib vnd daz konigrich.
Er gab im al vrivng in MerhernVnd waz er Vngernlant mocht bewern.Er gab is em czu sinem lant eigintlich.Swatopluks husfrowe starb kurczlich.
Du nam der koning ein herfart
Gein Vngirlant dy Vngirn denDen koning vbir wundin.Der konig lud den herczogin von Bemin.Er intweich im von dem rich mit nom.
Dy Vnger en aber vber wundin
Vnd der Merhern vil irslugin.Der konig begunde sich ser czu schemen.Er torst vor schemen nit czu den sin komen.Dar vmb gink er in dy wust drot,
Do was er biz an sinen tot.
Noch hute singint dy swarczin monichDo selbist messe tagelich.Daz selb clostir in VngerlantIst Swawors genant.
Von sent Wenczlas rat,
Den ir hi vor getan hat.
[25.] Worziwoius dar nach virschietVon hin czu dem ewigin licht.Nach im Swibinolbal
Quam vf sines vatirs sal.
Der was des libis stark.In siner blundin iugint irstarb.Er liez sinen bruder herczog Wratislaum.Der nam czu wip ein kint eines grebin,
Von Behem Chodor gnant.
Si hiez Drahomris vs fatirlant.
Dy selbe herczoginneDy was ein heidinne.Czwen schon sone er got gab.Der eltir hiz Bolczlab,
Der was gar ein schoner knabe,
Vnd der iungir Wenczlabe,Von dem man vil tugint las,Dar vmb er en allin lip was,Vnd wart herczog nach sinem vater begrabin.
Si gabin Bolczlabs den Bolczlabin.
Abir herczog Wenczlab noch iung wazVnd daz lant nit mocht beschirmen baz.Bimacht man im sante Ludimilin,Gode vnd aln lutin lib nach willin.
Si waz Worziwoius husfrowe
Vnd dez grebin tochtir Psowo.Di gegent, dy man do Psow hiez,Den nam Melnik man ir czu stiz,Wan von Melnig ein veste waz,
Der nam Psow, den man laz,
Vnd vndir stad vloz en bach,Dez nom waz Psowa.Der herczogin LudimilinWaz Drahomirz vient gar stilin,
Wan si selbir richin wolde.
Si lud zcwen vf soltChunir vnd Komonie gnant,Den lobte si silbir vn cleinod czu hant,Daz si Ludimilin dez lebin beroubtin
Vnd si heimilich mit dem tod taubtin.
Si woldin der herczogin gevallinVnd globtin ez czu tun mit schallin.[26.] Sand Ludmiln dez herczogin pflegerinn waz.Su Tichtin si mid dem hofe saz,
Wan der hoik gein Ludmiln
Got vnd den lutin lip vnd stillin.Einerlay cristin kinderTetin czu wiszin k hinder,
Wez Drahowis gedacht het,War vmb si ouch dy czwen bete.Daz wart sant Ludmiln kunt,Waz Drahomrs willin het czu der stunt.
Si begunde sich nehin czu dem tode.
Czu geldin si von erst gebot,Do sy der andacht waz so richVnd den tod begert so willeclich.Chunir vnd Komoney quomen dar.
Si saczten sich vor den hof ver war.
Du dy herczogin daz irsach,Daz si irem lebin gingin nach,Si hiz si fur sich genVnd von hehil irs iclichin
Vragt si vnd sinem lebin
En hiez si ir notdorft gebin.Des selbin tagis si begundeCzu pichtin ir sunde.Si pauwit gar andeclich
Mit dem tod daz himelrich.
Dez nachtiz dy schelke mid iren sinBrachtin dy kamnirn ober dy herczogin.Mit eime sleuer in grymmeVorgeuten si die heilge hirczogin.
Also gab sich mit sel vnd lib
Dem tufil daz heidnisze wibVnde santen sant LudmilnCzu got nach irm wiln.
Wi Drahomirs sam
Sent Wenczlab czu pflege nam.
[27.] Drahomirs sich underwantIrs sones alezu gehant.Si vragt dy weisin vme daz rechte,Wer das lant beschermen töchte.
Du si es irfundin hette,
Si gabin er czu einem rechte,
Daz si irn son lartVnd dy wil daz lant bewart,Bis der herczog quam czu sin taginVnd dy pürden mochte getragin.
Wi Drahomirs di Cristin eht
Vnd dy pafheit versmed.
Drahomirs begunt dy heidin merenVnd dy paffin vs dem lant kerin.Vnd wo si einen paffin vant
Odir wer ein Cristin vberwant,
Dem zam nicht czu lebin.Dy bosheit waz ir gegebin,Daz si dy heidin mert vber dy Cristin wit.Czu Prage hettin si einen solhin strit,
Biz da von plutige beche runnen.
Czu beider sit der irslagin vil funden.Daz sach si gerne vnd sprach:Dar an gan ich minen heidin der rach,Daz dy Christin wern geminnert
Vnde ir craft gehindirt.
Wi sancte Wenczlab in siner iugintVbte manige grosze tugint.
Du herczog Wenclab czu iarn quam,Von siner mutir er sich nam:
Muterlein, sicz in diner morgin gabe!
Mir gehort zcu des landes habe.Er begunde richtin daz lant.Dy gotis husir hiz er vf tun czu hantVnde dy pafheit quam wider in dy lant,
Dy sin mutir het virsant.
Gotis czier er merte.Der vudit kinder er kouffin begert,Dy er taufin bat.Czu der messe buch er selber oblat.
Er trug des nachtis vil baldeDen witibin holcz vs dem walde.Er gink des nachtiz parfuzCzu kirchin der vil suzze
Bis an den weg, do in an
Daz blut von den fuzin ran.Er hatte ny kein wibVnd an der kinder stad weisin lib.Er trug den saltir wege vnd stege
Vnder dem arm czu pflege
Vnde alle sin kemererLart er den saltir.Der kemerer einer vor im lag.Dem czouch er sin schuch ab
Vnd wischit si gar schone.
Im waz Podwein der nam.Der selbe sluch ouch in der andachtDen herczog in der andacht.
Wi herczog Wratislab von der gegent Zlicensi
Sin strit mit sancte Wenczlab ergi.
[28.] Herczog Wlatislab dar nachVon Zlicensi der gegent sach,Daz herczog Wenczlab waz tumidigVnd wander dorst nit gewern sich.
Er begund em daz lant verwustin
Vnd sin leit groblich czu durstin.En betwank sin torheit also,Daz er dy gegent SliczkoVs bracht mit her
so Vnd er kriget Sikomer
Vnd herczog Wenczlab mid schadin.Do selbst zcu LadenHerczog Zlicensis awiczt dar an.Ein iclichir sol wiszin vnd nit wen,
Daz dy dymotikeit zaichenlich bi stat
Gancze tat vnd dimitige red.
Der blod kan mir nit vbil redinVnde der kun sich in den notin weren.Daz hat sent WenczlabDer vil edel chnab
Von nu wol gewist,
Du in larte der heiligir geist.Du er bot ein heruartVnd von Prage waz vf der wart,Herczog Zlicensis kom czu im uf dy weit.
Herczog Wenczlab gedochte an den strit.
Er begunde WlatislabenMit einem botin sagin:Wer nucz vnd ere wil beitin,Dem czimpt wol czu stritin.
Sich, daz ist min rat,
Das wir czwen mit der tadVns an einander slahin,Vnd laz wyr die her nicht ganVnd in den strit komen.
Vnd wer vndir vns neme den fromen
Vnd an dem kampe gesige,Dem der andir vndirlige,Der schaf mit beidin herczogtumenAllin sinen vromen!
Laz wir dem her gepitin,
Daz si beidir sit stille stenVnd behelfin mer noch der:Vratislab virwundirt sich ser.Er must den schanden angesigin
Vnd der rede vndirligin.
Vor schandin wer er wol genesin,Ob er czu Zliczko wer gewesinVnd wer intgangin der notVnd den her his blod.
Dy herczogen vs ern bitin
Gingin beide czu stritin.
Nu hor, wi si der almechtige gotWunderlich virsundt.
Du Vratislab nohe was,By sent Wenczlab er sach das,
Er hacte ein guldin ring an der stirne
Vnd in beidir sit czwen engil furne.Du das Vratislab ersach,Vor dem herczog von Behem er irschrag.Von dem ros stunt Vratislab
Vf gnad czu sante Wenczeslab.
Er nam en czu gnadinVnd suchte nit sin schadinVnd sprach: laz mir daz min!Hab nuk an dem din!
Ein wil er mit em bleib
Vnd czu Sikomrz dy wil virtreibMit em er sich gehuldigt.Den vntugindin ergen gesigt.
Wi sancte Wenslab an der romvart
Von dem keisir inphangen wart.
[29.] Der keisir czu siner notDen furstin czu hof gepot.Herczog Wenczlab solt ouch dar varn,Do di furstin gesampt warn.
Laider herczog Wenczlab
Waz czu lange herab.Dez betraubte sich der keisir.Dikke lud er yn mit grozir ger.Dar nach gebot er daz,
Wer dem herczogin czu Behem do
Er sag wolt enkegin vf stenOdir von siner stat gen,Mit dem solt man vrteil an ganVnd daz houbt abslan,
Sin kinder ouch virderbin
Vnd an alle widir red trebin vz den erbin.Du der keisir mit den furstinDaz recht mit rad wolde durstin,Er richt manigerley sach
Beide groz vnd swach.
Der herczog von Bemin hin infuztVnd dy furstin alle gruzt.Der keisir czu vfsten waz bereitMit snellir wirdikeit.
Er saczt en vf sin stul sider
Vnd gebot den furstin widir,Daz si by em sezzinVnd der red vergezzin.Dar nach der keisir mit bet
Gegin den furstin entret.
Er sprach: es mochte anders nit sin.Ich sach an siner stern ein cruce guldin.Da von em must gelingen.Gotis engil mit em gingin.
Di mich ser bedrotin,
Ich torst mich nit mid vch beratinNoch mich lengir suomen.Ich must sin vast gumen.
Wi sancte Vits heiltum
Von erst her czu Prag kam.
Der keisir begunde den herczog bitin,Daz er gerucht sin vrunt sinVnde neme von sinen cleinotin, was er wolt.Im waz libir, dan daz golt,
Vnd het ez fur daz peste,
Er nam sent Vits arm czu geste,Den er dar nach in Bemin zcirtVnde macht im czu wirt,Der durch got mit sitin
Groz martir hat erlitten.
Der kemrer czu der selbin czijt
Behem vor allin dinst vreit.Der herczoge stift ein chirchin,Der sent Vit waz wol wirdich,Dort obir Prage,
Do er selbir hat ein grab,
Daz er en werdekliche behilteVnde sin rich do mit zcirte.
Wi der bose BolezlabIrslug sente Wenczlab.
[30.] Sin brudir Boleslab
Begunde hazzin sent Wenczlab.Er gedachte, wi er mochteDaz lant gewinnen vnde im tochte,Er mocht em anders nit geschadin.
Hinczu dem Boleslabs wolt er enladin
Czu einer wirtschaft.Mit dem tufil waz er behaft.Er sprach, daz er soldeSin sun toufin, als ir wolde.
Er hette eine groze bosheit
Mit lugin in sin hercze bereit.Du herczog Wenczlab der gutBy dem brudir also ruotEin gesatilts roz von got
Sich im oppirt an spot.
Es sprach zcu im von not:Sicz vf mich vnd fluch drot!Du beides ein groz ubil so vil.Virderbin dich din brudir wil,
Daz er herczoge moge selber sin.
Em antwurt der herczog fin:Wofin, daz weiz ich wol.Den trwen ich dankin sol.Abir ich han nu gnuk gelebit
Vnde min sele nach got gestrebit,
Sint ich got dem richin
Nit anders mag gedeichin.Ich wil den tod beitinVnd nit vnder ritin.Trink wir dan kelich gern
In sante Michels ern!
Der bringit vns in daz himelrich,Vnd ir maint den kelich,Von dem gotis sun gerett hat.Mugit er vz dem kelich trinken sat,
Dez nv zcit ist,
Daz man in nu vs trinken czu dir vrist.Er nam vrlob nach der red.Do er si geendit het,Er sprach: ich sage vch daz,
Ich sehe vch nit mer furbaz.
Er gink in dy kirch zcu dem gebet,Das er treib vil stete.Du Boleslab mit den sinenHute sin des also fin
Vnd herczog Venczlab in dem gebet
Sinen brudir gesein het,Der erbern wirtschaf dankt er im.Du sprach Bolezlab in grim(Er zcoch vs der scheidin daz swert):
Brudir, ich dich gern erte,
Also din ich der an wider went.Hir wirt diner rede ein end.Obin vf daz houbt gab ir imEinen slag in grim.
Boleslab ein solich vorcht do bekant,
Daz er dy hende kume entrant.Doch slug er sent WenczlabMit dem swert ein or ab.Daz swert viel do czu hant
Vs dez Boleslabs hant.
Der heilig herczog nam du das swert.Er wart reden mit der vert.Brudir, sich her czu!
Ich mochte der tun ein sonnlichs wo,Abir min scheppir ist mir also lip,Dar vm ich der virgebeVnd dem blute vmb al werlt gar
Nicht virgiez! daz wisz vir war!
Er gab dem bruder daz swert widirVnd sprach: waz du hast angehabin sider,Daz geruch czu endin!Des wil ich nit virwendin.
Er kniet vf daz drischowel in der kirchin.
Boleslab furchte sich czu dem bruder czu gehin.Er begunde schrien vf dy lutVnd do si in durch sinen neitNicht woltin virderbin,
Dar vmb so wolte er sterbin.
Do er vf den drischowel kniet,Sin sel er kein got nu verschriet,Di er gote benat nv.Hnyewiz vnde sin brudir sprungin czu.
Si teiltin do selb von dem libe
Dy heilgin sel; do von ich schribe,Daz ez geschen istNach der gebort Ihesu CristAchte hundert vnd acht nunczig iar
In der worheit ane var.
Von Bolezlabin dem lastirwernVnd sin helfern schantbern.
Dar vmb wont der Boleslabs stillinEin wirtschaf durch der touf villin.
Den son durch dy geschicht
Hiez er Soroquas vnd anders nicht,Wan dy an dem tode schuldig warin,Den must ez vil vbil widir varin.Hnyewiz zcu trett ein roz vf erdin.
Sin brudir muste muselsuchtig werdin.Er geslecht al czu malHatte boze suchte an czal.Er etlich tobint alle iar.
[31.] Du sant Wenczlab waz virvarn gar,
Boleslab sin brudir herczog waz.Der keisir nam rach des selbin iars.Vmb sant WenczlabinGink er vf herczogin Boleslabin.
Boleslab begunde im hin kegin gen,
Abir vor sundin mochte ez im nit wol gen.Der keisir dy Bemin in einem strid obir want.Du macht ir dintshaftig daz lant.Er gebot dem herczogin an sin hof
Czu dem fewer haldin den topff.
Daz solde sin ampt sin gwesin.Do mid wer er genesin.
Die zceichin sent Wenczlabs czukunftSullin der hir werdin kunt.
Got wolde sente Wenczlabs ere merin.
Durch en teid er groz zceichin vf erdin.Daz sach Boleslab wol,Daz nimant widir got mak noch sol.Er wart an sent Wenczlabs selikeit gloubin.
Er hiez en gen Proge furen tougen
Vnd in sent Wenczlabs kirchin begrabin.Du si den heiligin czu Prage woldin tragin,An zcwen stetin mochtin si in nit rurin.Czwey wazzir an pruk vnde sif sy obir furin.
Dy gevangin in einem kerchir sach man ledig varin
Vnd alle sin wundin geheilt warn.Nach saen si eine wundin, als si new wer,Dy der vnguticher het getan sinem brudir,Vnd mit dem zceichin zcach er sin.
Daz or waz ouch nit da by,
Daz er im het abgeslagin.
Abir dy sweistir sent WenczlabinDy waz Prizuvlawa gnant,Dy heilige iungfrow dem herczogen bekant.Si sprach: von mines brudirs taugen waz ich iczund,
Dy er mir machte kunt,
Daz daz heilig or mit der vristCzuschin tor vnd want geligin ist,Dort da daz vbil uerk geschach.Du man daz or irsach,
Man fugt ez czum houbt zcu hant.
Ez erczite sich selbir al czu hant,Daz si alle wundir nam,Als got vnd im wol geczam.
Ein zceichin sent Wenczlab bet,
Do en ein pristir vm bat.
Du sach man ein pristir innen,Der bat mit grozin weinen,Daz im der vil gutSines lichams mit teiln gerucht.
Er globit im deste andechtlichir
Czu dinen von sines herczin ger.Czu hant viel en nal ab ver dy vorheit,Den nam er mit groszir edimidikeit.Alle, dy do warn, god lob gabin,
Du si den heilgin lichnam woltin begrabin.
Wez Bolezlab zcu der stuntSend Wenczlabs bruder begunt.
Boleslab pruft sin bosheit stillin.Er machte durch siner sel wiln
Sdrahussum sinen sun
Ein monich czu siner lun.Abir het ir nit ein ander buz.Em ist sines sons heileket nit gewesin suz.Boleslab gebot den lantherin
Dy stad czum Boleslabs czu merin.Dar vbir namen si rad vnder in.Si widirsaitin im mit irin cleinen gwin.Der herczog antwurtit irem botin:
We dir, du wirst mit mir in notin.
Er slug im selbir daz houbt abVnd warf ez plutig czu dem grab.Czu hant sprank er vf ein stok.Er begunde redin noch:
Wer wil sich widir seczin,
Den wil min here lecczin?Dy lanthern demutigintin sich gein dem herczogenVnd mustin den Boleslabin mauren doch.
Von dem mildin Bolezlabin
Wil ich dise red irhebin.
[32.] Bolezlab der graulich gink dar na ab.Du richte sin sun der milde Boleslab.Ez quam von einem bozin ein heiligirVnd ein gut gabe von einer gruolichir.
Czwenczig kirchin in Bemin er gestiftit hat.
Er pauwit dy iungin Boleslabs stat.Groz almuszin machit erVnd erwert dy cristinheit gar ser.Er hette ein sweistir, dy hiz Mladach,
Dy gotis zcir vnd er gern sach.
Dy lad sich gein Rom czu der furstin sampnunge.Do erwarb si czu Prage das bistum.Si brachte sent Benedictes orden czu Behem.Si samte vil iuncfrouwin czu sent Jurgin.
Der erste bischof ein monich waz vs Sazzin lant
Vnd waz Ditmar gnant.
Vil al gotis knechtSand Albrecht.
Sand Woyczech waz ouch ein monich.
Sin vatir der hiz Schlauich,Sin mutir hiez Struzlawa.Slavonik waz von Zlicensi der piet da.Des herczogen swager
Czu Lubici mit dem hof lag er.
Dez sun waz der bischof sent Woyczech.Sundir tracht er nit of ere noh waz vrech.Er wolt dem monich SdrachwassoVon dem bistum gewechin do,
Abir Sdrachwas ez czu nemen wedir ret.
Du sprach sent Woyczech vf der sted:Sunder, ich weiz wol, du wilt nit nvEre entphan, so duHir noch woldis gern.
Si wirt sich von der verrin.
Der bischof hecte gedingin,Er wolt das volk von heidnisze gwonheitin bringinVnd mit cristelichinCzu got bringin dem richin,
Daz si an dy rechtin e tretin
Vnde czu den heilgin bigraft hetinVnd an dem suntage nit koufsaczis pfleginNoch dy leut mit eigin wegin.Du der bischof sinen zartin
Nicht mochte vs geritin sinen gartin,
Du must er daz gancze lantBundigin in den ban czu hant.Er gink dar nach kein RomVnd Sdradwaz vf das pistum sich nam
Widir allin sinen willin.
Do si in weichtin in der stillinVnde dy pristir vmb en sazzin,Der tufil quam in Sdrachwazzin.Als lang er het dy sel in dem lip,
Sin will er mit im virtreip.
Dar nach sent Woyczeg quamHer widir von Rom.Er liez daz lant vz dem ban
Vnd gink bredigin hin czu Polan.Abir du daz lant in den ban quam,Er czu Pruszin sich nom.Er gink von dan inder marter cron
Czu got in des himels tron
Nach sinem virdintin lonVnd lobit got in einem don.Nach Crist gebort geschach ez zcwarNunhundert vnd sechs vnd nunczig iar.
Sines todes zceich der kaisir dy Bemin.
Er macht wedir si czu bischof Thekdalen.
Abir von herczog Bolezlabin dem milden,Wi er Polan betwungin had sundir schildin.
Herczog Bolezlab dinte vlisliche gode,
Dar vmb ez im wol gink in notin.
Die Polan er vbirwant mit grawVnde er krigit daz lant czu Cracow.Vf Cracow saczte er sine warit,Dy andirn vestin mit Behem bewart,
Wan er was ein groszir vrey,
Da von het er ere vnd was rich.
Von Bolezlabin dem kargin manDer verlorn hat daz lant czu Polan.
[33.] Du der edel Boleslab
Vnd helig waz gegangin ab,
Noch im der karge BoleslabDen Behem nit kost czu Polan gab.Dar vmb verlonz er BolanSin ere vnd lut mit nam.
Dy Polan gwunnen dy vestin
Gein den romschin gestin.Was Bemin do blebin warn,Dy totin si in iren scharn.Czu polan gink Bolezlab.
Do nam er vrid mit schadin ab.
Wi der karge BolezlabCzu Polan gebendit wart.
Meska czu Polan der herczog lut
Czu einer wirtschaff den herczog gut
In rechtin vrid wolde er sich rechinVnd hiez im dy ougin vsbreichin.Sich, wor czu solche karkeit nucze sy!Er ist ein tor, der sich der wisheit fugt by.
Der herczog von Bemin
Suchte ein fromdes mal czu schain.Em begeinte sin vngeluckeVon den Polan vff sinem rucke.
Von des blindin Bolezlabs sun,
Des erstin von Vlrich un.
Denselbin kauft MeskaVon dem keisir da.
Do gink herczog BoleslabVon groszin smerczin ab
Vnd Meska für mechtecklich
Dar nach in Bemin rich.Der blinde Bolezlab het zcwen sone zcart,Der eldistir Vlrich geheiszin wart,Der iungir hiz Iaromirt,
Vlrich by dem kaisir hoffirt,
Abir Meska hatte goldes vil.Er kauft in vom keiser vf en zcil.Dar vmb allez volk obir den keisir schrey.Iaromir waz noch nit da by,
Ydoch wolt er daz lant beschirmen gern.
Abir dy im daz soltin helfin wern,Dy achtin sin nit, als in czam,Sundir yclichir von em golt nam.In einem kerchir het Meska Vlrichin
Vnd martirt em mit dem hungir tagelichin.
Wi Kochan mit den Wrsouicensir gingVnd den andern bruder Iaromir ving.
[34.] Czcu der zcijt Wrzouicensir ein valschir cristin
Warn im lut dy metigistin.
Kochan si hettin für herin vndir in,Do si Meskam im lant sahn mechtig sin.Si namen einen tumbin ratVnd sprachin virsindin wir der furstin mit tad!
Geschit daz, so wirt vnsir slecht lant mer.
Wir werdin spiln mit den furstin noch ger,In dem schachawel vrolich.Wir werdin von irn gabin rich.Di fromde geborn herczog wern vns furchtin
Odir, ob wir wullin, so moge wer tun kunt
Vs vnsirn geslechte czu nemen ein herczog.Wulli wir, wer mogin sin noch an heren.Dar vmb laze wir der furstin sainNicht of komen noch wern zam.
Du daz Wrsouicensir retin,
Gar einen bozin rad si hetin.Villicht wustin si des nicht,Daz man dy furstin sichtTeil habin an den landen.
Dar vm ez eniklich wolt habin zcu handin.
Der keisir hette ez alliz in siner gwalt.Daz forchtin dy Worsouicensir iung vnd alt.Vnd irn herczogin IaromirumVingin si vf irn vrom.
Wi si an Iaromir suchtin irn frum
Vnd nit im schadin mochtin.
Sie furtin Iaromirum vf den bergCzu einer linden, do da sang ein lerche.Dar an si bundin ern herczogen.
Ach, wy ubil habin si ratis gepfloen!Si wurdin in scheiltin vil.Si schozzin czu im also czu dem zcil.Abir nimant sach daz,
Das der taufir sent Iohannes mit im was,
Der in hatte vbirhangin.In dem tuch dy schos gevanginWurden, daz si vernamNy trufin des furstin lichman.
Nu hor von einem iegir! Von czwen iegirn hor da,
Hrzeiwets vnd Howora!
Der herczog hatte zcwen iegir in dem wald,Einer Kriweiz, der andir Howora nit alt.Kriewecz hilt ez mit dem Vorsouicensern,
Howora waz getrw sinem herren.
Kriewecz den herczogen verrietVnd in allir meist mit der martir verschriet.Do Howora dy red irhort,Er sagte ez czu prage dem getrwen dort.
Si sprachin: wir wiszen nit, waz dar czu tun
Noch wohen gen vf dem from.Howora sprach: wan ich posunen,50 sampt vch czu komen!
Wi ein iegir
Dem andirn tet na siner ger.
Howora leite den Wrsouicensern.Hrewicz wiste vf en von verrinAls vf ein vngetruwen.Er sprach: ez muz mich ymner ruwin,
Daz er Howoram lizit lebin.
Si bodin in Hrzyemicz czu gebin.Howora begunde si czu pittin,Daz si in drystunt bosunnen lisin.Howora begund von erstin bosunen.
Nach dem sprach er mit raunen:Ach we mir vil armen!Des lebins ich bin verdorbin.Gevatir, einer trw hof ich czu dir.
Ich bevel der min kinder schir.
Do spottin sin dy Wrsouicensir.Dy Prager nahetin mit irm her.Si gebotin im, czum andern bosunen er solt,Den strik gebundin habin an dem hals dolt,
Den si im dar vf bundin.
Czu den seibin stundinHowora bosunte czu dem andern mal.Got bat vm dy sel gar an zcail.Er het ein gar lang pater noster,
Des im not was mit ganczir ger.
Hrsyewers sprach: o gevatir,Er sult so vil nit tutin mit dem pin.Du solt stille swiginVnd geruch hoch an dy leytern stigin!
Do er czv dem drittin mal bosunte,
Gar wit er vm sich gaunte.Mit steckin vnd mid stanginWarn dy Progir vzgeganginVnd schrien obir dy Wrsouicensir.
Du vlohin si gar ser.
Dy Prager viengin er etlich.Dy andern iagtin si durch den walt glich,Wan in waz nit wol czu mut,Wan vm ern hoen mut.
Kochan do nit zcellte,
Wy uil hüner er da heim hette,Wan er vnder ein vels sich swief,Vndir dy erdin begrub tif.Leidir der behilt sich doch
Von der eicheln lostin si den herczog.
Si czaichnitin dy stad,Do witin si ein altar drat.Si stiftin, als man sach,
Ein kirchin sent Iohannis do nach.
Wi der iegir ane vink,Daz er sin geseln irhink.
Howora begreif Hrewecz am vlin,
Vor den Pragern sach er en czin,
Vnd mit dem selben basteAn der selbin eichiln asteErhink er sinen gevatir.Di herrin danktin dem verratir
Vnd unter berg Militschin nahn
Enes dorfs si im erblich iahin.
Wi Kochan dem herczog von Poln rit,Daz er herczog Vlrich daz houbt verschrid.
[35.] Kochan kam abir wider zcu der zcit,
Er legte dy schuld vf den herczogen vor neit
Vnde sprach, er hat sines brudirs soen verratinVnde sin gevatir mit warin tatin.Er ist alliz vbels von vns wirdik.Kochan vant den rat sich,
Das er vnder furstin einen krich.
Er sprach: mein gewissen mich betugent,Si wern vns fur dinstleut czelent.Ob vnsir herczogen ymmer wellent,Si mogen vns nit geschadin.
Herczog Meska erkriet dy pruk czu Prage
Vnd daz gancz lant biz an Wischrad.In dem vrluge Kochan saz in gnad,Abir er riet den sinen heimelichCzu Meskan schaden dem rich.
Kochan czu Meskan herczog von Polan sprach:
Wilt du, herczog von Bemin, sin so gach,So slach Vlrico daz haubt ab von erst,Domit du dich in Behem leides irwerst.Noch habent etliche czu im hoffenunge,
Dar vmb si nicht achtin diner zcungen.Abir wenn er nit entwertVnsir hoffenunge dem nit entpirt.
Wi herczog Vlrich
Von dem toufer irledigt wart zceichlich.
Da Kochan daz Meskam kunt tat,Mit einem botin er gebot,Daz man Vlrico daz haubt ab sluge.Do Vlrich daz hort, daz man im wolde
Daz haubt also frü abslan,
Er wart czu gotis taufer mit bedin gan,Daz er en als sin brudirVz der fenknisze ledig vnd furder.Sent Iohannes brachte Vlricum zcu hant
Czvm Vlrichs in daz lant.
An der selbin stat stift herczog VirichSente Iohanns en kirchin rich.Wer zcum Vlrichs gewesin ist in der nehen,Der had sent Iohannes kirchin wol gesehin.
Du liz vnd schowe,
Wo von den nom had Sdrahow!
[36.] Czu dem herczogen samptin sich virstolnVnd namen sich für Prage virholn.Si hetin mit dem hirt ein morginsprache
Vnd gloubtin im vil gutis czu gebin dar nache.
Daiz er in Prage wolde verradin,Der herte gloubt daz czu statin.Er hiez si vor Sdrahow ritinVnde dy Polan czu hant beitin.
Obir wan si ander stat hette ein hut,
Dar vm gab man Sdrahow den nom nom gut.Dez morgens wolde der hirte vs tribin,Vff den portin begunde er ser schrien.Ez hiez in dy slagprug lazin nider
Vnd posunte mit ganczir kraft sider.Dy Pehem lifin vbir Prage,Dy Polan vluhin bi dem tage.Dy Pehem stundin mittin in der burg.
Dar vmb wan er wenig waz gnuk,
Viengin si der Polan nit.Etliche sich vmb sahin vor vorcht icht.Dy andern slifin sich nackit von der talnaig.Der herte uber si al schre vnd zaigt.
Dy Polan alle wantin,
Daz tusint hingist nach in rentin.
Ein bruder hiz dem andrn dy ougin vzbrechin,Vnd Kochan wolt sich an dem ein rechin.
Ulrich vertreib Meskam vs dem lant.
Kochan nam sich mit Wrsouicensern czu hant
Vnd machte sich dem herczogin trw an allin dingin.Herczog Iaromirum mit nichte gelinginEr gein im schuldigiteVnd sich domit gehuldigte.
Kochan reit Iaromirs als vil nach,
Daz czum iungistin der herczog sprach,Man solde dem bruder dy ougin vzbrechin.Iaromir begunde czu dem bruder sprechin:Brudir, daz weiz ich wol,
Du tust ez nit von der selbst vür vol,
Wan du mich zcu heist an nichte.Doch habe daz nit vor getichte,Daz der rock nit nehern ist,Dan als daz hemt, als du wol weist.
Der tumb verlust der frund von der warin tad.
Nicht ker dich an der Wrsouicensir rad,Wo du macht vir sine dy man!Dy rede horte den Kochan an.Er nam ein sper vnd gink vnder dy schiezstat
Vnd beite herczog Iaromirs an der stat,
Do er saz an der notdorf genczlich.
Er durchstach den vnschuldigen stentelich,Herczog Iaromirum den erbern,Des landes ein morginstern.
Von den ses brudern einsideln
Solt merkin, daz si sint edeln.
[37.] Czu der zcijt ses bruder vz BehemlantErkantin der werlt vntrw alczuhant.In dem bemischen walde si sazzin,Crenklich si czu pflege azsin.
Brot si seiltin hettin,
Hircze si azzin czu hochczitin.Vleis, kese adir eygir woltin si nit nenen,Tekin si woldin an der bette stad irkenen.Si legtin dem houbte besundir
Foer ein kuszin en stein vndir.
Mit groszin slegin slugin si sich an dem bette.Er munt seldin mit ein andir rettin.Wan einer vz en hatte eine gesiln,So sprach er ein wisiln:
Du sundist, ob du mir virtreist
Vnde mich vngeslagin leist.Sundir slach mich wol an spot!Do mid neher du mich gote.
Wi si herczog Meska bekant
Vnd in daz silbir sant.
Der rich herczog von Poln MeskaHorte er heilgiz lebin da.Er sante czu en ein getruwin botinVnd mit dem hundirt marg silbirs innotin,
Daz si kirchin do mit bestetin
Vnde got den richin vliseclichin vor en betin.Du si daz silbir sahin,Vs virdachtin mut si iahin,Dy in einem halbin iar
Nicht mit einander geret hettin vir war.Si sprachin, es were ein verdumpniz der selVnd ein snellir schrid in dy hel.Wilche dem erdischin gude an hangin,
Den ist got nicht gunstig lange.
Si werdin sin nit teilhaft an irm ende.Do von si des silbirs nit erkennen.Den sestin brudir BarnabamSantin si vz in dann,
Daz er dem herczogen daz silbir gebe wider,
Vnd dort blibin dy funf brudirBenedictus, Matheus, Iohannes,Cristinus, Ysaach mit namen.Barnabam si vs in santin
Mit dem gut zcu lantin.
Wi dy bosin mordern doDen funf brudir mit furn so.
Di dieb quomen obir sy,Do si allin gegangin warn dy.
Si begundin daz silbir suchin
Vnd wordin si scheltin vnd fluchin,Do si en nit czu gebin hettin.Hor, waz dy mordir totin!Noch vil groszir pin
In schrien vnd in wein
Snitin si einNach ir cleinen gwinDen funf brudirn dy keln abVnde virsantin si czu gode vnd czu dem grabe.
Daz geschach nach Christi gebort virwar
Tausent iar vnde dar nach in dem vierdin iar. 1004
Wi herczog Vlrich an der iaitEin burg vant in der wildnisz.
[38.] Cu der zcijt ez geschach,
Daz herczog Vlrich, als er sprach,Yagit allein in der wiltnisze.Daz waz im dar nach gar suzze.Do er iir warte dar durch,
Du sach er ein volbrachte burk,
Dar czu ir gern wer gegangin.Abir des wegiz mochte ir nit erlangin,Wan al vmbdummen warinVmb daz huz dick dorn,
Da saz er ob von dem ros
Vnd mid dem swert ein weg vz schos.Er steik in dy burg vf den stockin,Wan er anders nit hinczu mochte geruckin.Er mochte ouch nimant errufin,
Vnd ob lüte dar ine wern, des mochte nit geprufin,
Wan dy prukke waz vff geczoginVnde vm si waz ein mur gebogin.Du der herczog mit arbeit in dy purk kam,Durch alle kammirn er sich nam.
Du er nimant vf der pork vernam,
Du waz vel wines vnd grozer richtum.Er beschawt dy vestin vlizeclich.Do er hin in kam glich,Da selbist steig er wider vs.
Do gab der herczog einem heren daz huz,
Daz waz gnant Prznda.Dar vmb nant man dy purk Pfrimburch hinna,Wan dy veste an einer ayngechtWaz gelegin vnd gemacht.
Dar vmb liez man sie wuste bilebin,
Daz der weg czu ir nicht mocht getrebin.
Von dem grebin hochgeburt,Der dez keisirs tochtir intphurt.
[39.] Die teusche kronike han ich vberlesin.
Ein grebe von Altinburg waz gewesin,
Er stund vf des keisirs hof zcu pflege.
Er begunde des kaisirs tochtir alle wegeVnde si kunt im offenbar,Daz si in widir lib het zcwar.Der grebe torste se by dem vater nit bitin,
Wan si im weder an gepord noch an sitin
Glich waz dy vil schone vnd vsirkorn.Er muste von rechtir libe dorin.Des keisirs tochtir quam vor angistin dortOuch von er selbin drot.
Ein starke libe twank si dar czu,
Daz si hette iamer spat vnd fru.Dy suchte an sulchin gern ist,Wan lange heimlich lib seltin gut ist.
Wi der grebe ein heimlich burg paut
Und dar in furt sin libe brut.
Der grebe virkouft dy grafschaft,Als schir als er mit dem gut was behaft.Er begunde zcu wandern aleinVnde suchte, wo ein porchstal schein.
Einen perch er im vant,
Do pauwit er eine burg czu hant.Do er dy purk gebouwit hette,Er gwan gnuk kost zcu stete,Do von er mochte hundirt iar gelebin.
Do er alle dem ein ende het gegebin,
Er hiez alle arbeidir virderbinVnd daz gesinde virsperrin.Er virrigilt si al in ein gemachVnd virprante si al dar nach,
Daz teid er durch den rat,
Daz dy porg wuste nimant.Dar nach entphurte er des keisirs tochtirVf sin vil heimlich huz mit vollir ger,Do si peid alein sazin wol funf ganczir iar,
Da ir ny kein mensche wart gwar.
Es geschach, daz der keisir czu Reginsporch waz mit hof.
Er gink vz geiagit vnd verirte sich doch.Er wuste nit, wy er in dem walde tun solde.Er begerte, daz er etiswo mochte gehaldinVnd ein dorf gesehin bi dem tage
Vnde begunde ritin nach einem pach
Auf zcu der pork, vf ein schon weidin.Do waz sin tochtir vnd der eidin.Do er dy borg hette gesehin,Czu hant begunde er sich der bork czu nehin
Vnd bat, daz si in geruchtin in lazin,
Wan er muste den drittin tag vastinVnd ein kaltir rein gink vf en.Also kam er do hin in.
Wi der eidem vnd dy tochter den kaisir handelt
Vnd an einander nit irkantin.
Si lizsin den gast vf dy vestinVnd ertin, wy si kundin all peste.In waz ein genemir gast komen,Wan si lange keinen menschin nomen.
Si woltin gar gern
Nue mer horn.Si vragtin von dem keisir.Als von einem andirn antwurtit erVelslich von em selbir.
Wizsit er daz nicht, sprach er,
Daz er von werlt vervarn ist?Do antwurtet em dy tochtir sust:Eya, wy gerne ich daz weiz!Dar vmb gan ich em sin allir meist,
Daz minem lybin icht vbels von em gesche
Vnd vns nimer hy gesehe.Dez gunde ich ouch minem geslecht,Daz ich minem libe ein vride gemachte.
Wi der keisir richt ein heruart
Fur dy burk zcart.
Du der keisir heim karte,Czu hant gebot er ein hervart.Den furstin sagit er mit leidinVon sinem virebeln eidin.
Si irfundin einen weg mit erbeit,
Do dy burk waz geleit.Sie legtin sich vor dy vestin.Der keisir dem eiden sagin liz,Er sprach: dich zcimpt wiszin,
Daz ich din brod han gebizzin,
Sundir wan du bistMin virebeler eidin zcu diszir vrist,Ich entsage der vf daz lebin,Vmb dy tochtir sal mich vnhoch habin.
Wi dez keisirs tochtir sprach,
Du man si in notin sach.
Du dem grefin not waz sich zcu mern.Er het nit zcu wer sich zcu kern,Wan aller snuor vaul worin
Vnd hettin nicht andir garn.
Daz hauz do ez iczund verlorn waz,Hette dez keisirs tochtir nit irdocht daz,Czu sten vf der zcinneVnd also geschrein in grimme:
Wizt, daz ich nach minem libin,
Minem lebin wil ich nit vfschribin.Ob mich nimant trost muotin,Ich wil mich selbir totin.
Wi si dy furstin brachtin zcu huldin
Vm ir grozze schaden.
Di furstin warbin vm gnadinCzu dem keisir vf der stad,Di in baidin wart gegebin,Wan si lengir soldin lebin.
Der grebe gink mit sinir husfrowenCzu dem keisir schauwin.Ez liez dy pruckin niderVnde liez dy purk mit allin dingen sider.
Er wolde sin bestiz alliz besorgin
Vnd vor dem palast het er ez verborgin,Alein daz si sich gabinDem keisir zcu gnadin.Dy burk furbaz nit gedicht,
Biz daz herczog Vlrich richt.
Wi Kochan von dem lebin quam,Daz im herczog Vlrich benam.
[40.] Herczog Vlrich gedachte an sines brudir not.Her bekante dy vngetrukeit Kochans vnd gebot
En czu haltin vnd sprach:
Du hast mit diner bosin rachMines brudirs mich beraubit,Darvm er in der erden taubt.Dy zcungin er im vz sneit,
Dy ougin liz er im vz brechin beide,
Dy ingeweide hiz er vz im zcihin.Da von torste nimant vlihin.Kochan begunde vf sin geslecht claginVnd den lutin also sagin:
Nymant hofe vf sin groz geslechte
Noch vf sin tiefiz getrechte!Der furste in sinem lande irfurschit hot,Do von mich iczund trift min bozheit.Ich wonte, ich mochte al vorstin verderbin.
Da von muz ich also sterbin.
Ein solich lon ist mir gegebin.Dar noch wolt ich mit vntrwn strebin.
Wi herczog Vlrich weibet vnd eEin geburn nam zcu der e.
[41.] Herczok Vlrich iagitBi Postolopirtensi dem clostir gemait.Do er durch den walt reit, er sachEine schone iungfrowin sten obir einem bach,
Dy barfuz vnde an ermeln wuz gewant.
Se waz ein gar schon purin gnant.Si het do by scheinliche sit.Er schon virwundirt er sich do mid.Er nam si czu hant czu einer herczogin.
Si waz tuginthaft in rechtir min.
Si het den nom Bosena.Dy herin hatin im ver vbil dy heirat al da.Er sprach: er herin, ir sullit horin,Gar ansichtig vrown vz den pauwerinn wern.
Dy geburen nemen der virnemer tochtir,
Dy machtent vor alten richten edel drotirVnd oft straft dy armut dy gebursche edelkeit.Wir sin al komen von einem vater her.Der nennet sich edil, der vil silbirs hat.
Dy edel mit der geburisheit gemiszchit stat.
Secht dar vm min wib Bosena!Vil mer wil ich lachin daMit einer bemischin purin,Wen eines fremden koniges tochtir gewin.
Einem iclichin ist daz hercze czu siner zcungin groz.
Dar vmb wirt ein vremde nummir min genoz,Noch minen lutin wirt si nit getrwe.Fremdes gesinde wirt habin ein froindem.Min kinder wirt sy deutsch lerin
Vnd ir gewonheit virkerin.
Do von an der zcungeWirt ein groz zcweiungeVnd dem lande zcu hantEin recht virderbnize bekant.
Ir herin, ir wiszit nit euwir wegirs.
Er habit mir min heirat verwegir.Wo wolt er nemen tulmetschin,Wan er stet vor miner frowen deutschin?
Du der herczog von der BosenaEinen son het al da,Der wart al czu hantBriczcisslab gnant.
Von dem stolczin knabin
Herczog Briczlabin,Der dez keisirs tochtirFurt vz dem clostir.
[42.] Herczog Vlrich virschied der nach.
Briczlab vf den sal man komen sach.
Der wizz Otto waz keisir wordin in dem iar.Dar hatte gar ein schone tochter verwar.Ir schon verwundirt dy fursten al sampt.Obir al laut man ir schon bekant.
Dy behilt man in einem clostir weltlich,
Daz Suinibrot genant ist melchlich.Du se hirczog Briczlab do selbst wuste,Er sprach czu den mitthern alsust:Ich gwin min lib adir ich ich lebe nit.
In daz clostir er an wofin reid mit sit
Vnd irkriegt daz clostir vientlich.Des keisirs tochtir hiz Guta vil suz vnd rich.Du dy Behem in daz closter trabtin,Guta in einer scharlach kappin
Sich virbarg hindir einen altir in einer cappellin.
Der herczog furte Gutam vs der kirchin snellin.Er saz mit er vf daz ros.Si virspertin daz tor mit ketin vnd mid sloz.Dy wil waftin sich dy conuersin,
Du sich hetin gesampt von erstin.
Si giengin kegen dem herczogen geweldeclich.Der herczog hub si zcorneclich.Guta hink sich an en vor vorchte als ein leit.Etslich conuers stund vnd nit hende het,
Dem andern man den fuz abeslug,Der dritte hatte wundin in daz houbt und allin endin gnukDem vierdin si an der sel ligin tetinVnd ein gar dick ketin
Hieb Briczlab mit einem swert.
Gutam er gesunt behert.
Wi der herczog quam gnadenVnd wi in der keisir wolte begabin,Wen ein furst von Behem sucht eins keiser hof,
Daz er ein mil vm sich inbunen schuf.
Der keisir Gutam vatir,Du dez wart gewar er,Er gebot in ein heruart czu genVnd swur, sin stul muste zcu Bolezlabs steu.
Du Briczlab daz gehort het,
Den lantheren er kunt tet:Ist in in Behem not zcu rennen,So wil ich in Beyern brennen.Du daz Guta dy herczogin irhorte,
Si antworte dem herczogin drote,
Es were nicht ein gutir rat.Dar vmb irstund des vrleugis tat.Ich geu gein dem minen vatirVnd bringe ez czum gutin ende dratir.
Dy herczogin gink irem vatir enkegin
Vnde wolde irem libe gnade irwerbin.Du der keisir nit wolde volgin irem wiln,Er sprach: ich wil minen eiden nit stillin.Ich han gesworn, daz min stul
Gzum Bolezlabs sten sol.
Gebe ich im gnade, so muste ich dez abegen.Dy tochtir sprach: daz mag man vndirsten.Gib mer den stul! ich wil en seczin al dar.Der keisir gebot in dem selbin iar
Sin stul zcum Boleslabs seczin
Vnde gebot der herczog sich mit libe leczin.
Wer zcume Bolezlabs ist gewesin,Der hat den stul vil wole gesehin.Do gab der kaiser sinem eidin zcu einer morgingabeDem kunen herczogin Bolezlabe.
Er sprach: wan dich du ein keisir zcu hobe rufit,
So brenne eine mil vm dich nit raube durft.Das die bemisch furstenCzu einem rechtin by nomVon romischis richs gabin
Dar nach genomen habin,
Da von si in einen schiltEin adlar gebiltIn einem füre geruorenMit rechte wol gefurin.
Wez Briczlab dar nach wolt
Rechin, als er billich solt.
[43.] K seinen anherenEr gink czu Polan verrinVf herczok Meskam.
Meska kegen im vz kom
Vnd al an dem selbin stritWeich Meska vil witVon Polan biz zcu Glogow.Hettes du in der selbin grow
Ein polonisch wort
Nirgin do gehort,Wan daz gancz Polan lantCzu aschin waz virprantHerczog Briczlab saczte sin zcelt
Czu Kniclena vf dem velt.
Da man von danne nomDer funf brudir lichnamVnde sant Radomirum son.Do man czu sant Woyczeg kom,
Der wolte sich nit nemen lazin,
Biz si dry tage musten vastin.
Grosz ampt si machtin.Czu hochczitin si trachtin,Wy man dy leuthusir virlyse.Si widirsagitin dem genizze.
Dy aygent leut, dy sy hettin,
Willich do da widir tetin,Dy worin in dez bischofiz ban.Sant Woyczeg liez sich nemen von dan.Du si daz hattin gar volbracht,
Wan si worn wol bedacht.
Dar vm in den ban ouch namen si andern alle danne.Waz er do waz dem mal danne,Dry guldin taueln si do namen,Der ein iclich gich zcu sammen
Dry hundirt pfunt in vullir wage,
Dar vndir Meska der so clugEin guldin creucz het,Daz er czu der selbin stetGemachit het von clarin gulde,
Do mid er sich, ob er wolde,
Mochte dristund widerwegin habin.Daz kom ouch dan von sinen gabin.Dar zcu so wil ich sagin,Mit glockin hundirt wagin
Furtin si ouch uon dan
Vs dem lant von Polan.Ouch andir türe cleinotVurtin si von danne sat.Nach Crist gebort daz geschach
Tausint iar, des man iach,
Vnd dar nach vir warAchte vnd driszig iar.
Wi vm der Polaner schadinDer keisir wolt dy Behem ladin.
[44.] Die Polan clagtin vf dy Behem,
Si furin do mid hin czu Rom.
Der babist begun den Bemin czu dron.Do er dy Bemin abir schonIm czu gnadin gen sach,Der babist dar nach also sprach,
Er gebot an allin spot,
Daz si dy missetad gein gotSoldin ableginVnd sich der buz virwegin.Der herczog stift ein kirchin do
Dar vmb zcum Bolezlabs aldo.
Czu der zcijt starb der keisirGutem vatir also vreysirVnd do mit sinen totGienk vil ern vndir drot.
Ein andir keisir wolt von Bemin
Dy schecz von Polan widir habin.Dar vm wolt er BriczlabinDaz herczogtum genomen habinVnd ylte zcu Bemin ser
Mit einem groszin her.
Er quam noch siner ger vil baldeCzu dem bemischin walde.Man sagtez herczogen Briczlab balde,Daz si iczunt hiltin by dem walde.
Wy herczog Briczlab
Den sinen antwurte gab.
Briczlab sagete den sinen:Daz wirt wol schinen,Daz wir nit chinvorhen pogin haben
Noch lindin swert tragin
Vnd vz dem keisir man nitMilch vor blut gehin sijt.Ob in erraicht min swert,Daz blut vz siner scheitin sich gizin wirt,
Als vz der minen.
Als schir er daz sprach gegin en,
Er gebot al den sinen,Czu Taust irschinen,Vnd sprach: wir suln vns zcu Taust sammin.Er horte, daz dy Sazsin einen andirn weg komen.
Er sprach: furchtit der Saszin slege nit! horit!
Vnde gebot Prokossio von Belyn dortGegen den Saszin zcu gen witinVnd vbir ein mit in stritin.Er sprach hutt mid namen:
Laz si mit dem keisir nit czu samen komen!
Ob du vmb wirdes geslagin,Ich wil dich keinen schadin lazin tragin.Achte nit fur des stritis zcil,Of wenig adir vil
Dicke vf vil zcagin
Wening leute irbeiagin,Wan wenig wispiln suchtigMachint vil vligin fluchtig.Vil aglastir vnd zcuchtig
Macht ein hawich fluchtig.
Dy Saszin habin wiz harVnd dy schrift sprichit verwar,Daz semlich chun wern.Wirdigir rittir, hut dich vor bosin wortin gern,
Wan nit tür ist ein gut wort.
Ich wil dich mid den deinen hortAls lange beschermin als ich bin.Ge mit gote, der mit dir geruch sin!
Wi der keisir vmslan wart
Vnd sich czu vlihin kart.
Der Prokoss gink gen dem keisir.Gein dem Taust quam er also vreisirVnd horte, daz der keisir iczund waz in dem bemischin wald.Alem her gebot in den wald komen palde.
Er gebot den fusgenger vmb den waldVnd vmb die Dewetschen sich schicken bald.Dez begunden im czu vir ubil habin dy herin.Si sprachin: ob si vns czu stark werin,
Wol wir wer enken.
Er sprach: ir sullit by ein andir sten.Er irwert vch adir wert irslagin.Ich wil an ere nit von hin iagin.Ich habe gebotin den fuzgengirn,
Daz si dy do vlihin sullin henkin.
Dar vmb sijt frutig czu diszin stundin,Wan si vnsir richtum wollin ruckin.Ob er nit wullt den DeutschinKinder vnd ewer husfrowin lihin,
So zcimpt vch by ein andir zcu sten.
Ez ist wol recht de virebil widersten.Du bot ir vf den keisir ruckin.Du gesigtin dy Bemin mit irn tuckin.Si irslugin der Deutschin also vil,
Furstin vnde grefin an zcil.
Der keisir intphloch kume mit den lutin.Vil achpir leute wordin dem tode gebenVnde machtin ein capelnAn der stat vm dy selin.
Wi Prokossio an der stat
Siner vntrw gedankt wart.
Prokossius wolde nit gein Sazzin,Er wolde si in dem lande irgen lazzin.Er iclichir waz vngetrw bekant,
Wan der herczog brant daz lant
Vnde er schate Prokossio in nichte.Du der herczog widir quam czulicht,Er hiez Prokossio dy ougin vzbrechinVnde sich do mid rechin
Vnd dar nach hende vnd fuze abslan,
Dar er nit wolde gein den Sazsin gan,
Vnd si liez vm gen czu hantNach irem willin in dem lande.
Von der paffin zcendinSollit ir werden sehin.
[45.] Der herczogin waz Guta der nom.
Okardus der waz ir ohom.Der wolde von ganczem zcehinZcwene phenninge nemin,Von einem iclichin rauch
Czwey maz fruchte auch,
Ein maz fruchte weyszs vnd habern dy andernGebot er dem pfener gebin czu handin.Nach Okardum Hissa bischof waz,Noch Hissam Severus besaz.
Bi dem herczoge di purk
Czu Prage vermurt.Di Vngern rucktin dy lut in der vristHerczog Briczlab etc.
Herczog Briczlab bestunt kunlich
Vo Vngirn den koning rich
Vnd dy stat zcu GranEr frutlich gewan.Er gab si vm gelt zcu hantDem herczog von Brezlab vs Polan,
Dar er im gab alle iar
Acht hundirt mark silbirs gar.Er het ein son Sbyhoyerium gnant.Dem gab der vatir Pilsin lant.Czu der zeit der herczog vmb gab
Mit der mur dy burg zcu Prag
Vnd sin sun SwyhowerusSolte gemurit habin zcu sent Gurgin.Czu sente Gurgin dy aptissinneWaz Gutam nunul der herczoginne.
Do stund ein bacowen,Da waz ein strik geczogin,Daz dy mur gink rechte.Der herczog sprach: den bakoven nider brecht!
Er sprach: hür werdin dy Tutschin nit lachin
Vnd in dem bakouen vladin backin.Du daz dy abtiszin irhort,Si sprang vz er kammer dort.Den herczogin vmb gab si
Mit tutschin nunnen dy
Vnde antwurte scherflich mit suzsin wortin.Si sprach: dein bemisch fruntschaf ist uir ein frund besundirn.Ich habe grosz gesiger der Behem dar vndir.Si sprach: ouch sullit er wiszin,
Daz dez herczogen sun sich hat gevlizsin,
Wy er den bakouen mochte zcu brechinVnde mugin vns an den viendin rechin.Sent du gen den bacouen machs gesten,So magestu an sorge vf dy Swobin gen.
Herczog Swihoyerus behilt sin zcucht do.
Er kart irn zcorn in lachin so.In Merhern czu der zcitRucktin dy Vngir dy lütDi Bemin vbir sy sich irhubin.
Do si lagin zcu Chodoym,
Do werte sich Briczlab.In der staid gink der Bemin gesiger ab.Daz gancz lant waz trurig vor notVmbe des selbin herczogen tod.
Icleichir als sin vatir mit clage
Beweinit en mit besuchin sinem grabe.
Von der Tutschin vient doHerczog Swihoiero.
[46.] Swihoyerus wart zcu herczog irkorn.
Er bewisete den Tuschin sinen zcorn.
Er hiez in drehin tagin
Di Tutschin al vz iaginVnd ouch von sent Gorgen dy abtissin,Dy saczt er vff ein karn in grim.Er furt si vz dem lande balde
Vnd liez si in dem peyrschin walde.
Sin mumelin mit irn dern allenLut er vz dem lande mit wider kallin.Do er alle Tutsche hette virtrebinVnd alle ander vrom vermitin,
Als vz dem gartin dy nezil, wo si stet,
Als vz dem rozschofp dy clet,Er gink in Vngirlant.Di der leut zcu Mehern wustir worn bekant,Si wurdin obir wundin von den gestin.
Er irkrig in Vngirn vil vestin.
Vier brudir hat er,Den tet er als sinem vater.Abir du si zcu erin iaren quomen,Si in hertiscundums dinst sich namen.
Er schuf nach im daz herczogtum
Vratislao nach sinem frumOcton vnd Conrado Merchern.Iaromirum hiez er bischof wern,Ob der bischof e sturbe
Adir ob er des todes nit virdurbe.
Vnde wer ez im genem zcu beitin,Als volk solt er in grecir gegent richin.Vnd ob daz bistum nicht wer veil,So solt er si habin zcu sinem teil.
Ouch vndir si tailt er
Hundir tausint mark silbers adir mer.Also schickt er sin bruder von im.Di taylung waz allem brudern gwin.Si sprachin alczuhant:
Vnsir brudir hat vns wol getan.
Wi Iaromir hat den nom uirwarVnd von einem turin iar.
Da Iaromir grecir geegent had,O geviel im ein stad.Einen hof er im an der stad bowit,Der sinen nomen had noch hüt.
[47.] Swyhoyerus do virschied.
Sin brudir Braticzlab Bemin zcu lichtNach Crist gebord virwarTansint vnd vier vnd driszig iar.Ein solich hungir in dem iar
Erstund in dem lande virwar,
Daz der leut daz vierde teil vbir alStarb vor hungir alczu mal.
Von keisir HeinrichenDen dritten.
Keisir Heinrich der drit waz czu Rom.
Sin keiserin ouch zcu Mailan kom.Do si mit ir iungfrowenGieng in der staid schowen,Du wolde si dy gemein virderbin.
Dy wisistin woldin dar vmb sterbin,
Y doch snitin si irm roz den zcail dan.Dar vmb sich der keisir von Mailan.Er sprach, ez im wol zcem,Daz er nummir von der stat quem,
Biz er si irkriet hette
Vnde sin wille dar an vorget.Der keisir gebot mid namenDem herczogin von Behem zcu im zcu komen.Do begunden dy lute zcu redin in der stad:
Man komit dem keisir zcu hulfe drot
Vnd dy sint also grüelich geut,Daz si eszin andir leut.Iclicher gedacht, waz leut dar komen.Du daz dy lute virnomen,
Daz man dy mer von en gesait hat
Vnd do si nehentin der stad,
Si begingin ein groz vntrw mit vlissinVnd nomen teig, als dy kinder vf dy spisze.Daz lizsin si sehin von in,Daz si daz eszin genczlichin,
Daz dy Behem dy new geborn kinder
Ezsin als dy rinder.Daz gloubtin dy Lambardir.Von den Bemin dahin si grosze mer.Dy stat vorchte sich vaste dy vrist.
Si sprachin: dy mutir arm ist,
Dy mit irn kindernDy leut tar beitin vnd gehindern.Als schir dy Behem komen zcu der stad,Si swembtin vbir des waszirs pfat,
Wan Adolenus von Kiss
En den furt sucht mit vliz.Da von quam daz geslecht vor sich.Di Bemin machtin in larnen gruelichVnd dar vndir mit vreislicher tad
Gewunnen si dy stad,
Wan do dy Behem stiginObir dy leutir vf dy mur gesigin,Dy Lamborter wontin,Das si in als der tufiln lontin.
Si vlohin vaste by nomen
Vnd torstin nit gein en komen.Dy Behem rachin des keisirs laid.Si begingin ein groz bosheit,Der ich mich schem zcu lachin.
Si begundin vaig vz den vingern machin.
Noch wo du si rechkes ein Lamborder,Ez ist im von der gar vnmer,Vnd solt er dar vmb sterbin,Er wolde dich virderbin.
Dy Bemin worin dy erstin in der stad.
Si nomen do dy bestin cleinot.Noch stet ein fuz obir Prage zcu sente Vit,Den man einen cherczal geit.
Man gloubt, daz er von Salomons tempil komen her,Den do dy Meilanir nomen,Do si czu Iherusalem komen,Do si mit Tyto vnd Vespiliano
Warin geritin vf dy Iuden do.
Du macht vor dem altir, ob du wild,Den fuz schowen mit dem bild.Wiz daz sich daz mug werich by tag,Dem mit nicht gelichin mag.
Da von vnd dy Podybradir
Dy erstin warin vz dem her,Dy vf dy mur torstin gestiginVnd sich do woltin zceigin,Dar vm mocht si von dem herczogen wol gezcemen,
Daz si dy leitern czu furin vf den schild nemen.
Wi der keisir den herczogin schonDez erst gab im dy kronOuch mit dem wiszin lebinVnd des kur zcu nemen.
[48.] Dem keisir waz der dinst genem.
Er gab dem herczogin von BehemEin wal, daz er neme drotDy dry heilige konige von der staidOdir in dem lande habin ein konigrich.
Der herczoge gab ez aln lantlutin glich.
Dy kron er do vil schon batDem rich nach irem rad.Der keisir vorwandelt dar nachDem herczogin den schild, daz man sach,
Er wolt en ouch do mit begabin,
Daz er an sinen hof ein ampt solde habin.Czu der czijt gab er vor einen swarczin adlarEin lebin sny wiz gar,Abir wan dy furstin gewar worn,
Czu dem füre ein tof zcu habin
Vnd mit den ampt dinen zcu hof,
Do irlost er en von dem topfe.Er machte en einen schenkin in deme hobe,Vnd wan man einen keisir erwelt dar vff,Dy do erwelent, ob man si nicht
Tragin ober ein sijt,
So gebot ir im czu genVndir dy korhern,Vnde wilchem er selbir gebe,Daz der keisir sy vnd lebe,
Der keisir cronete Wratislabum den erstin koning.
Er ruft en konig czu Polan vnd in Bemin rich.
Wi den Behem wolt nit zcemenEin tutschin bischof zcu nemen.
[49.] Bischof Seuerus gink ab.
Iaromir sich vor den brudir gab.
An Swyhoierus geschefte mant ir en.Der koning hat ez wol in sinem sin,Y doch wolt er habin getrachtVnde einen tutschin bischof gemacht.
Dez richiz leut schrien,
Si ritin vf dy erin.Si botin Koyacham, daz er wolt.Er wort redin, ob ir soltVnd dem konig clagte.
Do Koyacha het rat geuragt,
Do vndirwant er sich Iaromrs rede gern.Er sprach: konig, geruch dine lute irhorin!Geruch vf dinen bruder gedenkin wol,Daz er daz bistum vor sin erbteil haben sol.
Er sal ouch vf dem stul siczin.
Ez zcimpt nit, daz nit konige wiczinSol sinen brudir virsmehin.Wer wellin daz bistum nit Tutschin lihin.Dein brudir wertreibin dy Tutschin mit arbeit.
Wir wiszin nicht, wer dy gelobede had.
O konig, du hast al din ere
Von dinem Behem mere,Dan von cheinem Tutschin.Da von hastu mer vntrw vnsuchin.Daz laz wer nit czu gen,
Daz ein Tutschir vnsir bischof sull sin.
Der konig sprach: ist ez ewer wortVnd fuget ez vch wol hort?Si antwurtin: o konig, der vreigunge gib,Wem du wild, nach diner libe!
Wir habins mit im
Mit vnsirme gude vnd lebin.Du sach der koning, daz ez geyn der gemeineEst swere zcu strebin, als do wol schein.Er sprach: ich wolde euwir truwe virsuchin
Vnd danke vch, daz er sin wolt geruchin
Vnd werirme herczogen getrwe sit garVnd ich gan minem wol brudir des bistumiz an var.Ich wil im dar czu geholfin sin,Doch wellint en dy korhern nit nemen dar in,
Dy tumheren den bischof gern hattin.
Dy Tutschin hiezsin en Gerhartin,Der vbirwant IohannemCzu Mehern den bischof genemVnd sprach, daz Olmuncz dort
Czu dem pistum von Prage gehort.
Er sprach: ein bischof machis du dich.Machtu es bewern, so sprich!Ich bin bischof gewesin biz her.Daz bewizen ich mid brifin, sprach er.
Bischof Iohannes clagete vbir in dem bobist.
Do wolt der von Prage nicht suchin des tags.Do begunde im do bobist zcurnen,Abir Mechthild dy LamborderinDes konigez tochter im czu helfin begunt,
Wan si in het vor einen geborn vreunt.
Dar vmb erte si in dy gut.Mechthild Iaromirs dez bischofs blutGein dem bobist im hulde gewan.
Von der des konigiz tochtir ich hanVndirwegin gern laszin,Waz von in dy kronikin ist gelegin mit maszin,Wan si czu vnsirme lande nit gehort
Vnd ouch dy rede czu mer nit ist gesport,
Daz mich wolgeczogin vnd gedoldigEin vngeczogin rede nit schuldigSprechint, wan du daz hast geschrebin.Da von hastu der schuld genigin.
Wi der konig Benedam in vrid tet.
Alhi daz geschribin stet.
[50.] Der konig vmb den herczog eruantVnde Leupoldin von Osterrich oberwant.Dar nach gink er obir den von Winden
Vnde vf den von Miszin mit gesinde.
Huuoldets dy bork het der koningGebuwit biz vf ein wenigVnd von Miszin lag daz herVnd vf Miszin waz ein Behem kuoner,
Der waz Beneda genant.
Der hatte des koniges vngenad.Der konig gebot Benedam mit nomenIn vride alein czu im komen.Der koning red mit im vnd gedacht,
Daz er si in vride czu tode wolde haben bracht.
Er trachte sin vntrw mit vntrw rechinVnd vrogte, waz er mit einem swerte mochte gestechin.Beneda sprach: du macht schowen,Ich wil zcwen molnsten von ein ander hauwin.
Der koning wundirte, ob ez mochte sin war.
Vil leicht Beneda si do rumpt da vil gar,Wan dy sterk mochte einem furstin czu schadinVnd si mochte einem furstin geczemenVnd ez mochte war wesin,
Als man noch vindet gelesin,
Daz man Rollant hat gesehin,
Do dem koning der schade waz geschenVon dem heidin, als man gichOdir er wolt en irschrechin do mit.Dar vmb er ez villeicht red.
Do nam der konig daz swert vnd tet,
Als er ez schowin solt.Er greif nach dem swert, als er wolt.Er nam ez von im vnd schud ez dar nach.Den selbin er do mit durchstach.
Wi herczog Wratizlab in Saszn glank
Vnd wi kurcz warn sin gedank.
Dar nach sante der konig sin sonCzu Miszin herczog WratislauumIn Saszin lant
Mit Sderaden einem wisin man gnant.
Mit in in Sachsin in den herczogEin kintlich torheit vlouch.Er begunde sich zcu kulin in dem waszirMit den kindern also bloszir.
Sderad czu dem herczogen sprach:
Er sit nit in notin gewesin wuir tage,Er wanszit vch in vuer viende waszir daVnd wenit, er swimbit in der Molda.Ob er ez bedenkin wolt,
Vf einem hengist in wafin er siczin solt.
Vnd secht vmb vch witenVnd huot vch vor den vientin,Ob si schir vz den buschin gen!Do begunde der herczog vf Sderadum czornen.
Er sprach: du bist ein blodiz tyr virwar.
Vriz mich nit, sint ich habe mine iar!Alle din tage bistu blode gewesin.Vnde gebot im czu iagin vor einem vesin.Der herczog badete mit den iungherrin.
Sderad sprach: ich furchte von der kerin,
Wan alein dy kinder do bleibin.
Sderad sach dike vmb vor den dibin.Du er ein wenig noher kom,Alczuhant er virnam,Daz sich ein stoub vil groz
Vf den herczogin ergoz.
Sderad hiez loufin dy vorrinner,Daz si schouwetin, waz do wer.Er gebot ouch nach wonhin,Daz er iagin vf in.
Do worn Sachsin vf den herczogin komen,
Daz hat er im wol virnomen,Vnde hatten vil iunghern irslagin.Den herczogen sach man wenig clagin.Er werte sich gar kunlich.
Dy Saszin warn mechteclich
Vf en iczund ab gestandin.Man reichte in dy sper zcu handin.Sderad quom vndir dy Saszin mittin.Er virtreib si mit vnsittin.
Do irslugin si Saszin vil
Vnd enkiengin schantin ane zcil.Da by morgen alle trachtin,Dy der eltern rad nit achtin.Wisz, daz dy alden lern dy virsuchung
Vnde dy geschicht macht en wiz vnd vrome.
Als lange einen dy virsuchunge gernVnd dy gesicht nit lern,Als lange ein iclichir sitVnd achtit des ratis nit.
Dy Bemin wordin vmb dy tad tobin.
Schand vnd schadin, den si nomen,Begunden si rechin vnd irn schadin rechinVnd daz lant allir erst virwustin vnd virbrechin,Dy Sachsin ouch virderbin
Vnd er kinder mustin sterbin.
Dar nach zcu der selbin zcijtDer keisir mit groszim stritDy Winden kunlich obirwant
Vnd dar nach Saszin lantIre leut vil erkrigte,Dar an in wol ginigete.
Di gab hiz der keiser di Behem zceln,
Daz si ir furstin mugin selbir irweln.
[51.] Du der keisir vf den koning von Vngirn gink,Den koning von Behem er mit im vink.Der keisir wuste der vngirsin sittin nit.Er waz mit in gar vbil virpflicht.
Mit ern wer er vz Vngern nit komen,
Het er den konig nit mid genomen.Der koning von Vngirn drystund virrucktVnd vf der Deutschin zcel virdruckt.Als dycke bestreit en der koning von Behem,
E dy Tutschin vf komen,
Daz dy Bemin dy Vngern obirwundin.Der von Behem virtreib dy Vngirn zcu den hundin.Er en ouch darczu en betwank,Daz er vndir sinen dank
Dy touf must zcu nemen gahin
Vnd czu czeichin daz creucze vf den schild entphan.Di Vngirn in der selbin czijtWurdin in irn landen getouft wit,Der konig abir taugin
Het nit rechtin gloubin.
Der keisir, dar nach im waz gelungin,Dem konigrich czu Behem vreyungeVnde dy willekur an der kur,Wan si nit hettin, ob ez gepur,
Ein naturlichin furstin,
Den si irweltin, doz si den genemen torsten.Czu der zcit wolt der bischofGein Rom sin gegangin czu hof,Er must abir von vientschaf krumme
Vnd durch Vngern ritin vmbe.
Vf dem wege er virschied czu Gran
Vnd Kosma vf daz bistum quam.
Wo von Sderas den nom hat,Daz alhi beschribin stat.
[52.] Der koning wart vf hohuart trachtin.
Der wart sin brudir nit achtin.
Dar vm er vf sinen bruder mist,Er wolt en habin virwistVs dem herczogtum czu Mehern.Do er fur Brunn kvm mit den herrin.
Sderad hiez sich daz er begerin.
Er wolte von herczin gernDez konigiz sun czu schanden bringen.Er sprach: ich muz dar nach ringenVnd dem herczogen als zcu Saszin ein zcelt
By dem waszer slan vf daz velt,
Daz er sich gewanszin mogeVnde deste baz zcu strite tuge.Dar vm begunde des kunigiz sun zcurnen,Sderadum hiz er vz furin
Vnd verderbin vmb daz wort.
Do von wart ein groz krig dortCzuszin dem vatir vnd dem sun.Man begrub vor Prage Sderadum.Da von vnd vmb daz
Nant man dy kirchin Sderas.
Von send Wenczlabs, der hiBisundir zceichin begi.
Vratislab des konigiz sonGink czu Poln vf sinen from
Vnd mit dren tusint Polan
Kom er vor Prage gegan.Er stunt in dem pruzzich czu hantVnd virwuste gar ser daz lant.Den vatir begunde er mit sittin
Vm ein strit czu bittin.Der konig waz nit bereit gein im czu gen,Wan vel Bemin woltin do by nicht sten.Si sprachin: ez fugit nit den fingir zcu legin
Czuschin tor vnd drischowel regin.
Man sach sente Wenczlab offenbarDy stat zcu Proge gesein zcwarVnd sente Woyczeg bewisete sich Wratislao.Er gebot em, daz er sich gein dem vater do.
Dar vm gink der sun dem vatir czu gnadin czu hant,
Doch forchte er den vatir vnd gink vz dem lande zcu hant.Du virschied koning Wratislab.[53.] Sin brudir Conrad quam vf den sal,Wan dy lantlute woltin
Sin son nit nemen, als si soltin,
Dar vmb, daz er wolde strebinVnd sich gein den vatir torste irhebin,Si sprachin: lazzin wer en des geniszin iczund,So werdin vns vnsir kinder daz selbe tun.
Si namen nach rechte czu irem herrin
Conradum von Mehern.
Wi man herczog WratizlabDaz rich widir gab.
Herczog Conrad virschid in dem erstin iar.
Vratislab gink zcu dem keisir dar.
Er warb vm daz rich in deme gerichteVnd luot dar obir zcu gezcuge erbir leut,Daz er gein dem vatir stetFor einen boszin willin gehabt hat.
Doch gink er in den strid nit.
Durch den willin nimant schuldig wirt.Vmb dy selbin wortErteilt im der keisir widir daz rich dort.Do bestreit Wratislab dy Polan.
Er gewan en vil vestin an.
Dar nach crigin er begunde
Mit dem drittin brudir dy stunde.Er wolde en virworfin habin vs Mehern,Dar czu reicztin in dy Wursowicensir.Si woltin nit gern,
Daz dy brudir mit vride wern.
Wratislab gink vf den bruder zcu Mehern.Swathopluk gink im intgein gern.Do dy furstin beide vf dem velde lagin,Vf einem hohin berk von geschicht
Chomen si al ein zcu sammen.
Als schir se sich irkantin by nomen,Do woltin si nit stritin.Swatopluk sprach czu den gezcitin:Brudir, ich weiz wol, daz von groszin neit
Vns zcu tuteln vnd reiczin vnsir leit.
Si wellnt vnsir geniszin,Des mag vns virdriszin.Si raiszin vns zcu ein andir.Stant mit mir in vride besundir!
Hor mich, liber bruder min!
Da von wante si vnsir lute sinVnd turn vns zcu sammen reizsin,Laz wir si nit grosze vrasin biszinVnd vnder ein andir slahin,
Das si vns als iahin
Verwerrin nimer vnder einandir,Daz si den lieb vm daz silber in iamer,Daz si von vns genomen habin,Widir wegin mit blut in dy grabin.
Wratislaben dy rede lib waz.
Er sprach: o brudir, du solt wiszin daz,Der arm ist, der durch fromd red in zcornSinen vienden zcu nest wirt geborn.Abir sent vns reiszin vnsir leut!
Laz wir si irr bosheit intgeldin hut!
Dy furstin schidin in vrid von en andir,Her einer, hindir den ander.
Si samptin dy lutDes morgins zcu dem strit.Dy Wursouicensir ir furstin reiszinDo selbist dy Mehern irslugin,
Wan si wlohin.
Welich si gereiszit hettin,Hettin ein vrolich antlicz stetes,Vel lute beidir siet.Vnd nach dem selbin strit
Wratislab sich zcu frede geit
Mit dem brudir sin.Si tetin groz tugint schin.
Von einem tutschin iegir,Der nach der Behem ger
Wolt dar vm mit durstin,
Daz ir virderbt irn furstin.
[54.] Czcu der czijt dy Wursouicensir zcu hantWozey vnde Muchne worin genant,Dy warn irr furstin virderbir.
Si dachtin do von gar ser,
Wy si der furstin geslecht verderbin mochte.Der herczoge hat einen, der waz genant Lorche,Einen deutschin iegir,Dem er trwuete zcu ser.
Dem lobit Wozey vnd Muchyney vel,
Biz si den Tutschin vf ein zcelAn dem wege brachtin,Daz er wolt dar vf trachtin,Wy er den furstin mochte virderbin
Vnd nit dar vm solde sterbin.
Der herczog mit sinen getruwin hort,In wolde Lorch virderbin dort.Der herczog im gar wol getruwit.Doch vf sin trw er en vragit.
Lork legete vf Bohucham dy red.
Er sprach; ich bewiz ez vf der stad,
Daz er den herczogen woltVirderbt habin vnd nit solt.Er begunde den Dutschin merGloubin vnd rif dem yegir.
Er begunde mit im zcu redin:
Bohuta, mugt er wol dar an besten,Daz du mid dinen froinden selbirAller furstin bist virderbir?Glaubt er hy vf der erdin,
Daz er mugt virswigin werdin,
Daz ir yegir mich woldet virderbinVnd ich von vch solde sterbin?Mer mag daz komen in minen muot,Daz wuir lib vnd gut
Alczuhant virderbin muoz.
Also virlorin si sinen gruoz.Er hiez alle yegir vrlob habinVnd Lorkam nor alein begrabin.
Wi der Tutsch in einer stunt
Machte dem herczogin den tot kunt.
Der herczog an dem geiede wazVnd czu dem obint ezsin nider saz.Ein mutir hircz lif vff daz zcelt.Der herczog hin vil palde snelt
Czu sinem roz groz.
Lork in en einem pfiel schouz.Er teilt alczuhant dem herinDi sel von dem libe vil gern.Do machtin si sich alle
Czu den roszin snelle,
Wan si hattin ez gesehin,Daz der Tutschir dem herczogen nehenVnd in hatte geschoszin,Dar er nit hat genoszin.
[55.] Do intboten dy lantlute gern
Borziwoyo czu Mehern
Vmb den brudir zcu herin,Des herczogen bruder sun zcu Behem.Den irweltin sy czu furstin schon.Si sacztin im vf des richis kron.
Sin brudir Swathopluk sin fient was,
Dar vm gunde er dem herczogen, dasEr wart nit herczogIn Behem sant Swatopluk.Dy getruwin vf sinen from
Vnd ouch Worziwoium
Der iach, daz er wereCzu Mehern ein vliher.Den bemischin herren ted er also mit.Ich wil Swatopluk dinen nit,
Doch muz ich dy worheit redin,
Ich weiz vndir den furstin vf erdinEinen getruwern nicht,Einen mildern man ouch nit enlicht.Er mag nichtez nit behaldin
Vor iungen noch vor altin.
Do von virdreuszit mich sin,Waz er had, daz er allin schinVnd er ez al sin lantlutin gibt.Dar vm wil ich sin diner sin nit.
Du daz dy Worsouicensir irhortin,
In irm rad si dar czu kartinVnd sprachin: Swathopluk fugt vns wol,Wan ein rich witib virvolWirt oft en arme dern.
Wir suln in zcum herczogtum entpurn.
Wer werdin sin nit achten,Als mid eime kinde mit im lachen.Wir wern von im dy erb locken,Als dy swammen vor den stockin.
Do begabtin dy Merhern
Gar vast dy Wrsouicensir.Grosze glube si in tetin.Dy Mehern also mit in retin,
Daz si Worziwoum vz trebinVnd mit herczok Swatopluk gedigin.Si mustin czu dem keisur varn,Do si sin gezceuk warn.
Ach arme giczecheit,
Du bist leidir wit vnd breitBozer mensch in der halb virderbt.War vmb bistu vszin geverbit?Du sagist ein wenig suzz,
Dar nach bittirs biz vf dy fuzz.
Vmb clein dinge mit vlizzeVirwurfin si irn herczogin weiz.Dar nach si do nomenGar einen vreizsamen.
Ein glichniz von den crotin.
Ein konig von gote si batin.
Dem herczog wert irWrsouicensir gloubin schir,Wan ir ein hackin, als ir gert,
Obir wuirme howpt sehin wert.
En ist gesehen als den kratin,Der man do mit wol mag spotin,Daz in nit fugsam ist gewesin,Daz si zcu konig ein balkin losin
Vnd dy crotin vor dem furstin
Cropiczin geturstinDauchtin sich dy achberistin.Si retin also vidir en andir:Der minniern wirt destir bangir
Vnd muszin vns in irm notin
Suchin adir man wert si totin.Also dy Merern ritin,Daz si den minnern vnrecht tetin.Czu irem konig
Machtin si einen krenich.
Do waz der selbe krenich
Ein wilder krotin konig.Der achte irs ratiz nichtis nit.Di grostin zcouch er an daz licht,Nach dem grozsirn sich purgin
Dy clein, e si virdurbin.
Di cleinen der konig virsmehit.Den groszern er mit virslinden echt.Dy do grostin iczundSelczin wurdin zcu der stund.
Dy minnerin si virspottin.
Si sprachin in iren notin:Ir habt vf wuer bosheitEin koning gewunnen vnd berait,Vnd durch wuier bosheit zcorn
Habt er wuer macht virlorn.
Dy grosztin antwurtin do:Lacht nit! daz waiz ich also,Daz der konig von wuir wart wirtschaf von berrinHad gebeitin sinen anherrin.
Den wenigin wirt zcu hant
Mit den groztin we bekant.Wan sich dez konigiz geslecht gesammet,So werdin si vns vrezsin zcu hant.Der clainen waz durste keine da von
Gemischin vndir dy groztin nach gewon.
Hor min wortAndirs hy wan dort!Ein fromdes vbil sucht der coratMit den sinen vil drat.
Bit wir einen balkin zcu konige nit genutin,
Daz vil vbil hettin wer nit gelictin.Ob ich vmmir ein wenig slafin wil,Mir wirt von der krummen nasin tromen vil.Vart von mur verre er boszin!
Der konig went von siner langen nasin,
Da wir da von redinVnd sin mit spoit pflegin.Den Wrsouicensir geschach alsam,
Da von si namen cleinen from.
Von Bozey vnd Mutine den zcwenIst geschribin hi al ein.
[56.] Dem koning gebot der keisir
Gein Vngirn mit im reisin.
Bozey vnd Muchinam geweldig zcu hantDer herczog macht an siner stad im lant.Do dy zcwen houblut waren,Nach herczog Worziwoio si lizsin varin,
Do mid si woltin andir herrin krenkin
Vnd des vrleugiz beidir sit gedenkin,Da mit des vrleugiz, als si nit soltin,Von beiden herczogen si geniszin woltinBorziwous von Polan geladin
Ted dem lande groszin schadin.
Du herczog Vatek wider kamVnde dy worheit recht vernam,Er czeich dy Wrsouicensir sines schadins.Der herczog het ein stad, daz man gahens
In dem lande nit beszir vant.
Si waz in Behem Wretslabs gnant.Noch stet vf der hofstad wildes krautNor ein halbe mil von der Maut.Der herczok sin getruwern wf daz huoz gebot,
Do er mid in saz an dem rad.
Dy Wrsouicensir si zcu dem rade nit liezsin.Des wart si ser virdriszin.Dy herin den herczogen do lobetin,Vnd wy dy Wrsouicensir toubetin,
Si liezsin ir doch weder alt noch iung
Cheinen lebin zcu der stund.Si woltin zcu in gahinVnd si alle irslahin.
Wi der herczog vzerwelt
Den Muchnam virderbt.
Der herczog in eine stobin gink,Do er Muchinam in e vink,Des er doch nicht wuste.Der herczoge en vientlich gruszete.
Er sprach: wor vmb getorst du
Gehin in min hof nv?Du bist diner furstin virratirVnde vnsir vient ein groszer laderVnde gar groszin schadin in vnsirme lande.
Virderbin gebot er en zcu hande.
Wi der Bosey wart virderbtVnd der tot vf en geerbt.
Waczkonem vf Boreyum er sant,Vf den andir lanczdib zcu hant,
Der zcu Libicz saz,
Do ein veste stad wazVnd ouch ein bork do,Wan Czidlin daz waszir soVmb Lubicz fluoszit,
Do si sich in dy Elbe inguozit.
Dem herin sagete der hutmanVon den ritinden zcu hant.Borcius sprach: ich weiz daz wol,Daz vnsir her komen sol
Vnd vnsir vrund zcu dem ezsin,
Dez si sich heut hant vermeszin.Dy prukkin er nider laszin gebotVnd dy geste dar in laszin drot.Als schir Vatek von dem rosze stunt,
In der stubin er si alle vant.
Borcium si zcuhant zcu bittinVnd sin gesinde zcu dem tode virsnuttin.
Wi dy WursouicenserVirtilgt wurden ser.
Borcius son wloch in den waldVnde waz uohin intgangin balde.Der rotir rok in virrit.Do Waczkonis sun in irsicht,
Der selb irslug in noch.
Alle Wrsouicensir virderbit der herczog.Borczius sun czwen czu PrageSchone vnde tugintlich al ir tage,Di warn do czu schul gevarn,
Der virderbir nam si vnder dy arm.
Vf ein yz er si truk.Dy chnebelin waintin in gnuk.O muterl, hilf! o muterl, hilf!Also er iclichir rif.
Der virderbir ein hackin truk.
Daz kinn er in vf hub,Czu iclichir wiz, als czu einem vich.Er slug den schon kindern sichMit einer hackin ab dy houbt do.
Herczog Swathopluk virtilgt si also.
Der Wrsouicensir geslechtIczund man gedenkin mocht.Daz bezsir wer gewesin,Ob Bozey wer genesin
Vnd daz silber nit genomen hette,
Vnd den herczogen in dem lant gelazin stet.Nach Crist gebort daz geschachAls man mir vir war iach,Eilf hundirt gar
Dar nach indem achtin iar.
Des iars virschied bischof Iaromir.Daniel quam vf daz bistum schir.[57.] Der von Vngern gink zcu der zcijtMit heruert in Mehern wit.
Herczok Swathopluk gink gen im aldo.
Er lif im walde vm alsoVnd ein ouge virlouzDez er laider wenig genoz.
Do kert er widir vm hinBiz zcu der stat Chrudym.Als schir er des widir kam,Czu hant er sich gein Vngern nam,
Dy er kunlich bestrit.
Er irkrigt er lant witBiz gein Gran der staid,Dy er ouch gewuhnen haid.
Wi einer vz den Wrsouicensir
Verderbt herczog Swathopluk zcu Behem.
Der keisir gink vf dy Polan,Do selbist der herczog zcu im quam.Dy Polan achtin nit des keisirs,Si furchtin nit noer der Behem vraise,
Wan der keisir zcu den vestin
Nicht komen torste mit den gestin.Wo der von Behem zcu quam,Alle vestin er gewan.Dy Polan begunden trachtin,
Ob si Swathopluk virderbin mochtin.
Ein Wursouicensir het gevlohinIohannes Chises mit dem nom.Der wart reden mit den Polan.Er wolt si von im ledigin alsan.
Er gink in daz bemisch her verstoln
Vnd dar nach vor den keisir gar verholn.Den herczogin er vor dem keisir vant.Do schos Iohannes Chises zcu hantEin glundigen pfil in den herczog.
Er irteilt im czu hant aldo
Lib vnd sele von ein andir vf Iohannem Chiseam,Der mit clage vz in allin quam.Dy Behem lifin mit en andir.Der keisr machte den Behem heren
Herczog Ottin czu Mehern.
Dy herin widir den keisir woltin
Vnd ein andirn herczogen zceltin.Sinen brudir WratislabinSi czu herczok nomen,Nicht dar vmb, daz er beszir wer,
Sundir dar vmb, daz der,
Vf dem der keisir tracht,Nicht ir herczog wird gemacht.Si sprachin: wer wuln liber dar nach iagen,Daz lebin vnde daz richtum wagin,
Wen in dem lande dy koer virlisin.
Si sprachin: holt, ob vns iczund kisinWil ein herczog vnsir zcungen.Dar nach wart er dar vf virsunnen,Dar er vns gebe sin geborn vrunt.
Ez zcimpt vns e, daz wir huot
Nach dem rechtin varin,Wen daz man let by den horn.Daz ist zcu nahe nach dem zcagilMuolich als ein snellir vogil.
Sich ist beszir nuo czu weren,
Wan daz vns, wenn wir sterbin,Vnsir kinder scheltinVnd mit wortin meltin,Dy ruo sich vnsir vetir gabin,
Do von si vns habin
Dy kelle abgesniten,Vmb daz si herczog Ottin virmitin.Abir sin brudir WratislabenSi czu herczog do namen.
[58.] Czu dem keisir gink Wladislab,
Der im do sin gnade gab.Do Wladislab by dem keisir wazVnd den vrid besorgit baz,Dy wil ettlich santin
Nach Worziwoio czu schantin,
Den si mit ern bosin tadGabin czu Prage gein Wiszerad.Wladislab gink zcu Behem.
Er wuste nit, wy es im bequem,Noch vmb des landes wegin,Do von er nit het gelesin.Er nohent zcu Prage,
Vnd do er czu Bern lag,
Herczog Wladislab virnom,Daz herczog Wratislab von Winden komDem Worziwoio zcu hulfe.Er sprach recht als ein gilfe:
Herczog Wladislab mit nit
Bereit sich zcu dem strit.Si scheutin dy Windin serVnde rittin dem herczogen mer,Daz er kein Prage zcuge
Vnd vor den Winden vlouch.
Vnde du er nohete der staid,Si lieszin in nit in drat.Do kart er widirVnd slug sich mit den Windin ser.
Do schuofin ez gar wol dy Behem.
Si behieldin den mit nomVnd den sik an den Windin.Wer ein wenig irgenIn dem strit gewundet wart,
Der starb vf der vart.
Halt wy wenig dy wunde waz,Dan noch er nit genaz.Von dem strid begunden dy rosinVf stigin vnd sich begrasin.
Des mich werdruszit ser,
Daz dy geburt ist komen herVnd also vf gestigin,Des nit billich wer geswigin.Herczog Wladislab waz bereit
Vnde sinen brudir abir bestreit.
Czu Prage vf dem bogistGwan er in der selbin vristDen nomen vnd daz lant.
Die staid ist den Pragern wol bekantNoch man ez Begist heiszit.Vel stride wurdin in Behem irvreiszt,Y doch al ein dy staid
Von dem stride den nomen haid.
Der herczog von Behem zcu handVil vnd wenig obir want.Der strid geschach zcu dratDri stunt an der selbin stad.
[59.] Wladislab begunde den keiser bitin,
Daz er woelde zcu Behem ritin.Der keisir zcu Behem lagVnd saz ein gerichte zcu Prag.Wladislab clagen begunde
Vf sin bruder zcu der stunde.
Der keisir begunde ez den furstin saginVnde si vm daz recht vragen,Als lange si richtin,Biz si doch tichtin
Vnd Wladislabe irteiltin,
Daz lant czu behaldin.Si sprachin vf der staid:Vnsir erst kuor kraft haid,Dy andir ist nitisnicht,
Vnd do von ist si gar ein wicht.
Si spraichin: wist vns wuir hantvesteAdir macht vns sus gewiz vf daz beste,Daz er Behem mugit irwelnVnde zcu furstin, wen er wellit, zceln
Vnd den irweltin virtribin.
Do virricht der keisir WratislabinDen herczog von Windin.Herczog Worziwoium hiez er bindin.Der keisir gebot vnd irloubt
Vel hern abslan dy houbt.
Er gebot er vil noch siner gerEr ougin vz brechin schir,Daz si irn furstin getrw wern
Vnd si nit reicztin noch verwerrin.Borziwoio gebotin si zcu hant,Er solde komen in daz lant.Den selbin allin er gebout
Dy ougin vzbrechin drot.
Do vingin si Iohannem Chystam,Si brachin im vz sin augin.Herczog WorziwoioSolt man vf daz lebin do
Habin zcu hant getedingt,
Wan er het czu gesindSines geslechtiz ein mordir.Der keisir nach groszer gerVil Behem gebot virterbin.
Wisze, wor vm er si hiez sterbin!
Nicht durch giczekeit,Nor dem herczogen zcu nit,Daz derselbe herczog von BehemNicht mechtig werde mit nam.
Du der herczoge des keisirs willin
Het virnomen stillin,Mit weinen sprach er alsoCzu den sinen so:Dy hack eine kulbin vbir sich richt,
Wer sich vor sinen viendin czu gerichte gibt.
Daz pruofete ich iczund rechte wol,Daz alle Tutsche vor volDer Behem vbil mit suchin tobin.Het ich es ein wil vfgeschubin,
So wern min lute genesin.
Si mochtin hut vrunt sin.Ez zcimpt nit den wisin,Daz si dy kunen storen.Ez kumpt dy zcit gern,
Daz dez kuon wirt not.
Er wolde den brudir irlosin drot.Dez keisir liez in gern.Er wuste, daz dy Meylanern
Czurntin vf dy Behem,Daz er nit wolte werinVnd er vbil suchtin.Er gebot, daz si geruchtin
Den hercogen behaltin
(Do legetin dy Lambortir)Vnd sprach: lazit in nit ein lust haltin!Do legetin dy LamborterDen herczog in ein kerker.
Si martirtin in sibin iar
Mit hungir vnd stanke virwar.Der keisir dar noch gebot,Daz man in tote drot.Do woltin im dy Lamborder
Noch irs herczin groszer ger
Des morgens, als in waz irloubt,Habin abgeslan daz houbt.Si liszin im des obindes sagin,Du si im czu trinkin vnd zcu eszin gabin:
Iz vnd trink by diszem licht!
Du wirst vnmir morgen niecht.
Wi sante Apollinaris irledigt.
Der herczog wuste nit wy tunsitin.Er begunde god vlizlich bitin.
In der nacht im irschein
Sent Apollinaris gar fein.Er vragte in noch siner ger,Ob er gern zcu Behem wer.Der herczog wart do dingen,
Daz er geruchte in czu bringen
Czu Behem vz den bandinVnd heim czu sinen landin.Er wolt mit aln sinen dingenTag vnd nacht in sin dinst bringen.
Sent Apollinaris sprach:
Wo du dich erkennest by tag,Do mach nor ein crucze czu stete!Du er daz hat gered,Er saste en czu secze nider.
Do stet er wol bezceichin sider.
Czu Woleczig gink der herczog.Do vand er her Beneda noch.Der machte dy bruderCzu frunde widir.
Er furte en dar nach zcu Prage.
[60.] Watek mit im do lag.Er larte den herczog ser,Daz er gloubte sinem brudir nymer.Der herczog volgt im dar an gern
Vnd herczog Otten von Merhern
Vieng er al czu hantVnd behilt in in Behem lant.
Von dem erstin SobeslabinVnsirn vrunt zcu begrabin.
Boleslab sin brudir dar nach
Czu Polan entphlochVor dem herczog von Behem.Er wart vf si gruolich sehin.Vf dy Behem er begunde
Tobin zcu der selbin stunde.
Sobeslab sampte vil PolanVnd manigerley hande sam.Er begunde wustin daz lantVnde wolt den brudir habin zcu hant.
Wladislab sich gein im nom,
Vnd do er an dy Elbe quom,Di Polan gensit der ElbeSuchtin vride vbir nacht selbe.Dez morgins waz in gach
Vnd nomen in vride ein tach.
Czu hant an der selbin nacht
Hattin dy Behem kein tracht,Si legetin sich an hute.Di Polan gar virvluchtBrachin den vrid vntrulich
Vnde quomen vbir dy Elbe heimlich,
E daz sich dy Behem hettinGewafnit an irn stetin.Vndir den Behem an dem tageWurdin dy bestin al irslagin.
Einer gar wol bekant
Fur den andern waz gnantDiterich Russonecz,Ein gutir Vngir wol gezcogin stets,Der vndir den gesigern
Als ein horn dem einhorn
Irwirbit ruom vnd gutin leuntVnd der wile vink zcu hantEin wild swin in dem waldeLebindig by den oren balde.
Do wart im vf den schild irloubt
Czu intphan ein swines houbt.Der hilt sich gar kundlichEm waz mit hulfe nimant glich.Er virderbit vel Polan
Vnd ir virdarb ouch sam
Den herczog von Behem vor dem brudirKam kum lebintig fuder.Wol si dem gutin iungenVnde an den truwen wol irfunden!
Disir reichtum vnd ir kouf
Vnd disze wollust horint vf,Al ein em ein gutir nam virwarDer blibit noch hundirt iar.Lobt man den gutin Diterich,
Ich rade einem iclich,
Daz er ez alliz vndir wegin lizseVnd nach der sele an sich nasze
Ein gutir nom,Do mit er czu gote muge komen.Der herczog liz sin brudir zcu hantVf Waczkonem in daz lant.
Der selb dem herezogen czu fer
Riet gar ubil vf den brudirVnde reiczte si czu einandern,Daz in wurde deste bangern.En vngetruwn ratgeb er bekante
Waczkonem alczuhant.
Herczog SobeslabDen Waczkon brachte czu dem grab.Er virderbt in mit der tad,Dar nach irwarb mit sinem rat.
Watek waz ein dicke kurczir man.
Er trug gestügt gwant gern an.Sin spottin dy iunghern.Dar vmb si in gernDen selbin Watek Wachtilsag
Nantin beide nacht vnd tag.
Wi dy Behem den bobist vinginVnd wi si mit im vm gingen.
[61.] Der keisir wolde zcu Rome gahinVnd wolt dy lecztin cron intphan.
Dem herczogin zcu Behem er gebot
Mit im czu komin dort.Der herczog an siner statSeins brudir sun gebotHerczog Wratislabis,
Der ouch Wratislab genant waz,
Der hatte dry hundirt helm.Er sprach, daz er selbinWolt sin getruwir vettir.Worziwoius sprach do vor,
Er beval dem vettirn czu hant
Di burgir von Meilan,
Daz ir in tet mit ratEttlich wider tatVm dy vngutige vanchnuzz,Do Wratislabin im virdruzz
Vnd czu Rom waz.
Man sach von im, dazEr gink verrenCzu den heiligin gern.Er bekant, daz der bobist
Czu Rom waz ein gast
Vnd von Meilan waz geborn.Er hatte von Meilan vz irkornDi bestin burgir, dy sin pfloginVnd czu Rom stetiz lagin.
Der bobist mit dem keisir
Begunde zcornen gar ser.Er wolt den keisir nit cronenWratislab begunde sich vreuen.Des bobistis frunt er slug
Vnd in do nit virtrug,
Daz si sinen vettern smachtinVnd sin in der vengnisz lachtin.Er wolt dem bobist ouchVirderbit habin, der do vloch
In sant Petirs kirchin.
Herczog Wratislab lief nach im.Di chirch er vf brachVnd man do an den sinen rach,Dy er in der kirchin noetet
Vnd mit virwunden totet
Her Bonan dy kirch brach,Den man von erst dar in sach,Der dy lute zcu tottenAn graif in den notin.
Er toite dy Lamborder
Noch sines herczin ger,Daz blutige beche von im runnen.Den bobist si vingin zcu den stunden,
Si dy grostin kirchin beraubtinVnd daz beste alliz claubtin.Si hietin mer gedechnizs laszin,Ob si sich nit hettin begoszin
Schentlich mit den plutigin regn.
Do must der bobist den keisir kronVnd dy Behem alczuhantLedig machin von dem ban.Czu der zcit starb Daniel,
Nach dem Herman wart irwelt snel.
Von einer seilczen geschichtIst dy kronik gericht.
[62.] Steffan der gut kenig von VngirnVnd Wladislab herczog von Behem bisundir
Nomen ein tag zcuszin in.
Si komen in vrid do hinVnd zcu ratin begundin,Wy si zcu allin stundinMit vride gewesin mochtin,
Vnd do si zcwen al ein trachtin
Vf ein berg schon,Si wustin nichtis nit do von,Daz von einem krig by nomDi Vngern rauschtin vf dy Behem
Vnd beidirsit an den stritin
Vel lut irslagin hettin,Vnd dy Behem iczund vluhin,Als man list an den buochin.Dy Vngern alle gelich
Gingin noch in mechtlich.
Gregorius des starkin sunBegegnite den Vngern an der lun.Der selbe irledigte drotDi Behem von dem tot.
Der iung do gein den Vngern
Ein zceichin wist besundir
Vnd vel kunheit er bewiste,Do von man in mit lobe priste.Er gink in dem blude,Vnd biz an dy enkil wude,
Halt wo er sich hin wendit.
Ez gink im wol vf der stet.Leidir der gink do abVon dem lebin zcu dem grab.Herczog Ott von Mehern
Reit in kurcze wil nit gar vern
Vf ein berg alleinBesundir von der gemeinVnd von der geschichtWuste er nichtiz nit.
Dar nach sach er,
Daz man slug vf daz bemisch her.Er srei vf sin MeherVnd slug dy Vngern ser.An zcwey teil beidir sit
Si vristin nimant an dem strid
Vnd si alle tottin.Du si daz irhort hettinBeid der konig vnd der herczog,Von ein andir waz in gach
An alliz ende ser,
Der hin vnd iener her.Der herczog wart mit sin hernDen totin Gregorium ern.Sin kindern er gebot
Swarcz vnd wiz linwat
Demuodik zcu tragen,Wan der Georij in sin taginNoch der risin sittinKunlich hat gestrittin,
Des do ez mit vnfug
Di Vngern czu tode slug.Herczok Wladislab hatt nit kinder,Da von er trachte bisundir
Vf sin brudir Worziwoium,Dem gab er vf daz herczogtumVor den lantlutin,Der mer solt vor en stritin.
Wi Wladizlab nit stillin
Worziwoium vertreib durch der Deutschin willin.
[63.] Worziwoius dar nach herczog waz.Da von sage ich vch daz,Er hilt den lantlutin nit.
Sin gelobde waz ein wicht.
Er nam zcu sinem radFromd an der sinen stad.Dar vmb sin bruder zcurnit.Er wart en in ein kamnir fuorin.
Herczog freunt, mir ist drot
Heimelich mit der czu redin not.Czu im er also sprach:Wofin vnd ymmer ach!Wor vm zcuchtigst du dich nit
Bi den andern, als man sit,
Daz du dy fromd gebornVnsir vetir verratin han.Hastu ez ye horin saginAdir in andern landen gesen?
In irm rad fromd geborn
Do von kumpt mer leid vnd zcornVnd wer der ist, der zcu vilSinen eren schadin wil,Der nem solich in sinem rad.
Seldin kem gutir gat
Irr auz in sinem lant,Sundir der wirt vns bekant,Der sich do heim nit enhelt.Er wil, daz man sin entgelde.
Vnd wi mag ein fromd geborn
Getrulich ymande mit gevarn,
Der den sinen nit kumpt zcu statin?Der mag nymmer trulich geratin,Der von fremdem landenTracht nur diner schandin.
Er kumpt her gar stiln
Nit durch dines bestin wiln,Sundir dar vm, daz er gerucheVnd sin nucz by der suche.Ob ez der vbil irget,
Ez wirt im nit zcu spet
Noch im ez nimant wird,Ob er widir heim kert.Im antwurte der herczog:Daz weiz ich doch,
Du du herczog werst,
Wez mit libe din hercze gert,Den nemistu zcu dinem rat,Beide fruo vnd spat.Wan ich mich selbir meistir,
Miner gebot lastir
Laz ich in minem rad stan,Di den ich sin wol gan.Do sprank er vz der kammirnMit zcorn vnd in iamir.
Herczog Wladislab dar nach
Kom fur in vnd sprach:Mit den lantlutinSent du nit wilt witinAchtin der dinen frums,
So wil ich mines herczogtums
Widir vndirwindin.Er furte em mit sinem gesindeVz dem palast dortVnd sin gesinde er in furt.
Do dy von fremden landen
Im stunden by mit schanden,Si torsten im nit reden zcu.Wratislab kam vf den stul,
Abir noch dren iarnWolt er es nit lengir sparn,Er gab WorziwoiumWider vf daz herczogtum.
Wi Worziwoius czu dem andern mal
Vertribin wart durch der Tuschen wal.
Herczog WorziwoiusBawit czu Saczk ein gotis huz,Di liz er wihin vnd meren
In sent Apolinaris ern,
Der in hatte vil suzzeIrlost vz dem venknisze.Er furdert in ouch zcu sinem frumIn Behem zcu dem herczogtum,
Abir der gnaden nit kunde
Behaldin zcu der selbin stunde.Er begunde dy Tutschin zcu hantWidir bringen in daz lant.Du ir want, daz er
Des herczogtums sichir wer,
Er sante brife zcu Tust zcu hant,Daz dy Tutschin in daz lantOb ir wald liezinVnd durch er gegent diezin.
Du daz Wladizlab het virnomen,
Er hiz dy lantlut vor sich komen,Vnd er sprach also zcu in:O o o daz mag nit gesin.Er muz alzcu hant
Selbir gen in deutsche lant.
Wladislabs beriet bi zettenSich mit den lantlutin.Er sazcte abir WorziwoiumAb von dem herczogtum
Vnd gebot in zcu hant
Czu gen in deutsche lant.
Er sprach: hor mich, brudir min,Du macht an si nit gesin.An den Rein ge mit in!Daz keisirtum von in gewin!
Als ob er spreche:
Ich daz libir sehe,Daz min geslecht sturbe,E min zcunge virdurbe.[64.] Bischof Herman starb,
Wan daz er irwarb,
Daz vor sinem todeKom zcu im ein stimi drot,Dy zcu im also sprachVon der sweren gotis rach:
Du hast gebotin zcu laufin
Vnd dy Juden taufin.Wor vm lobistu inSi abir zcu iudischin?Ez het dir gefugit baz,
Daz du nach dem rechtin daz
Hettest vndir wegin laszinVnd soldest dich des vnrechtin maszin,Vnd do mit der kristin gloubinSoldest du nit crenkin noch beraubin.
Chum fur daz gerichte schir
Vor ein gerechtin richtir!Hirt, gib rechnug widirVon diner herit vnd denn genider!Du virschid der bischof
Mit clagin, daz in wenig half,
Vnd Siluestir alsamSich des bistums vndir nam.
Von dem erstin Sobezlabin,Wi kun er waz in sin tagin.
Czcu der zeit starb Wladislab.
Sin bruder wart herczog Sobeslab.
Der bestreit dy geburenKunlich nach sines herczin gerVnd virderbte in BehemDy Tutschin, wo ers an quam.
Der keisir wolt si rechin.
Er gink geweiltlichinCzu Behem in daz lant.Sobeslab ward im wol bekant.Er sprach in grim:
Ein somlichs tun ich im.
Ich wil dy Behem al irslan.Vnde do der keisir wolde ganMit prennen vnd mid morden gevarenKam gegin Bemen,
Sobeslab kam vf der weit
Mit im offenbar zcu strid.Di Behem wurden als dy lewenNoch irem herczogen streben.Irs herczogen des greulich
Hutin si gar truolich.
Von Sobeslabs slegin funkin furn,Di man do wol mocht gespurn.Sin slege si also taubtin,Daz si nit gloubtin,
Daz er ein mensche were,
Sundir der tufil were.Sobeslab achte nit der gevangin.In wolt ouch nit gelanginNach dem raub zcu rinnen.
Nur ein gutin namen
Suchtin si in dem strit,Wen dy Behem gesigtin neit,Vnd dy Tutschin obir komen,Dez si nucz vnd er nomen.
Der keisir wart do gevangin
An der flucht des erlangenMuste mit schandin dingin.Epte vnd bischof si do vingin,
Doch litin si kein vanknisze.Dy bischof vnd dy epte suzWurden vndir den helmIn wafin gevangin selbin,
Wan dy Behem sprachin also:
Den ban sult ir vlihin doVnd virwundit dy prister nit!Habt mit in nit andirs pflicht!Wi ir si habt gevangin,
Also lat si belangin!
Gebit in dez heuz gnuk zcu eszin!Wan si habint vns daz beszirBeraubt vnd virprant.Also wit ist daz lant
Vnd wo si gelegin sint,
Si hettin vns fur ein wint.Di ratlute hizsin si totin.Sobeslab wolt sin nit gestatin.Er sprach also:
Willich furste erstet do
Von der geburd?Wen ir wirt gefurtErslagen vz dem her,Sin mutir gepert in nimer.
Abir dy di chur irwelt
Vnd zcu fursten wern gezcelt,Der furstin tod schadet vil.Wan maniger beidet vf daz zcilAllir meist der,
Wilchir dar czu hoft ser,
Abir wo der furst nurGesin mag an kur,Den mag nimantSines furstums tun an.
Dy Behem volgtin dem rad.
Der keisir lobt mit der tad.Den lantlutin furbaz nymer schadinNoch dem lant bi sinen tagin,
Sundir dar zcu kerenDer Behem er meren.Do gab der keisir siderDem rich dy cron wider.
Er sprach, er durft furbaz
Widir nimant koufin daz,Er wolt in ir vor nit gebin,Nor daz si iz czu koufe nemen.Ouch irloub ich euch, sprach er,
Daz ir mugt einen koning mer
Behabin ymmer furbaz schon,Abir ir muszt dy kronVon mir intphan.Dar zcu solt ir gan.
Der strid geschach,
Du Christus geborn wart dar nachEilf hundirt vnd xxxiiij iarDes selbin iars vir war[65.] Di Polan gingin in daz lant.
Di Behem bestrittin si zcu hant.
Si irslugin vel PolanVnd beraubtin alzcuhantPolanir lant, do dy fundenSand Woyceks houbt zcu den stundin,
Daz si von danne brachtin.
Daz selb haubt, dez si nit achtin,Blutigs in sich noch bewist.Czu der zeit sich vlistDer herczog zcu zcir dem lant
Vnd vm gab alzcuhant
Di burg zcu Prage mit der muor,Daz er si do mit gehauwerMacht vnd virwert so.Czu der selbin zcit aldo
Di Juden der Cristin kinder
Mit dem tode machtin minnerVnde des iahin si in irn notin.Dar vm gebot man si zcu totin,
Ir huser ouch beraubin.Vnd do si der Juden gloubinVnd er lib virderbtin,Di vf dy tufil erbtin
Vnd ir huzir beraubin
Vnd ir gut daz vz claubin,In der sinagoge man vantEin groz slangin zcuhant.Ez waz nit gewonlich,
Daz irgin in diszim rich
Ein solich were gewon.Ob dy Juden do vonWustin adir nit,Da von nimant git.
[66.] Daz geschen ist
Nach Crist geburd in der vristEilf hundirt iarDar nach in dem virczigistin iar.Czu der selbin zcit
Sand Procob sich dem tode gibt.
Sant Procop sich dem tode geit.Dar an den BehemVon gote ein groz hulfe kom.Dez bekante ein tutschir apt,
Den sent Procop so begabt.
Er slug vnd zcoch en mid dem stab.Dar nach herczog SobeslabDer tugintlich gink abVnd dy sele gode gab.
Sin sun waz dar nach
Wladislab herczog daz gsach.Der volgt nit sinen vater vnd mutir.Er waz der Deutschin vreunt gutir.Ez bewiste sin kunheit nimant,
Allein daz er sich sampt
Mit dem keisir in vruntschaf.Dar vm er dicke wart gestraft.
Wi konig Wladizlab gecront wartVnd czu Prage kam vf der vart.
Keisir Frederich zcu RomLud Wladislabin mit nom,
Der von Behem czu im gink
Vnd von im dy kron entpfink.Czu Reginsporg er komVnd der keisir som.Dar nach reit er schon
Czu Prage in einer kron.
Er furte mit im ein grosze scharDer Deutschin, daz wiszit fur war!Er sprach an der stundCzu den Behem lachund:
Gleubt ir ez in wuirn sinnen,
Daz ich mag er an vch gewinen?Dy rede waz ein wicht.Sinem sun geuil si nit.Den lantlutin begunde ir clagen
Vnd vf den vatir sagin:
Ich wil minem vatir, sagit er en,Cheinir truwe schuldig sein,Sind ich sehe zcu dir vrist,Daz sin zcunge vngetrwe ist.
Du dy heren daz virnomen,
Si zcu mal zcu einandir komenCzu des konigis sunDem Sobeslabin.Mit einandir si begunden
Ratin zcu den selbin stunden.
Si retin mit dem konige doVnd sprachin zcu im also:O konig, hortEuwir wisin wort!
Vnd waz si mit mir
Redent czu dir,Daz hab mer nit vor ubil auch!
Di wisin vragen vch,Wer vch dorste dar zcu raten,Daz er ewerer mit den tatenVnd wuir gewalt
Torste virwandeln also palt.
I doch hab wir dy cronMit dinem vatir schonMit vnsern libin streitberlichBehabt vnd scheinberlich
Vnde habin mit vnsirm lebin
Der kesirlichir guald gegebin.Wy dorstu in deutsche lant ganVnd an vns dy cron entphan?Du macht si zcu Prage gar nahm
An al deutsche enphan,
Sin du wild do mid gedichinVnd al ain mid fromden richin.Wi torstu du dich gebin zcu irkennenVnd czu Behem konig genennen?
Er gestet nit vf der sted,
Daz der furspreche mer ted.Czu dron er in begund.Vf den keisir zcu der stundDi lantlut gar gan
Woltin in nur irslan.
Czu der selbin zcitMust der konig vor groszem neitVz dem rich heimlich genVnd vf dez keisirs hof sten.
Du der konig gevloch,
Sin sun Sobeslab waz herczog.
Von Sobezlabin dem andirnDer Tutschin vient im lande.
[67.] Sobeslab waz der Tutschin vient,
Wo er ir gwar wart hint.
Den zcam als morgin nit zcu lebin,
Si worden al dem tode gegebin.Waz er ouch Tutschir sachOdir wer im da von sait dar nach,Dy hiez er fur sich bringen.
Er wolt in daz houbt virringin
Mit einer schentlichir gab.Er sneit in al dy nasin ab.Czu in er also sprach:Der Tutschir sy min gouch,
Vm zcu laufin in der werlt!
Czu torheit wirt ez der gezcelt.Vnder den dinen biz gnant,Der nom ist dir wol bekant.Vlüch balde vz minem lant!
Di Behem werdin von dir geschant.
Du bist nit komen stillinDurch gutir sache willinHer von dinen landen.Do von bist du czu schanden
Wordem mit der nasin.
Du gest als der wil grasin.Wor vmb bistu hy her komen,Als dy distil vndir blumen?Di andern Behem wilde
By irm herczogin nomen pilde.
Wo si ein Tutschin sahin,Si woltin al zcu im gan,Als si in woltin vahinVnd en alzcuhant irhain.
Si schrien vf en golf,
Als vf einen wolf.Si machtin in zcu einem tornVnd sniten im ab dy orn.Hoer noch ein wundir plab!
Si snitin im ouch dy nasin ab
Vnde wer Sobeslabin zcu brachtBeide tag vnd nachtSin schilt gedrollin
Tutschir nasin vollin,Dem gab Sobeslab der starkClaris silbirs hundert mark.Di mer gingin zcu hant
Vbir al tudsche lant,
Daz der guoem SobeslabDen Tutschin solich zceichin gabVnd si als ein bastIn dem lande hast,
Vor ein tutschir gast
Waz im als ein swer last.Ein iclichir wisir solEz im vor gut habin wol.Di wisin sprachin do
Widir sich also:
Der frum sin zcungin mert,E si wirt vbir hert,Der vngetrw, als man sicht,Acht siner zcungin nicht.
Di andern also sprachin
Mit redelichin sachin:Daz lant mit sinem futirIst eines iclichen mutir.Wer dy Tutschin smecht
Vnd in Behem lant echt,
Den hab ich nit vor frum,Wan ez wer nur kum,Daz im gein der selbin smechEin sollis auzzer lancz gesech.
Di iren leut al geleich
Mitin zcu Behem daz richVnd sich der vlucht gabin.Von herczog SobeslabinDem keisir si begunden
Vbir dy Behem czu den stunden
Clagin vnd sich bereitin.Er gebot in ein wil zcu beitinVnd sprach zcu dem Wladislabin:
Ich wil der ein wenig sagin.Ich wil dy Behem nichtBringin von des lebins lichtNoch durch din son sterbin
Vnd durch en virderbin
Vnde dich zcu Behem.Do man der billich ist gramMit wundirlichin sachinDer Tutschin konig machin,
Du ein grebe daz irhort,
Du ein grebe von BehemDi rede also virnam,Hor, wy ein wundirGeschach do bisundir!
Er mochte nit czu Behem
(Di Tutschin warn dem lande gram)Gehabin einen botin.Do must er in den notinEinem lon gebin,
Der dy botschaf wurbe ebin.
Sobeslab als ein pesseRet nit vndir der messe,Sundir er grwelich grein,Daz do wol von im irschein.
Nach er ouch mit keinem wort
Do selbst keine botschaf hort.Der bot het andir mere vernomen.Er wolt der botschaf ab komenGegin dem Sobeslab,
Der in do schuf in daz grab.
Er wart dy botschaf werbinIn der messe du er sterbinMit vngelingin muost.Do der Sobeszlab huost,
Er kart sich gen dem botin vmb.
Do wart der selbe bote ein stumb.Do in Sobezlab der gruelichAn ad miczt vnhuorlich,
Der bot als ser irsrak,Daz er zcu hant tot lak.
Von Sobezlabin freisamkeit,Di er in sine leben irczoyget.
[68.] Der keisir wolt nach den stunden
Di Behem truloz kunden.Er mochte ouch nit botens habin,Wi gern er in wolte begabin.Ein vrechir rittir schoz sich vz.
Er nam sich ioch in kein gruoz
Mit der botschaf zcu Behem.Dem im ouch nit wol bekam.Er sprach also:Ich furchte mich clein do,
Vnd waz mag yemant in vnsit
Mir gedron do mit,Ich han dicke mit min hendinCzehin allein bestandin,Vnd mich noch willin mit en begangin
Vnd si auch alle gevangin.
Wullin si mir icht tun,So bin ich wol als kun,Ich slahe mich mit in.Vnd do der bote quam do hin,
Mit sinen groszin vnsin
Vf gar clein gewinVnd Sobezlabin an sach,Do waz im nit gar gach.Er luzsit als ein hesel,
Ser irschrockin als ein esel.
Dem botin nohint Sobezlab,Do mit er in dem tode gabVnd sin sele schied von dem libeVor vorchtin do von ich schribe.
Sobezlab ist also suzse gewesin,
Der keinen Tutschin wolt genesin
Noch laszin in sinem lande,Da von er ymmer ist geschant.Czu der selbin zcitSiluestir wart hin geleit.
Noch im do kom
Meinhart vf daz bistum.
Abir von dem vnsuozz Sobezlabin,Der in der helle mag sin begrabin.
Der keisir abir wolt
Di Tutschin rechin, als ir solt.
Mit herschaf er begundeGen in Behem zcu der stunde.Di Probantir vnd dy Frisin,Vnd Rynlendir als dy Risin,
Die Sachsin vnd dy Doringin,
Ouch dy Beigern hort man clingen.Dy Fleminge vnd dy SwabinDen Behem komen al zcu schadin.Si samptin sich mid ein andirn.
Er iclich wolte wandirn
Bisundir mit ir gesinde.Er sinne warn also blinde,Daz si dy Behem woltin sterbinVnd si al zcu mal verderbin
Vnd daz rich mit wiczin
Des erstin czu besiczin.Sobezlab daz virnom,Vnd e daz der keisir kamCzu der Losincz dem pach.
Gegin in waz im vil gach.
Er irhub sich gein im dannenKaum mit zcwenczig mannen.Do herczog Sobezlab dar nachDi luczil siner sach,
Er bat den heilgin toufir
Sent Iohannes mit vollir ger
Vm hulf in sin notin.Den keisir si gesen hattin.Der gink, do er lakVor ein berk zcu Prak.
Do er der Behem gwar wart,
Er besorgete sich vf der vart.Sobezlab sin in dem dorfe beit.Di Tutschin vf dem velde witGingin als ein muor gein Prag.
Di Behem schrien: sla a slag!
Do irslugin si dy Behem an deme phat.Leut alle an einer stadEin Behem dar nachDen Tutschin hindir nack.
Di andern durch den grabin
Rittin vnd en zcu gabin.Czu beidin sitinDi drittin vf der witinGweiltlich abstunden
Vbir si zcu den stunden.
Do irslugin si daz herAlzcu mal nach ir ger.Do intgingen dy Tutschin nit,Si hattin mid dem tode pflicht.
Sobezlab also irclang,
Daz dem keisir nuzse lang.Der keisir vnd dy furstinMustin blut durstin,Also daz si wurden irslagin
Vnd al dem lebin widir sagin,
Do von des bachiz flutDry tage ran mit plut,Wan der herczog in notinHet vor den strit gebetin,
Daz man nymant vristin solt,
Halt her geb silbir odir golt,Man solt sich obir nimant irbarmen,Er wer rich odir arm,
Vnd dar solt man ganSi al zcu hant irslan,Wan man in kein als nohinMan solt erkein mit nichte vohin.
Do selbist pautin si dar nach
Dem touffir send Iohannis gachEine schone kirchin,Di si mit ir werchinBi dem lebin het behaltin.
Er wolt si lengir altin.
Gein got er in irwarb,Daz er nit luczil starb.Man trug si all dar nachCzu gedenknisz gein Prag.
Vndir dem roub, den si do
Nomen mit dem todis dro,Czwei tusint vnd funf hundirtVingirlin si funden,Di si nomen von den rittir
Hendin do irslan bittir,
Den doch god aln gnade!Dar zcu ich ouch sine gnade bidde.Mit allin gloubigin selnAl behut vns vor der heln.
Du daz Wladizlab hort
Ettiswen zcu Behem dortKonig gewesin,Daz der keisir nit genesinWer vnd mit den sinen
Waz irslain von den viendin,
Er wart sich vnd gar ein vicht,Vn dem tode mocht enken nit.Vor leid vmb dy TutschinMust er dem lebin wichin.
Daz ted nit sin son Sobezlab,
Der si al schuf zcu dem grab.Do sinte der grewlich SozblabSeinen vater Wradislab
Von des keisirs hof her ab.Czu Wisrad gab er in dem grab.
Wi Sobezlabin der keisir batVm sin sun dar nach drat.
[69.] Si erweltin dar nach
Ein keisir vil gach,Der pruft an der zcitSobezlabs kunheit,Der durch siner zcungin er
Den tod gert vil mer,
Wen sin lanklebin.Do man sach in strebinNach vnd tag nach,Im waz vf dy Tutschin gach.
Der keisir sich begunt
Gein dem herczogin an der stundCzu habin gar vruntlich.Ir wuste nit mit sinem rich,Wi er im tuon solt,
Vnd der dy wil kum holt
Czweihundirt rittir mochte gehabin,Si wern zcu Behem al irslagin,Do mochte keiner enken,Man sach nit by dem keisir sten
Einen gutin rat,
Wan des Sobezlabs tatDi furstin al viringit het.Er vetir dem tode getDo von in deutschin landen.
Di furstin zcu den stunden
Dannoch iung worinVnd von wenig iarin,Man mag nit licht vm dy redVirdenkin vnd sprech vf der stet,
Daz dy kinder wern wiz.
Ich beken ez mit vliz,
Daz der iung doch wy seltinWeiz si zcu meldin.Abir der iung wening neuszit.Di wisheit dez in ser verdruszit,
Wan dy gewonheit machin kan
Ein gutin werchmanVnd dy virsuchung oftVf dy kunst hoft.Dar vm mag der alt
Der virsuchung vil palt
Vnd ouch der gewonheit gnizin,Den in nit sal virdriszin.Do mit mag des iungin schinDem altin nit glich sin.
Daz daz wor sy,
Daz wusst zcu der selbin vristDer keisir gar wol,Dar vm er vor volVrleugt mit nimant.
Ouch do von, want
Er waz zcu krangVnd den herczog vndirdangHet zcu frunt dar vin.Er het zcwen sun frum,
Der hiez einer Bolezlab,
Premisl man dem andir gab.Di Tutschin en virkartin.Er nom mit disem wartin.Bolezlabin si hieszin Frederich,
Der nom im wenig waz glich,
Vnd Przemisl ConradNantin si vf der stad.Der keisir machte dem BolezlabeNit geschadin nur mit der gabe,
Daz er sin sun brechte
Von bemischin sitin rechte.Sobezlabin er bat,Daz er sin son drat
Czu im laszin solde.Sobezlab sin nit tuon wolde.Er sprach: min kinder do mitVirkartin sich an iren sit.
Der keisir antwurte ge vlizsin:
Daz mag du selbir wiszin,Daz dem furstin zcimpt,Er czu habin, dy er nimpt,Durch sines landez sitin willin.
Wer dich vnd en begrifet stillin,
Der vrluost sin er zcu hant.Dar vm ich in dem landeMin kindir nit wil laszin,Czu dir mit diszin maszin.
Min vatir der her
Virloz do von sin er.Durch der fromden rat willinMust er vz dem lant stillin.[70.] Der keisir im vaste an lag,
Biz im der libe Sobezlab
Must sin sun sendin.Er liez sin zcungin schendin,Der er wart virlorn,Als der ochse by dem horn,
Wen man in warn let.
Vmb sich er ver stricht.Im geschach also zcu hant,Do er sin sun zcum keisir sant.
Wi Sobezlabs sun gelank
Bi dem keisir an sin dank.
Sobezlabin der keisir lobtVnd in mit den trwin begabt.Sin sun er entlart.Er sprache vf der vart,
Er gebot si tutsch zcu leren
Noch liez si widir heim keren.
Do sy czu den stundenWenig bemisch kundir,Ein bote waz zcu in komen,Bi dem si do virnomen,
Daz ir vatir siech lach.
Si sprachin: holt er magAn vns sterbin also.Vnd si kartin widir aldoGein Behem an vrlob.
Er vatir waz vor altir toub.
Sobezlab redin beguntMit den sinn zcu der stunt.Er sprach: ich wil gernVch, sun, liplich lern
Nimant getrwers icht,
Wenn vatir odir mutir sichtDo sprach Sobezlab der gruelich:Ich ler vch trwelich,Do mit ir komit zcu eren.
Daz lant laz ich vch gern.
Ich bevel vch wuir zcungen,Daz ir mit vch gelungVnd si furdert allewegeVnd den Tutschin kein weg
In daz lant irloubt.
Di zcung der Behem er beroubt,Wen si in dem lande irstet.Di Behem er vndirget.Si wern daz lant
Vnd dy furstin verratin zcu hant.
Von in wirt vnsir kron genomenVnd in deutsche lant komen.Di Tutschin von erst sich machinAmvlochtig mit iren sachin.
Abir als si sich gemern,
Czu hant si widir kern.Si achtin ir herschaf nit,Do von in dy worheit git.
Vnd mocht ich solt sinVon einem clein vogelinHy vf der erdin,Von vch gwar werdin,
Daz ir mit den Tutschin spilt
Vnd vch zcu in hielt,Ich gebe vch mit vwirn gnoszinIn einen lidern sak stoszinVnd in der Molda irtrenkin
Vnd vch da mit dy leczte schenkin,
Wan ich wolt vch by minen taginVil lichte verslagin,Wan daz totir wagtDi schand miner zcunge clagt.
Er gebot den lantlutin mit nomen
Fur sich schier zcu komen.Er sprach zcu en do:Allir trwe danke ich vch no,Wan dy habt er
An maz gehabt zcu mer.
Ich bit vch an hindern,Habt dy selbe zcu min kinder,Ob si sich czu vch haltin.Adir ob si mit vch nit altin
Vnd vch nit lib habin,
Vch ouch nit begabint,So achtit er ouch nitisnitVnd habit zcu en kein zcu virsicht!Allir trwe siet gein in ledig
Nempt vch der vch si genedig
Czu herczog ein pauman,Wan ein buer wirt zcu hantEin gut furste vil droter,Wen daz sines herczin ger
Ein Tutschur czu rucke gebe
Vnd mit Behem trwlich lebe.
Von Sobezlabs sunen, wyDi in dem lant sint gewesin hi.
[71.] Sobezlab der grulichVirschied vngehurlich
Sin sun Friderich
Kom zcu dem rich,Der begunde dy Behem schendinVnd in daz lant dy Tutschin sendin,Den dy Behem al zcu hant
Dar vm virtribin vz dem lant.
Vf Conradum si trachtinVnd in zcu herczog machtin.Do mit dem ladenSi nit beszirn irn schadin,
Nezlin si globin
Vm ratin, do si nomenEm brudir vz einer andir stad.Si tratin ser vz dem pfat.Disir ted dem brudir glich.
Er palczte dy Tutschin gwaltlich.
Do dy Polan daz betrachtin,Daz dy Behem nit achtinVf irn herczog vnd sin lachtin,Daz lant si an vachtin.
Si toden groszin schadin.
Di Behem gutlich nit geladinMit irm herczogen ken in gingin,Doch si ir nit intphingin.Chunlich si se bestrittin.
Em wil si nach dem strit bittin.
Den herczog si virtribin zcu hantVer vz Behem lant.Si sprachin zcu imIn irm groszin grim:
Nimant der gehelfin kan.
Der bemisch odem stinkit dich an.Ge in Beiern iczunt,
In tutsche lant, du tutschir hunt!Czu dem gemerke si in beleitin,Do si sin mit dem tode irbeitinVnd in do irstochin,
Wan er hat gesprochin:
Mich stinkit an by nomDer bemisch odem,Recht als ein totir huntNu vnd zcu allir stunt.
Do virschied bischof Meinhart.
Daniel bischof wart.
Wi der tutsch StanmirDen Behem sent mit fur.
[72.] Czu der zcit in tutschin landen
Waz einer von furstin irstanden.
Der selbe hiez Stanimyr.Der begunde sprechin schir,Ob er gwalt hette,Er wolt dy Tutschin vf der stet
Virtribin vz Behem.
Di grozen brachtin dy minnirn an,Also daz si StanimirCzu herczog machtin schir.Di Tutschin er begunt
Nicht in Behem zcu der stunt
Lazsin vnd wart si virmidin.Di nasin wart er in absnidin.Abir er sich vnd vil gachDer vestin vndirwant dar nach.
Di gnade bewister vf der stet,
Di er zcu den Tutschin het.Er begunt dy Behem vahinVnd in ab dy houbt slahinVnd dy Tutschin alzcu hant
Czu meren groblich in dem lant.
Den hof het er Tutschir vollir.
Di Behem liez er dar vm chollin,Der er kein liez fur sich.Er smet si recht als daz vich.Er saczte ein Tutschin obir Prag,
Der des selbin husis pflag,
Vnd al vestin weitinBesaczt er mit deutschin lutin.Herczog Stanmir doRet zcu dem Behem also:
An vwen dank werdin
Hir vf disir erdinDi Tutschin mit vns wonit.Dar nach zcu der selbin stuntSamptin sich dy lantlut,
Do Crziwoclag dy veste lag.
Si hattin ein heimlichin ratMit einer seldin tat.Do ludin dy Behem den FriderichWidir heimlich in daz rich.
Si gabin im den rad,
Daz er macht wolk vor CrziwoclatVnd herczog StanmirumCig sines herczogtumVnd spreche: ich mit min tatin
Wil mines herczogtum nit geratin
Vnd vm daz min wil ich strebinVnd gehaz sin dinen lebin.Viltu mir abir selbir gebin,Ich wil mich furbaz nit irhebin
Noch dich ymmer an gerechtin.
Stanmir volgte dem rechtin.Den Tutschin gebot er zcusamen,Daz si vf ein tag komenMit im vnd im ritin
Getrwlich mit irn sitin,
Wy si dy Behem betruginVnd by dem lant selbir blibin.Do dy Tutschin alle
Czu samen komen mit schalle,Si komen czu der selbin vristMit dem herczogin vf daz Bogist.Stamir kam zcu dem tage
Vnd en dy vntrw legt vf ein wage.
Mid den Tutschin er ret aldo:Wen ich sprech zcu vch also:Verwandert vch! virwandert vch!Io der man tu als ein gouch
Vnd lege zcu hant sin wafin an;
Vnd ob er vil licht nit wil stanNach vnsirn willin,Dar zcu swiget er vil stillinVnd slait den Friderich zcu tode
Vnd sit nit sin in der not!
Di Behem zcu en selbir komenVnd Stamirs vntrw si virnomen,Si namen wafin zcu dem tage stilnVndir dy rok nach irem willin.
Friderich gein Stamirn begunt
Clagin an der selbin stunt,Daz er sin lant torsteBekummirn als ein furste.Stamir zcurnit zcuhant aldo.
Czu den Tutschin rif er also:
Virwandert vch! virwandert vch!Si hiltin sich bi scharn dochDi Tutschin an ein andir.Si woltin sich in wafin wandir.
Di Behem begundin vf si gahin
Vnd si alle irslahin.Si sprachin mit ein andir:Hi wer vch virwandir!Rot rok sind wir ouch.
Vnd Stamirum, der nit vlouch,
Mit den sinen do virderbtinVnd daz lant surbetin
Von den Tutschin do.Abir dy vf den borgin blibin so,Di vlohin zcu allin ortin,Als schir si ez irhortin.
Also behilt Friderich
Daz bemisch richVnd er hilt ez furbazMit siner zcung laz.Di Tutschin er nit lib het.
Als sin vatir, tet er in vf der stet,
Er sneid in ouch dy nasin ab.Er het von in grosze gabEnphangin vnd nit chlain,Wol malent gepild mulstain.
Wi Mehern verloz sin herczogtum
Vn eigintlich czu Behem kam.
[73.] Der herczog von Mehern woltSin brudir nit dinen, als er solt.Dar vm must er
Gein im gen mit sinem her.
Abir wan er an der selbin stetNit gnuk lut het,Dar vm er dy WrsouicensirCzu huldin nam nach ir ger,
Daz si ir schanden alle wege
Abir gedechtin zcu pflege,Er gebot in zcu furinVf dem schild ein hackin turin,Da mit by ern iarn
Er vetir ermort warin.
Er gebot in ouch by ir lebinIr erb widir zcu gebin.Do gink mit den sin gelich.Gein Mehern herczog Friderich.
Der herczog von Mehern des virhengit,
Daz er em zcu strit begeint.
In dem strit er gesigtVnd Mehern alczumal irkrigt.Do bestreit FriderichDi Mehern kunlich
Vnd der herczog zcu Mehern
Virlous sin frunt verrenVnde alczumal mit disen pflichtin.Er mochte sich nymir vf gerichtin,Wan si vil nohe lagin
Do alzcumal irslagin.
Ein wiz hant in einer grunMit einem ast guldinVnd ein iungfrow in gold,Dy ein stral haltin wolt.
Do gink ouch zcu Behem
Ein schild vndir mit nom,Wan in den selbin taginWart daz geslecht zcu mal irslagin.In golde zcwen sent
Czu beidin sitin rod bekent.
Der frunt vrleugt, als man list,Nicht allewege sichir ist.Czu der selbin zcitVon gar groszin strit
Mehern sin er virloz
Vnd daz herczogtum virkozVnd von der zcit ez sintDem konige zcu Behem dint,Vnd daz ist geschen
Nach Christus gebort (dez wil ich nem)
Eilfhundirt garVnd vir vnd achczig iar.
Von der Tutschin strit,Den dy Behem gwunnen wit.
[74.] In dem selbin iar
Starb herczok Friderich virwar.
Sin sun OtteWart herczog drote.Ouch in dem selbin iarErkrigtin dy heidin gar
Jerusalem mit groszim schalle.
Si irslugin dy Cristin alle,Di do selbist warinMit allin irn scharn.Dar nach beschirmt zcuhant
Herczog Ot daz lant
Vnd sin zcung in allin erinWenczlab als ein morgen stern.Do sin vatir wol bi iarnWaz mit dem tode virwarn,
Sin sun erstunt.
Abir do er nit waz gesuntVnd nit ein rechtiz houbt het,Er starb sichir an dem bet.Di Deutschin er begunt
Lib habin zcu siner stunt
Vnd gab en erb in dem lant,Dar vm si totin in zcu hantIn einem kercherVnd totin vel Deutscher.
Przemisl sin bruder dar nach
Machtin si zcu herczog.Den virtribin si ouch stillinDurch der Deutschin willin.Do waz herczog Ottens brudir
Wratizlab gefudert
Nach dem DanielCzu dem bistum gar snel.Der beschirmit daz lantAn eines herczok stad czu hant.
Er bestreit ouch dy Winden
Vnde irkrigt mit sinen gesindenVest vnd stete vel vo in.Przemizl quam mit den Deutschin sin
Gein Behem widir nach der vristVnd stunt vf dem Bogist,Wan er mit im het brachtAlczumal dez keisirs macht,
Nor daz der keisir alein
Selbir nit do irschein.Di Behem sich gein Prag samtenVnd irr wil wol ramptinVnd gingin im zcu der vrist
Enkein vf den Bogist,
Wenn si sprachn zu dem her,Wie iz gewissit wer,Daz die Behem uf dem BogistSich warn in der vrist.
Du waz ein grülich kalder wintir
Vnde ez gevrouz gar vast vntir,Abir dy Behem gar gnuk hettinCzu Prage wirm in den stetin.Den Deutschin waz zcu melde
Gar chalt vf dem velde.
Do sich dy Tutschin nomen,Mit den Behem si zcu samen komen.Di Behem frutlich ginginAn dy Tutschin, dy si vingin,
Vnd irslugin si dar nach.
Ouch herczog Przemizl waz gach,Mit im ouch nomhafter Deutschir,Dry tusint vnd zczweihundert richir,Daz in in er busin ran
Daz blut von den swertin dan
Vnd in in dem busin geuroz,Des si doch nit ser virdroz.Abir do si do heim in den stubinDi wafin vz zcogin,
Blutige beche von in runnen.
Czu den selbin stundenDoch warn si gesuntVnde an dem lebin nit verwunt
Vnd ir zcartin vrowenIrn raub mochtin schowen.Ein iclichir sol fruntlich geborn,Daz man noch hundert iarn
Sin bestes ret an nit
Nu vnd czu allir zcit.Kanual gar weitWaz der beste in dem strit.Er furt an dem schild ronn.
Do gwan Ronow den nom.
Ez zcimpt wol zcu horn,Wy daz geslecht ist geborn,Vnd wy ez mit nomenVon erst ist vf komen.
[75.] Nach Crist gepurt gar
Czweilf hundert vnd vier iar,Du sant Procop wartErhabin vf der vartVnd dy heilgin wellin
In habin zcu gesellin
Nu vnd ymmer eweclich.Got helf vns ouch in sin rich!Furst vnd bischof zcwarSturbin leidir in dem selbin iar.
Wladizlab sines brudir sun
Herczog wart nach der lun.Vnd bischof AndreamDi kor vf dem stul nam,Den dy lantleut ertin nit,
Als dy gwonheit billich git.
Si liszin sich vndirwindinSin bistum mit sinem gesinde.Si warn im ouch nit gehorsamDar vm, daz ez im alliz zcam.
Di Tutschin spiste der bischof
Vnd nam sie in seinhe hoff.Do bant der bischof daz lant.Er ging gein Rom zcu hant.
Do virdarb er schir in armuot.Herczok Wladizlab luotEin cardinal von dan,Daz erz lant ledigt vz dem ban.
Pelbrzimum gnant
Machtin si zcu bischof zcu hant.Den wite der cardinalMit wirdikeit an al qual.
Von dem notigin herczogin,
Der im Reginsburg im rat hat zcogin.
[76.] Czu der zcit herczog WladizlabVerschied in daz grab.Sin sun Przemizl wartHerczog vf der selbin vart.
Der rete nit wislich,
Do er sprach gar vreislich:Ir Behem, ir nit mugtNoch dorzcu tugtVnd holt got mich vertribin.
Vz dem lant ich muz blibin.
Vm daz wort dy Behem woltin,In virderbin als si soltin.Sich virbarg der herczog,Dar nach er vz dem lande vlog.
Er must lang vsz sin.
Do der herczog stunt zcu schin,Vf des keisirs hof,Do er als lang sof,Biz er wart gar vnwert,
Er wart furbaz nymmer geert.
Nur dy wil er dy kostHet vnd do er der gelost,Acht man sin nit mer.Sin armut in betwank so ser,
Daz er al sin lebin
Der erbeit must gebin.
Er zcoch vf vil seinCzu Reginspork dy stein,In dem rade vil tif,Dar in er stetis lif
Den ganczin tag vf clein gewin,
Halt nur vm zcwen pfennig.Mit dem herczog lif zcuhantEiner Muding gnant.In dem rad al tag
Ein taglon in vszin lag,
Dez en einer nit gebin wolt,Als ir vil billich solt.Er mochtez ouch mit nichteGehabin mit dem gerichte.
Er begunde bi den tagin
Gode vil tur clagin.Der herczog dacht an sin wesin,Er waz in sinem muot des genesin,Daz er dachte an sin red,
Di er virwizlichin ted,
Dar vm daz got virhengtVnd sin armut im virlengt.Er bat Crist weinende,Dar er im zcu der stunde
Gerucht zcu virgebin.
Vnd do er in dem lebinCzu Reginspurg lagAn einem gar heilgin tag,Hat er nit czu eszin.
Do waz ein rittir gar vermeszin,
Der hiez Worsk vir war,Der waz dem herczog trw gar.Der vant in zcu ReginspurgVnd bracht im goldiz hundert mark.
Du der herczog daz golt sach,
Sich, wy er zcum geseln sprach,Vnd wy er ez begert,Der sich bermlich genert,
Noch an der selbin stetNitisnit zcu eszin het.Er vragt den MuodinkIn einem rechtin schimpk,
Ob daz gold kunde obin swimbin.
Mudink dachte in sinen sinnen,Wy em daz gold döchte,Daz er brot gekoffin möchte.Er sprach zcu der stund:
Sam Hauls chund,
Ez zcimpt daz wir ez virsuochin,Dar nach so werden wir fluochin.Der herczog sprach: lug her zcu!Vnde warf daz gold in dy Tunow.
Mudink roufte daz har
Vz dem houbt gar.Er sprach: sich bisundir,Der waszir göttin get undir.Muding begunde zcurn,
Den hirczog mit worten ruren.
Er het ims ver ubil gar.Er sprach: armer herczog zcwar,Waz wildu heut eszin?Wez hastu dich vermeszin?
Ob ez nit herczic wer,
Du must gar serLeim cleibin den ganczin tag.Ich dir ez vir war sage,Vm brotis ein bizsin,
Daz du wol macht selbir wiszin.
Der herczog sprach: halt iczundWolde ich ez gar gern tun.In dem rad wil ich loufinVnd dar vm brot koufin.
Da mit lacht er
In siner armut ser,Wan ez alle tage in der notArbeit nur vm daz brot.
Dez virhengt got vbir in,Dar vm daz er mit vnsinVnwislich het geret.Aber dar nach vf der stet,
Vnd in geraw sin gesund,
Trost in got an der stund.Di heren von Behem santinNach im vz den landen.Daz lant si im gabin widir.
Der herczog begunde sider
Di sinen liplich trachtinVnd Tutschir nitisnit achtin.[77.] Czu der selbin vrist ezHerczog Dipolt Zlicensis
Der gegent, dy nu zcu vliz
Heizt Curymensiz,Der wolt mit den sinenHerczog Pzremizl nit dinen.Herczog Przemizl must vz
Herczog Dypold in gruz.
Gein im gink vf dy witVnd an dem selbin stritEntweich Dypold.Do mit virdint er clein sold.
Slizkow waz ein gut stad
Obir ein veste purch gesat.Di Behem sich vor Slizkow nomenVnd in ein grabin noch ein ander komen.Si sprachin al: Wokursim.
Do von man nant dy stad Cursim.
Dipolts gesinde gein Polan gink,Do ez der tot alliz ving.Do Swathowa dy herczoginGebot mit gutim sin,
Daz man zcu Prag wolde
Di pruk machin, als man solt,Daz man doch tetVon dem gebot vf der stet.
Der herczog hiz dy grabir vahinVnd der Deutschin vele irslan.Er stunt in der stad,Di Prag den nomen had.
In einem fenstir er sich fuogt
Vnd vf dy stad lugt.Al dy wil quam dort herVon Reginspurg ein burger,Der im vm sin erbeit
Czwen pfennige hat virseit,
Daz sin taglon waz gewesin,Do von er must vor hunger genesin,Vm dy er swerlich erbeitVnde waz al tage bereit
Der herczog nit mit keinem getichte
Clagte vf in vor gerichte,Daz im der burgerSin gnantis lidlon schuldig wer.Er sprach: ez waz ein solich kouf,
Ich zcoch im sin stein vf
In dem rad durch den tag,Des er wol gedenkin magWilleclichin als ein rint.Vor hungir waz ich nohe blint.
Er bekant im gar glichin
Allir worzceichin,Do im vf der selbin stedDer burgir virguldin hed.Do selbist er sprach:
Ich han si in vngemach
Virdint vnd in grozer notVnd mag si wol ofpern got,Wan ich dar vm den ganczin tagDer erbeit mit hungir pflag.
Dar vm mag ich si sichirlich
Oppern gode von himelrich.Dar zcu mich dy Tutschin twungin,Daz mir waz misselungin.
Ein Behem mit minem sitDet mir recht do mit.[78.] Keisir Ott gink vf dy Sachsin.Der herczog quam ouch dar gewaszin.
Do stunt der herczog alain
Vnd der keisir irscheinBi sit mit den sinenAlczu mal gar finen.Di Saszin gar frumen helt
Gingin vf der Behem zcelt,
Recht als dy risinVf einer breitin wisin.Bi Behem si do bestrittinVnd an der wit an in gesigtin.
Przemizl mit den Behem
Czu Saszin vel vestin gwan,Do von der keisir bi sin taginBegund Przemizl lib zcu habin.Er intbot im schon,
Er wolt in loblich kron.
In der bestetungeDer keisir bat, daz im gelunge,Dem herczog ein tuch vf.Er gebot in noch den louf,
Ottaker in der vrist,
Daz als vel gesprochin ist,Als Otten liber,Daz nach in ganczir gerAllewege zcu nennen
Vnd in da mit erkennen.
Er geruchte im ouch do czu gebinVf den schild den wiszin lebinMit dem andern zcagelGestrakt als ein gabel.
Er erweiit im ouch sin lant
Mit Budissin vnd Gorlicz gnant.Der keisir gab dy stet alsoErblich dem herczogin do.
Vor den furstin besleit er inNoch gwonheit mit dem vingerlin,Do von dy stet erblichGehorn in Behem rich,
Daz nimant keisirlich
Mag gewendin eweclich.Also der drit konigOttaker enphingDr cron czu Prag,
Dar nach er lag
Czu Krizwoclag vf der vesteMit den Smylon zcu geste.Di Behem irslugenIr vient mit vnfugen.
Die Behem si irwektin
Vnd al er viende ersrektin,Daz man almeindin retIn tutschin landen vf der stet:Wer mit den Behem uicht,
Der wil wern ein wicht,
Noch er mag gelebin,Er ist dem tode gegebin.
Wi sich dy Behem in diszin taginVirkart an irn sitin habin.
[79.] Di Behem gabin sich vf virlust
Dar nach zcu grozer wolust,Dar vm si nit achtinVf lob noch sin trachtin.Di aldin woldin do heim sin
Vnd sich mustin als dy swin.
Die iungen begundenIagen mit den hunden.Von der selbin zcitDi edeln gar wit
Begunden mit pirsinErs geiades geniszin,Daz dy iegir tetinVnd zcu ampte hetten
Etiswen besundern.
Den iegir mit den hundinSy virwentin ein huoz,Do von si decke nomen gruoz,Vnde si bisundir schon
Hettin ein huz veirre von dan.
Etiswen dy herrenSich sampten gar verrin.Si trachtin dez landiz erVnd sinen frid dannoch mer.
Di iegir iagtin al ein
Vnd dy herrin vnder wilinWartin zcu inIn daz geiagt mit irin sin,Do si sich etiswen samptin
Vnd do der vreuden ramptin.
Si sazsin stete an dem radVnde machtin vride ander stadDem lande alzcu mal.Abir dar nach daz irschal,
Daz si vz in selbir
Yegir machtin, als dy kelbir,In einem huz mit windenSi wontin mit gesinden.Daz waz er er
Vnd ir vründe michels mer,
Dar vm daz si zcu stundenAlein retin von den hundin,Vnd ouch dar vmBerüemtin si sich des richtum.
Von dem gestank mustin si sterbin
Vnd deste droter virderbin.
Do hattin dy luteKurcz lebin zcu der zcitVnd an irn beinDi sichtum groblich irschein.
Do man si etiswen hort irclingen
Vnd in dy heruart vrolich gingen,Si virwustin nit er lant,Abir si machtin do zcuhantVel stig mit den swertin
Vnd sich der viende wertin,
Gein den si vz gingin,Der si vel vingin,Vnd ir lant alczumalVirwustin si mit groszin schal.
Doch dar an si wol tetin,
Das si dye wil instetinDi gotis gabe nit beroubtinVnd nitisnit do von cloubtin.Do kartin sider
Edeln etlich wider.
Vnd legtin al sustDi selgeret wuost,Etiswen si warenIn dy heruart gevaren,
Bereit in dreu tagin.
Nu gepuot man zcu saginVor einem virtel eins iars.Doch huten si dez hares.Si virwandeltin sich aldo
Vnd virluren also
Eren gutin nomen,Der si swerlich waz ankomen.Do gab nach dem gemein loufPelbrzimus daz bistum vf.
Paf Johans kom
Vf daz selbe bistum[80.] Nach Crist gebort zcwelfhundertAcht vnd drisig dar zcu besundert.
Do quam, als ich sage,Die prediger zcu Prage,Vnd zcu sent Clement si komenVf daz Porschist by nomen.
Ein clusnern waz alda.
Si gewaz geheizsin Trubka.Di selbe redin begunde,Daz sent Clement bi der stundeIngepeutt bi der pruk
Czu dinen mit groszem glucke.
Dar vm gingin dy predigerVz dem Porschist hi her.Czu sent Clement si komenBi der bruk mit nomen.
Herczok Leupold von Osterich
Waz stolcz vnd gar vrech.Er pruft, als er hat gesehinDen konig von Behem.Er bekummert daz rich
Biz gein zcuom glich.
Do must der konig alsoCzu dem strit vf aldo.Dem herczogen er botin sant.Er pruft den konig alczuhant,
Daz er sich nit wern wolde.
Er begunde nit, als er solde,Czu mal beroubin Merher lant.Der konig im stetis botin sant.Der herczog ein glob tet,
Daz er doch nit hilt stet,
Vnd al dy wil erbeguntWustin Mehern do zcu stunt.Er mocht dannoch nit den von BehemCzu dem strit nit irwegin.
Do sprach der herczog:
Als lang ich sol lebin noch,So muz mir sin leidVm dy Behem so gemeit,
Daz si in als kurczin taginVirdurbin sin vnd erslagin.[81.] Konig Przemizl verschied.Sin sun Wenzclab an das licht
Kom vnd herczog wart.
Di wil starb Leupolt vf der vart.Vnd der kun von OsterichErstund herczog Friderich.Herczog Wenczlab sant
Noch dem von Myszen zcuhant.
Der gink mit im glichVf den von Osterich.Sich, wy dy Behem worenVirwandert in kurczin iaren!
Di etiswen nit virmitin,
Den keisir si stets al ein bestritin,Si torstin im nit al einVf den herczogin gen gemein.S daz si hulfe beteln mustin,
Do si Ostrich verwustin.
Dar vm hat er mit namDer von Ostrich dy BehemMit dem selbin vnderligenSines schadens alwege beztigen,
Dar vm der von Behem
Vf in manig reiz nam.
Von konig Wenczlabin,Der do eineuk wart begrabin.
Der herczog wart gekroent,
Do mit er sin er beschoent,
Daz er mit den hundinReit iagin vndirstundin,Do mit er wont al wegeVnd mit den vogelin zcu pflege
Vnd dem sinen huz.
Vnd do er reit dar vs,
Do er iagin reit in dem walde,Ein ouge verlouz er balde.Er zcurnen beguntIn dem walde zcu der stunt.
Er wont zcu Krizwoclag.
Vf dem huz man sin phlag.Er achte nitisnit vf Prage,Abir do von daz er sin tageGern mit den hunden waz,
Dar vm wart im ein fuz nit baz.
Do er zcu konig gesegent waz,Er wart sich, do von er genaz.Er gebot dy genemen,Daz si solt gezcemen
Sin geburd virtribin so
Von Stadicz vz dem dorf doVnd ez den Deutschin gebin.Di herin den boum vil ebinTeiltin vndir sich.
Si sagtin dem konig do von nit.
Daz sahin si von verrin,Daz er vf dy herrinNitisnit sorget.Den Tutschin, als er gert,
Er erb er teilt zcu pflugin,
Dar an in wolt gnugin.Czu der zcit IohannesMocht nit genesin des.Dar nach bischof wart
Rinandus vf der vart.
Er waz bischof vierczen iar.Do verschied er fur war.Dar nach Nicolaus wartBischof vf der selbin vart.
Nach Crist geburd, als ich laz,
Ist geschen dazCzwelhundirt garVnd dar zcu zcwei vnd virczig iar.
Von den, di in dem lant zcu fuzGingin mit der vient gruz.
[82.] Cartassi also gnantDo gingin in dem lant,
Di beroubtin dy Tatrer,
Daz mir ist gar vnmer.Der man gingin funf hundirt.Der leut sitin waz bisundirt.Si warn gar wunderlich,
Do si gingin durch daz rich.
Gar hoe huotil hattin dy,Kurcz gewant trugin siVnd taschin mit den senckin,Wan si woltin trinkin.
In einen rinnendin pach
Waz in vil gach,Vnd wen si peteln brot,Si nantin Gartas gotVnd ruften Kartas wo,
Dar vm hiz man si do
Kartas mit dem nomen.Vnd do von so komenDen Lunen dy bletirVf dem schilt stetir,
Di ouch Kartassi sint gnant.
Si sint in gar wol bekant.Dar noch dy lut mit irn sin,Vnd si komen an den Rin,Furen si abir hindir sich.
Der Behem leidir dez ich gich
Groz vnbesichticheit,Di wart in mit schaden leit.Ir vnwiz virhengnizWart in gar vnsüz,
Daz si dy lute liszin sten
Vnd in dem rich irgenVnd si liszin si sehin
Vnd ir lant also virspehin.Ez wer billich gewesin,Daz ir keiner wer genesin,Vnd daz man irvorscht het.
Waz leut si do zcu stet
Weren gewesin.Si soltin si nit gelesinNoch durch ir lant laszin habin,Do von so komen zcu schadin
Dez andern iars zcu hant
Di Tatrer in daz lantVnd dy gingin dry wegeVnd si gingin vmbedum di stet,Als nach den irn,
Wan dy speher mit ir furn,
Leitin si mit namVndir etlich KuiouiamDi stad irkrigtin.Di andern angesigten
Dem von Vngern mit strit
Vf einer wisin wit.Di drittin zcuhantVirwustin Polaner lant.Si woltin nitisnit vristin
Vnd irslugen vel Cristin.
Dar noch komen si mit irem herFur Olmuncz dy TatrerVnd virderbtin an der stuntVon Bohem dez konigiz sun.
Do selbist sin pflegir
Vingin si mit irm herVnd dy selbin vor der statSi virderbtin vil drat,Dar vm daz si dez gutin
Irs konigiz nit hutin.
Di Tatrer kartin wider.Si legtin sich vor Bretslab sider.Henrich Broda gink gein in.
Wundirlich virdarb sin schin.Do trugin dy TatrerSin houbt vf einem sper.Si virwustin daz gancz lant.
Di Behem furchtin sich zcuhant.
Ein burk si balde buoetinVnd Prag si vestlich muortin.Czum wazsir zcum wege alsoMacht man von der muor aldo.
Man sach gancz Polan
Von den Tatrern wuste stanVnd zcum iungistin mit ir grawKomen si kein Glataw.Czu Behem sach man wandirn
Vel lut von tutschin landen,
Mit den der konigDurch dy Sittaw gink,Vf dy selbin Tatrer,Als schir si hortin von dem her.
Czuhant dy selbin bozwicht
Cobin dy flucht hindir sich,Wan dy virspeher daz leitHettin in do vorgeseit,Daz si nimant furchtin woltin.
Nur den von Behem si soltin
Erbeitin mit nichte.Da von si wurden gar enwicht.
Wi der konig gar vreisirMit fur dem keisir.
[83.] Keisir Friderich der leste
Gebot vf daz besteMit gutin wiczin einen hof,Daz der konig nach dem lofVon Behem gwar wart.
Er ging dar zcu vf der vart.
Vel furstin dar komen
Vnd von Folde der apt mit nom.Der hilt sich gar hochrerlich.Dem konig von Behem stunt er glich.Der apt den konig tastin wart.
Czu im sprach er vf der stad:
Woente ich bi dir,Ich nidert din stul schir.Du hettest en nach gebürnAn mir gar vngehür.
Ich macht ein cleins konigel schir
Vz der nach mines herczin ger.Ogerus der neuchomen,Do er daz het vernomen,Er gink hin zcu
Vnd erseuffczt ser du.
Einen ysirn hantschuch zcuhantLegt er an dy hant.Er slug den apt an daz muol.Wiz daz, pristir Paul,
Daz du mer dem konige tuost,
Er kumpt der nymer vmsust.Wor vm claffestu als velMit der predig zcu diszem zcil?Du hast gehat wider din er
Ein boze lere,
Der dich nit gelert hat,Wy du dich heut vf der statVor fromden herrin habin solt.Den mulslag der apt virdult.
Er wischte daz antlicz mit der hant
Czu sinem huz er gink zcu hant.Czum konige kam er nymerDurch dy red geslan ser.Dem konige do zcu wiszin wart
Von sin frunden vf der vart,Der keisir wolt in vahin.Der konig begund zcu gahin.Di sinen er rat vrogen wolde,
Waz er dar zcu tun solde.
Der keisir wolt in BehemVnd in Mehern by nomSes stet habin,Dar vm wil er mich vahin.
Dy antwurtin dy herrin do:
Ez waz vor nit also.Ez ist vns ouch ny gesehenVon keinem keisir, dez wir iehen.Do mit wil der keisir
Vns zcu dinst twingin ser.
E daz gesche so gahin,Wer lazsin vns e irslagin.O konig, sent nit duVz der stat magist komen nv,
Ez zcimpt dich frutlich zcu habin.
Der keisir ruft mit nomenDem konige fur in,Der mit luczil ging do hin.Er gebot den andirn
Mit im gewafent wandirn
Vnd sprach: er wen, wez er wen,Wer wiln zcu hant heim gen.Do der konig zcum keisir gink,Er sach dy gaszin vm den rink
Vol gewafentir lute.
Do wart er furchten siner heute.Er gink in dy kemnatin.Czu im do wolde er sich beratin.Do gink Oierus nach im
Frutlich ouch hin in.
In dez konigis mantil er trukEin swert virborgin vngefuk.Ouch ein meszir er het.
Den keisir der konig vf der stetRuckt bi dem druszilVnd greif im an den ruszel.Er saczte im do vil snel
Daz meszir an dy kel.
Er sprach zcu im vf der vart:Di wil Oierus der zcartMit dem swert den konigRet do gar kunlich,
Keisir, du must hy virderbin
Odir mich hi beschermin,Daz ich gen müge vz der stadLedlich mit minem radVnd zcu minem rich
Komen widir geweltlich.
Der keisir must daz alliz globinVnd waz dem konige dar obinLib wer, daz wolt er tun.Do von der konig kom
Mit groszin eren vz der stad
Vnd quam also zcu Behem drat.[84.] Do ruft der konig siderOgero dem gesigerVnd verlech im also
Czu Belyn dy erb aldo.
Mit Ogero gein BehemStechin vnd turnirn kom,Do mit er zcuhantBracht dy armut in daz lant.
Ritin zcu den stunden
In dy turney si begundenVnd unnucz kost zcu machinVnd kintlich decke zcu lachinVbir dy roz zcu schauwen,
Daz si irn frouwen
Hobisch do irschin.Di wisin si in irm sinDo von si verspottin,
Daz dy bubin in irn notinRich deck von in riszen,Der si sich hettin gevliszin.Vnd do in ein heruart
Czu zcihin waz gespart,
Du machtin si bi irn tagenEr notdurf halt nit gehabin.Wolt mir daz imant sagin,Ich wolt sin gern vragin,
Wor vm man dy Behem
Hat virlut by nom.Turney in Behem lantVnd ouch stechin waz nicht bekant.Als schir si in dem turney
Czu irspilen manigirley
Begundin in freudin,Do begundens in den stritinNichtisnit zcu tugin.Czu turney etlich fugen,
Di in dem strit sint gar verzcelt.
Der nom si nit zcu geleitAllen turneyern.Doch ken ich si gern.Man spricht in zcu hern,
Daz si dy bestin wern,
Vnd daz wer gar war,Ob si nur den keisir garDristund bestrittinVnd daz nit virmitin,
Si brechtin zcu den stunden
Zcwei tusint vnd funf hundirtVingirlin von den irslaginRittern nv bi diszen tagin,So hettin si dy worheit
Nur ir werkin gar bereit vnverzeeit.
Von konig WenczlabDem milden biz in sin grab.
[85.] Konig WenczlabMit siner richin gabWaz milde biz in sin grab.Daz waz von siner richin habe.
Er dy Tutschin al glich
Fur zcoch in dem rich.Dar vm sacztin sich in grim.Etlich herrin gein im.Si reicztin an der stund
Przemizl sin sun
Nach Crist geburd garCzwelf vnd acht vnd driszig iar.Czu der zcit in dem lantWaz ein lanther gnant
Stibor clugiz houbt.
Gutir sin waz er beroubt.Dez geslecht alsamptWaz furnom in dem lant.Doch tets oft vnwizlich.
Der Stibor sprach gar wizlich:
Halt got mag ich geratin,Ich mocht mich mit minen ratinCzu sinem rat gern nemen,Vnd solt ez dar czu komen,
Min gerbin must got gedenkin,
Wolt er mit mir vngruz schenkinVnd wolt mich arm machin,Dez wolde ich nit wol lachin,Wan er nit dar zcu tochte,
Daz er daz tuon mochte
Mit Przemizln er peiczt,Den er gein sin vatir reiczt.Er gink mit IarossioSinen sun dez erstin do
Vf den konig vnd begunde
Di stet irkrigin czu der stunde.Er suchte sines vatirs vbil vil.Daz gancz rich waz vf daz zcil
Mit dem herczog stentVnd der konig hetBorssen vnd HabelenVnde luczil altir mit en.
Mit den der konig tracht
Vnd beschirmpt sich, als er mochte.Abir der herczog do zcuhantReit vrilich durch daz lant.Di do mit dem herczog waren,
Di komen al gevarn
Borszen vnd Habelens lut.Si irslugin vf der wit,Vnd wo si ein Tutschin sahin,Den wolden si zcu tode slahin.
Si behabtin in mit der hab
Vnd snitin im dy nasin ab.Borsz vnd Habel zcu hantGingin vz dem lant.Si brachtin mit in sider
Ein groz volk wider.
Czu der zcit der herczog lagVor Bruks bi dem wagVnd Worsens gut brant.Di herin gingin vf in zcu hant.
Si bestrittin in kunlich.
Di czwen hern menlichRittin nach dem herczogVnd ted recht, sam er fluchMochtin nit widir sten.
Er gink mit sin gunnern
Dem vatir in sin gnade.Stibor nach dem badeMit sinem sun IarossioVz dem lant zcoch do.
Der konig sam ein grauz
Lud den herczog zcu husMit sinen gunnern.Daz mal gab er in gern,
Vnd do si vrolich aszinVnd an der tafil saszinVnd er lib sichir warin,Der konig liz da zcu varen,
Der sant dar grun vische
Er iclichim ein houbt zcu tische.Do si daz sahin,Daz man si wolt vahin,Si saszin in vorchte sere
Als dy ersrockin reigir.
Dem herczogin si zcu retinVnde in mit silbern ketinAlso ser bundinVnd in do mit virwunden.
Abir daz andir her
Legit man in einen kerker.Di furstin ledig tetinDen herczog vz den ketin,Abir dy andirn
Sach man nirgin wandirn.
Si blibin dannoch mer,Wen dry iar, in dem kercher.Di Tutschin sprachin: willekumStiboren mit sinem sun.
Si schortin si vor vol,
Vnd ertin si gar wol.Dar nach si in nach der stundVirkouftin mit sinem sunDem konige zcu Prag,
Do hin man si dar nach
Antwurte gebunden.Der konig in den stundenGebot vf dem PetrichDen Stibor abstoszin glich
Sin houbt mit einem scharffin boum
Vnd sin sun IarossumVf der sted rad brechin.Der do wolde sprechin:
Ich mag halt got geratin,Der wez euch mit sinen tatinNach dem sun fur den totNit zcu ratin in der not.
Di red tet er vor den lüten:
Wer den schadin wil vermidin,Der sol den vingir by der torDem drischowel nit legin vor,Wen er in zcu smuckt
Vnd sich vor wor druckt
Vnd ich weiz daz,Also weiz ich baz,Daz der vrunt haz virget.Daz wisz vf der stad
Ein iclichir, der do wil
An schaden sin vf ein zcil,Der sol sich nit vndirwindin.Der frund krigt mit den kindin,Laz sich dy heimlich hund
Biszin, daz wirt der gesund.
Sprich zcu fromden hunden:Vor vm kompt er zu den stunden?Daz daz ist alliz war,Da seit mir nu der tod zcwar:
We mir armen, do ich stan!
Daz ich ez al zcu spete gemerkt han![86.] Czu der zcit in Behem dyKreuczir komen, ich sag, wy.Di hettin dez bobists gwald
Obir Jüden iung vnd ald.
Di gwald si zcu den stundenMit grosziu gut gewunnenMit in, dy si do hettinGewafnit lüt in den stetin.
Von den Juden, als wit, als dy werlt,
Woltin si nemen groz geltOdir woldin si vohinVnd si al irslan.
Der konig, als man gicht,Achte dez krigis nicht.Er sprach zcu in beidir sit:Ich wil mit vwerm strit
Gar vnverworn sin.
Iclicher volge dem rechtin sin,Vnd wer gesigt, dem si irloubt,Daz er habe ein gesundes houbt.Der konig kein Juden vink,
Daz er si wil mit ir dink
Beschirmen nacht vnd tag.Ob ir si irslahit, er sprach,Ich wil vch kein schuld gebin.Do woffnitin sich dy Juden ebin
Vnd gewafnit lut si bittin
Vnd dy cruczir do bestrittin.Gein zcwen hundert si irsluginDeutschir mit vnfugin[87.] Nach Crist gebort zwelfhundirt
Czwei vnd funfczig iar bisundirt.
Ein wip eines heilgin lebinsWaz vrow Swatawa begebins.Di virschied zcu den zcitin.Von der kom den sichin lutin
Ein groz trost vnd gelucke.
Funf totin si erweckteMit der grozsin gotis gwald.Vil blinden half si bald.Hufhalcz vnd vzseczigen
Tet si mit gesund gesigen.
An andern sichin si hatGetan zceichin vf der stat.Ein solich dink geschach,Daz her Woyzlab her nach
Czu den Juden lief
Vnd ein Judin do beslief.Der Jude gink vnwislichIn eines Judin huz vil rich
Vnd ruft im do hin in mit nom.Do er czu im hin in kom,Der Jude en erwurgt gach.Dez suchtin do sin vrunt rach
Vnd vel Juden irslugin.
Der konig wolt mit vnfuginDi herren al virderbin.Si mustin oder sterbinOder gen vz dem rich,
Daz si tetin al gelich.
Dar nach gwunnen si paldeDes konigis hulde.Si komen ouch gemeinMit den Juden obir ein,
Abir dar vm da vnd si innoten
Di Juden torstin toten,Si nomen dar vm doDen hut vf den schilt do,[88.] Do man dy zcit zcelt.
Ein romischer wart erwelt.
Dar vm der konig santDi herren vz dem lant,Daz si wern by der kur,Biz si zcu mal virfur
Hromum von Nachod
Smilem Swidilczensem dortVnd her Gallin von der Gabel,Der bemisch heizsit Habel.Hron der waz der greisist
Vnd in dem rat der wist,
Da von im do wartVom romischen vf der vartEin rotir lebe gegebinIn golde vil ebin.
Habel in geiteltin gwan,
Ouch den lebin do von dan.Vnd her Smil mit den stechinGwan ein rotin karpen.
Herczog Przemizln si uirgen.Czu der selbin zcitEntphurtin dy Vngern witDaz volk in Mehern,
Vnd do man si sach wider kern,
Herczog Przemizln si nindertVirtribin, der si hindert,Wo si sich holt kartin.Den Przemizln vf den wartin
Si sahin allenthalbin,
Dez si al dy vallinAlzcu vel verwundert.Przemizl mit sin besundertTet den Vngern groszin schadin.
Do dy Behem quomen geladin,
Di Vngern wurden geschantVnd gingin heimlich vz dem lant.[89.] Dez selbin iars gink abDer mild konig Wenczlab.
Von herczog Przemizln,
Einer blumen vnder distiln.
Przemizln dar nachAls ein schon bluom sach,Als ein roze mitten ist
In der wiszin zcu ir vrist.
Also daz rich gotMit Przemizl gekleit hat,Der het di zcir vber alVnd dy sitin alzcumal.
Dez libiz waz er kuon.
Er kunt al dink verstin.In dem rat waz drotEins wisern nit notVnd neiget lachen arm vnd richin
Sin houbt einem iclichin
Manger liplichin.
Er ist vz Behem richinDer erst, der dy heidinBegund mit heruart leidinVnd vf dy heidin trachte,
Wy er si zcu Crist machte.
Di Beier heimlich nit vermitin,Czu Behem komen si gerittin.Si tetin vil vnbillichis.Herren vingin si des richis.
Ir vrowen vnd er iungfrowen
Ruckten si zcu schauwen.Der herczog clagt dem herczog,Er wolt dy sinen nit beszirn doch.Ez geschach den Beyern ein dink,
Daz man ir wol driszig ving
Vnd saczte si nach ein andir,Daz en wer deste bengir.Man slug in dy houbt abe.Do waz einer vz in grabe
Von funfczen iarn.
Daz sach man dem widir varn.Mit furchten leid ir den tod,Doch quam er nit vz der nod.Man vertrug im do von nichte.
Er wart mit im ouch ein wicht.
Man slug im ouch daz houbt.Daz wart vbir in irloubt.Der herczog dy virebil clagt,Daz den von Behem wol behagt.
Er acht sin gar clein,
Daz do wol im schein.Er beging ein iung tatMit sinem toretin rad.Er ging ein wenig gein Beiern
Vn vndir den meiern
Liz er daz fur in daz lant,Also daz ez halb zcuhantZcu aschin wart, verwandelt.
Sine zcelt er do handelt,Di er in Beiern mittinSaczt do mit vnsittin.Der von Peiern in den tagin
Bot dem herczog sagin,
Do er sich gesampt hettin,Er wolt morgin vf der stetMit im zcu hant stritin.Der herczog wolt nit beitin
Vnd sach, daz er nit mochte
Noch zcu stritin tochte.Er vlouch mit selczem glichFur sich ab gein Ostirrich.Do gebotin dy Behem
Den schuczin nach in sten.
Si iltin gen Zinndorf ser.Do wart daz bemisch herVon den vientin vm gebin.Bi Zcimdorf sach man strebin
Di Beirn, dy do velslich
Di bruk also ienslichVnd diplich vndirhibin,Do von dy ioch clibinMustin vnd spaltin.
Si mocht sich kum gehaltin.
Ez waz do bisundir,Daz si nit vil, ein wundir.Di Beirn kamen drat.Di Behem iltin zcu der stat.
Do daz bemisch her
Eilt zcu der stat serVnd do es quam vf dy bruk,Aldo zcu brach er der ruk.Di bruk vil vndir in
Nach irm clein gwin,
Von der bozin Peirn sin.Velslich rittin nach in,Si zcuntin ouch dy stat an,
Daz dy andern icht von danQuemen mit dem lebin.Si kundens sagin ebin,Di Beirn, dy do warin,
Der vreuntin ez ist widir varin.
Di Behem mustin doDem herczogen globin so,Daz si sich steln woltin,Wo si hin soltin,
Vnd wen ir in gebot
Nach der selbin not,Do si ledig warin.Man sach wider uarin,Daz der furst gen Beirn gink,
Do er ted ein virebil dink.
Er schid von dan nit,Biz er daz lant bracht enwichtVnd in aschin virwandelt.Vil burg er vbil handelt,
Do in het nach gedurst,
Di er do zcu mal verwust,Hohe burge stunden,Di dy Behem fundenIn kurczir zcit gebundin
Vf den burgin vnversunnin.
Vel lut virbrunnen,Di do peirsch künden.Czu den selbin stundenWurdin si den hunden,
Di do sturbin vor hungir,
Wan der von Behem bisundirDer hervart wol vf der stetCzcu nach einandir tet.Als lang er lebt dar nach,
Er nam albech rach,
Vnd zcech sines schadinVon dem pruk ab sagin,Dar vm si dez tufils lon
Enphingin do mit siner kron.Do virschid bischof Niclaus.Noch im Iohannes bischof waz.Herczog Przemizl nam
Czu e Margaretam.
Er besaz nach irOstirrich gar schirFur dy morgingabeVon gotes geburt her abe
[90.] Czwelfhundirt gar
Vnd dar nach nün vnd funfczig iar.
Von den, di in der buzGingin mit dez tufils gruz.
Ein altir irrsal
Vnd der sel ein swer val
Vndir einer neuwen tatWaz czu licht komen drat,Indem vorgnantin iarCzu Behem quam fur war.
Do gingin blose leut
Durch daz gancz lant wit,Di indecktin dy rükVf er cleins glükVnd slugin sich mit geisziln
Den ruk voln kreisziln.
Si stracktin sich in daz kotVnd daz waz der sel tot.Gotis dinst si smechtin.Di pristirschaf si echtin.
Si sprachin: vnsir buozze
Ist der sel suzseVnd beszir, wen vwer schrein.Si hiszin laszin sinGotis ampt vor nit
Vnd daz tetin dy lüt.
Di bemischerrin
Lohin si von verrinAlso durch daz lant gen.Si sprachin zcu den:Wi turt er daz getun
An vnsir viszin iczun?
Mit in gingin si bi nomVnd slugin sich alsom.Die frouwen in irn scharinSach man alsam gebarin.
Si tetin, als di gouch,
Vnd geisiltin sich ouch.Hettin si gewolt,Daz ez der sel frumen solt.So soltin si ez bi tagin
Czu buz intphangin habin
Von den pristirn gelesin,So wer ez der sel nucz gewesin.Abir dy erstin nacktinBosen vorsacz trachtin,
Wan si slugin sich ser
Vm den tufil Lucifer,Daz der gar vngenemVf sinen stul wider quem,Vnd do von in dysze mer
Virnomen dy Romer,
Si in aln czu stürGabin ein buz mit dem für,Als andern keczern,Di si woltin mern.
Di keczir sint mit ganczir ger
Dez tufils diner,Vnd daz warn dy.Dar vm offnitin siIr heilkeit misstetlich,
Daz schied si von dem himilrich.
Wi konig Ottakir gecront wartVnd gein Vngir gesigt vf der vart.
[91.] Der herczog gink dar nachGein Vngirn, do er sachKonig Wilen sinen vient.Vnd do dy Behem login sent,
Di grebin tetin vreis,
Do ein grulich reis,Der von Schomborg gnantVnd der von Zcamborg zcu hantVf dy Osterrichir.
Di Vngern ruftin ser,
Si irslugin ir gar vel.Dar nach czu einem andern zcelGingin Behem vnd dy VngernGein ein andir mit hungir.
In der March dem waszir
Ghom zcu sammen daz her.Di Vngirn lobtin an der statCzwen tage sten bi dem pfat.Di Behem wichin hindir sich.
Di Vngirn hiltin ir trw nicht.
Des selbin nachtiz mit spehenSi woltin ruckin vf dy Behem.Als schir si dy March vber swembtin,Di Behem nomen si zcu hendin.
Der von Behem vf der stat wart
Vf dy Vnger widir kart.Er begunde einen stritMit im nemen vf der wit.Do zcum erstin vbirwant
Di ros blibin alzcuhant,
Her Worss der kun deginErkrigt dez konigiz wegin.Do er dy wegin heim bracht,Czu dem schacz er ser gacht.
Do vant er sines herczin ger,
Sand Iohannes deiz toufir vinger.Wer den heilgin vingerIczund zcu sehin ger,
Der quam czu Ossek in daz clostir.Er mag en schown, da ist er.Der herczog do selbist vbirwantDen konig von Vngirn lant.
Er gwan vel burg vnd stet.
Ostirrich der herczog hetNach dem wib zcu morgin gabeVnd von dan daz waz sin habe.Er besaz alczuhant
Biz an daz mer al lant.
Dar nach wart er gekront.Sin ere er do mit schont.Dy konigin MargaretaHet manik iar da
Vnd miner hoffenung waz an ir.
Daz si einen sun gebir.Dar vm ein legatVnd der von Maincz komen dratVnd dy koufschaf schidin.
Do si sich dez mitin,
Margareth bracht her abEin pon fur ein morgin gab,[92.] Dar nach vnd Crist waz gebornCzwelf vnd vier vnd sechczig iar.
Czu der zcit waz bekant
Groz hunger in dem lant,Do von sturbin dy lut serVnd allir meist dy Pilsner.
Wi konig Ottakir dar nach
Mit Rudolfo geschach.
Nach dem begund der konigDer sin achtin wenig.Den Tudschin gab erStete vnd gute dorfer.
Mit einer mur vir vol
Beschirmpt er dy Tutschin wol.
Den lantlutin tet erDar an vbil gar ser.Er sant sin ritterVf dy Witouicensir,
Vnd dy andern lantleut
Betrubt er gar ser,Dar vmb dy lantlute zcurntinVnd mit bet si derpurtin.Rudolfin den romischin
Den si ludin heimischin.
Si sprachin: ez ist beszirVnd vns ist ez vil suszir,Wust erb vnd gut zcu habin,Wen daz mit kunlich gabin
Di Tutschin vns virtribin
Mit kinden vnd mit wibin.Rudolf quam gein Ostirrich.Der konig gink vnd streichCzu im nach der Deutschin rat.
Er gab Rudolfo vf der stat
Dar nach al lant.Rudolfus behilt alzcu hantVon den landen den titulum.Er gab im nur widir vm
Behem vnd Mehern.
Daz andir hilt er im vil gern.Der konig liz do den oll bi den horn,Daz im nicht waz angebornVnd dem er dar nach vast,
Nach dem zcagil tast.
Er wart gen RudolfoAls an ein ruder doWidir waszir warin.Dar czu waz er geborn.
Ach vnd ach dez erwern!
Er schein als ein morgin stern.Er wolt dy Tutschin mernMit richtum vnd mit ern
In sinem lant vil gern.Got dort obin verrenGeb im dar vm daz ewige lonMit siner himlschin kron
In dem obirstin tron,
Do er selbir siczit schon!Doch daz er wolt sin zcung scheldin,Dez must er irkeldin,Do mit er zcu den stundin
Sin vient het wol vbirwunden.
Vndir andirn rittirn soZawissum den ritter doVirtreib er vz dem lant,Di Witouicenses gnant
Czu Ausk von der bruk.
Er nam vf den selbin furchCzichom dem Wisbud do,Bodibrad Wilhelmo,Glacz Swuriticensibus,
Vnd ouch lanthern suz
Nam er velVnd tet in vbelVnd vel virebelVnd hern Borsch zcu dem zcil
Vnd andir hern alzcu vil.
..................Czu burnen gebotIn einem kercher vil drot.An der tat im nit gelank,
Wan dy witibin sundir dank
Clagtin ez got vil türVnd dy weisin vngehurWeintin ser zcu got.Er stim quam fur in drot,Wan des konigis sun
Groz virebel tet an in.
Dar vm wen er oftDer selbin Behem dorft,
Si warin vm daz leitIm zcu dinst nit bereit.Wez zcand der fuzs bi sin taginHat vnwiczinclich benagin,
Der frunt sich holt in grim,
Ob er sin bedarf von im.Der konig getorst czu glichir wizIn notin czu glichem vlizIm dy Behem nit samen.
Er wust wol mit namen,
Daz si vel vbils vngemeszinNit mochtin vor angist virgeszin.Do sprach der konig zcart:Wen ich quam vz der heruart,
Ich tun den Behem leit
Vnd ein groz virdroszinkeit.Ich wil den PetrichMit purpur bedeckin glichVnd vf der pruk zcu Prage
Kein Behem man gesen mag.
Er wolt recht nit lebin,Do sach man in nach strebin,Daz er dy selbin retAls offenbar tet.
Er mit luczil Behem
Sich gein Behem nom.Mit den Tutschin er gink,Die er im czu eigin vink,Doch also dar czu
Er tet in lib spat vnd fru.
Zawissus mit sinen brudirnReit dort vnd wolt sich furdern.Daz waz dem konig schedlich.Er wust sin macht al glich
Vnd het vreunt in sinem her,
Vnd do si mit einandir serAls morgen stritin woltin,Zawissus wolt komen zcu huldin.
Er tet dem kunige kuntVnd sprach czu der stunt:Wil er mer genedig sin,Morgin ich im irschin
Fruchtberlich in dem strit.
Der konig mit groszim nitAntwurt im, als er solt,E er daz tun wolt,Er wolt e irslan werden.
Des morgin als ein morginstern
Ging er gein RudolfoMit den Deutschin zcu strit aldo.Do verschied er leidir.Di Deutschin ir cleidir
Vor leid mugin riszin
Vnd ir zcunge biszin,Ouch von den ougin zcer deiszinVnd vbir dy wang waszir giszin,Wan er waz der Tutschin ere,
Dar vm im got sin lebin mer
Oben hoch in den landen!Der mal wirt zcu schanden.Di Tutsche al mit nomenWunschin im dez vnde sprechin: amen.
An sant Rufi tag daz geschach,
Der waz an einem fritigNach Crist geburt zwalf garVnd in dem acht vnd subinczig iar.
Wi der von Brandeburg hi im lant
Ein gwaltig her waz gnant
Vnd di Tutschin czu den stundinDen Behem wol schadin kundin.
[93.] Rudolfus gink gein BehemNach dem strit, den er gwan,
Vnd von Brandeburg der margrebe
Gein Behem kom mit dem hof.
Er wolt mit im gestrittin habinVm dez konigiz son mit nam.Du dez Rudolfus gewar wart,An weich er vf der vart,
Do vndirwant sich dar nach
Dez richiz der markrafVnd sin nebin WenczlaumHiz er mit cleinen ruwenFuren gein deutschin landen.
Her Zewisz wart zcu schanden,
Der dy kunig erpurtVnd von Witouicenser furt.Dar vm er het ein groszin nitGein den Deutschin manigin strit.
Di burgir nomen in dy stet
Manigerley Dutschin vngezcelt,Do mit si tetin zcu dem zcilDen lantlutin vbils vel.Si virfurtins wit
Vnd irslugin dy leut
Vnd dy gevangin in der notMarteltin si zcu tot.Di lantherrin mit betriginVndir ein ander wurden krigin.
Daz selb dem lant wart
Groblich schaden vf der vart.Si begunden zcu trachtin,Wy si vndir in vride machtinVnd vf dy Tutschin reit czu tun.
Si strittin zcu der lun
Mit den Tutschin teglich.Daz wart in nit cleglichStibor vs der Lipnicz lag.Dar nach vm Prag
Iarochneb von der Gabel
Vm sin gegent mit dem Pabel.Czu Albertiz zcu hantMuchina Curenser gnant,
In dem dorf WorsinaVon der Bresnicz Muchina,Tasso von Wiszinburg,Petran mit siner burg,
Mit der Busown Cebicenser,
Dar czu her Hing Rogenser,Di gingin mit ir schandinVf dy von vromden landinVnd ir do vel virderbtin.
Ir schant si do mit virtetin.
Her Hink von der Dub zcu pflege,Ted ouch solich siege,Daz er als der doner sprach.Im waz vf dy Tutschin gach.
Der Tutschin helm wol
Teiltin si in hant vol,Daz sichteclich klangVnd fur vz in sprank.An vndirloz er do schrey
Vbir si bald nu hey.
Ir recht vbirwinderSi gesigtin do, daz waz ir ger,Von siner kunheit dort.Si gabin im al gute wort.
Her nach, wi oft dy Behem,
Di den Tutschin sint vil gram,Sich mit den Tutschin samptin,Czu hant si vregin ramptin:Habt er her Hinkin in der nehin
Auch von der Dub gesehin?
Gegen dez slegin sintVnsir helm als ein wint.Als schir si in gesen hettin,Si kartin sich vf den stetin,
Si vluhin wundir bald
Di Tutschin iung vnd ald.Si vorten sich also ser,Daz si in irm her
Ditrich von Bern nantin,Den si doch wol irkantin,Do von den Deutschin spottin,Als der brudir Ottin,
Di betiln in Behem lant,
Den her Hink wol waz bekant,Wan wo si en sahin,Si begundin in czu nahinVnd si irsrektin
Vnd her Henkin mit irwektin.
Di Behem oft habinGroz trubsal bi irn taginVnd von den Tutschin irlittin.Si sint von in oft bestritin,
Also daz si woltin
Si verdilgin, als si soltin,Wan wen dy edeln komenIn di stet mit nomen,Si wurfin in mit zcu einem hut
Vnd inthelstin si mit ir gut,
Daz widir fur daz wurginDen edeln von den burgin.Ez had min ouge oft gesen.Czu der zcit, hort ich ien,
Virschid bischof Iohannes.
Tobias Behem landesDar nach bischof wart.Er waz wol der buch gelart.
Von dem gar turn iar
Vnd dem wolfeil dar nach gar.
[94.] Nachs kunigiz tad in dem drittin iarEin vervluchtis hungir iarWaz do in Behem,Daz dy lut mit nam
Di as vnd ouch ir kinder
Aszin, als dy schon rinder.
In iclichir stat wasEin burgir, der totin lazVnd nitis nit andirs tet.Der lut sturbin vf der stet
Gar vel nach ein andir.
Do von waz in vil bangir,Nur daz er vf vnd abDi lut furt zcu dem grab.Czu mal zcen odir mer,
Recht als ein irslagins her,
Warf er in ein grabin.Di az wol dy wurmenNoch heut mogin eszin,Vnd hettin si sin nit vergeszin,
Wan ez worn Behem.
Dar vm got dy rach nam.Di mit vntruwinIrn konig mit clein ruwenVirderbt hettin in dem strit,
Daz von in irschal gar wit
Dar nach dar vm wart.In eini andir iar vf der vartSolich gnuksamDi den lutin in notin quam,
Daz ein maz korns galt
Ses fennig vil bald.Dar nach dy lanthernDez konigiz sun von VerbinFurtin zcu Behem
Vnd si virsaczt mit nom
Burk vnd stet vm inVbir der Elbe vf clein gwin.Dar nach entwar er kurczlichDer herczog Behem rich
Von den fromden aldo.
Do slug ez ZawissioAb durch der muter willinSin houbt nit gar stillin.
Er virtreib ouch mit ir schantSin brudir vz dem lant.Dar nach gwan er in grwDaz herczogtum zcu Cracow
Vnd daz rich zcu Posna,
Wan er nam zcu wibe daEin PolanerinEins konigis tochtir in min.Dar vm besaz er dy lant
Czu der morgingabe zcuhant.
Herczog Siracenser beguntIn dort hindern an der stunt.Der herczog von BehemGein im sich nom.
Der von Behem macht so
Vor Sirasim vil rittir do.Nach Christus gebort daz geschachCzwelf hundirt vnd dar nachDaz wiz fur war
Dry vnd nvnczig iar.
Czu der zcit virschid Tobias.Bischof Gregorius nach im waz.
Von der paffin konig,Der ouch munczt den groszin pfennig.
[95.] Wenczlaus inphing dy cron
Des landez zcu Behem schon,Nach dem ouch dy cronDes richis czu Polan.In Behem virtilgt der suzz
Manigirley munuzz.
Den groszin munussat erEinen groszen pfennig biz her.Got dem konig offenbartSilberberg vf der stat.
Er het ouch vbir al
Von vientin kein twanksal.
Ein romischin er erweltVnd zcu Miszin der selbe heltEr krigt er dy markrafschaft,Dar nach er in gotis kraft
Begunt got zcu dinen
Vnd manigerley gots dinst verbringin.Er stift clostir allirley.Er hort messe vel vnd sprach da bySin gebet mit andacht,
Er sang dy tagwiz al tag,
Als ein pfaf.Bi der ru waz er ni af.Er waz treg an sinem ampt.Daz in daz virdrist, waz bekant.
Dez begunde er allir minest
Trachtin ein iclich vrist.Ez ist der furstin ampt mit wiczin,An dem gericht si suln siczinVnd horin der weisin clage
En iclich wil bi dem tage.
Er saz den weisin zcu gerichte nit.Mit im waz nit daz wor licht.Er andir gab der iungfrow erbe.Daz ist ouch der sele sterbe.
Wyttwem, weisin zcu im schrien.
Der witibin tochtir fur in knibtin.Er sach daz vnd gink fuderVnd er wynkte, als ein rudir,Einem edeln mit der hant,
Di sach czu richtin alzcuhant.
Di edeln also richtinDi weise vnd tichte,Daz si zcum mugst daz erbMit irn worten herb
Erteiltin in selbir.
[96.] Do daz der konig gewarVnd des vnrechtin gestait,Got virhengt vil drat
Dez gebrechins vber inVf sin clein gwin,Daz der konig beguntFromdgeborn zcu der stunt
Nemen in sinem rat
Vnd den volgin mit der tat.Di fromden wurfin in dar vf.Daz er fudert nach dem loufRudolfis sun zcu dem romischin rich,
Des vatir sinen vatir glich
Getot het mit siner tad.Widir der getruwen radSaczt er sin vient gernVbir sin houbt als ein stern.
Er volgt nit den getruwen.
Daz wart in geruwen.Alberto sentin er beguntGold vnd silbir zcu der stunt.Di offenbare tat
Waz ein zceichin gotiz vngenad,
Daz er als ser waz betroginVnd sin vient den virgeczoginWolt er zcu frunt habin,Virderbt konig Rudolfum
Albertus von den gabin,
Dez im dy Behem hulfin.Do starb bischof Gregorius.Iohannes wart bischof sus.Do Albertus zcu hant
Al sin vient vbirwant
Vnd mit dem gut von BehemDaz romisch rich gwan,Ein burgir sant im brifVnd im zcu Behem rif
Widir sinen rechtin herrin.
Vnd do Albertus dort verrinRomischs richis vndirwant,Er vordert alczuhant
Sin recht an den von Behem,Dar vm daz er mit nomDi silbirberg zcu gebin.Er wolt ouch in Behem nemen
Dry der bestin stet,
So er si in dem lande het,Daz der konig mit siner tatHet fremde lut in sinem rat.Daz waz in gar schedlich,
Wez er mit in gedacht glich.
Albertus wart sin zcu hant gewar.[97.] Der konig von Behem het virwarWenczlaum einen sun,Der waz in Vnger iczun
Gecront zcu konig.
Er wont nit wenig,Daz im geschech zcu stritinMit dem romischin vf der weit.Nach dem sun wart ein hungir.
Er wolt e nach im gen Vngir,
Wan er nur den sun het.Dar vm sach er in libir stetCzu Behem in dem rich.Di Behem lagen mechteclich
Vf den von Ostirrich.
Waz si woltin, tetin si glich,Der konig gein Ofin ginkVnd liplich sin sun vink.Von Vngirn nom er ouch di cron.
Der sun zcu Behem mit ern kom.
Di kron nam er bisundernVnd tur gink vil gein Vngirn.Albertus der romischGing czu Bemen rich.
For dy silberberg legt er sich.
Wiltu si nennen dy Kuttin? sprich!Do vf den Kuttin warinIohannes in dem iare,
Von hern Henrich von der Lippin,Houbtman zcu den zcitin,Di kunden also strebin,Daz sich dy vient irhebin
Nirgen vor in mochtin
Vnd dar czu entochtin.Do sich der konig gesampt het,Do vlouch vz Behem Albrecht.Iohannes vnd Henrich warin
Vf dy Swabin bi den iarin.
Si tetin in groszin schadin.Ez half dem Henrich in den tagin,Daz er also lebtVnd siner vrebe sich vbirhebt.
Der vient an dez landiz schadin
Vz dem rich waz gevarn.Do von er vlochDer von Behem kom in groz seuch,Vnd von groszir trurikeit
Wart er totir hin geleit.
Dar czu tetin etislichEr hilf dem romischin rich.Di ret an allin spotGevel ich abir got.
Von konig Wenczlabin
Czum bestin an cron begrabin.
[98.] Konik Wenczlab schir starb.Sin sun daz rich erwarbWenczlab ouch genant
Konig in Vngirn lant.
Er het dy rich mit namBehem vnd ouch Polan.Er macht fur sich der Vngern herrin.Herczog Ott von Beiern
Andern kind Wenczlabin
Waz gut hofnung in sin tagin
Vnd der romisch sin ohemHet sorg vf in bi nom,Dar vm er schickt dry Duringin,Do mit wolt im mizzelingin
Czu dem konig von Behem.
Er verlaz sin neuenCzu Behem von den vientin.Konig Wenczlab wolt ritinGein Krakow in dy heruart.
Gein Olmunc quam er vngespart,
Do vel edler czu im quomenAn sent Dominici obint mit nomen.Der konig ging czu mittim tag,Do er ein wil dez slofiz pflag.
Do si al vz gingin drot,
Kom der Durink vor di kemnat.Vor dem konige waz nit mer,Nur ein kemmerer.Der Durink vor der kemnat stund
Vnd beit do selbist siner lun.
Der konig vf stund von dem slaffVnd sufcz wischinde von dem slaff.Czu dem techin er schrien begund,Er solt komen vf der stund.
Er sprach zcu mir: her,
Mich virdruszit alczu ser.Hor, wi im do gelank!Der vntrw Dorink sprankVz einem winkil, als er solt,
Dem konig helfin, daz er wolt
Vf dy stigin mit vntruwen,Daz in wol mag ymmir ruwen.Er sneit dem konige vil snelAb sin dros vnnd sin kel,
Di er im do dibtlich stal.
Ech förte do von sin tifin fal.Ach Durink, vngetruwer hunt,Wi hastu so ein bose stunt
Begriffim mit der missetad!Ob ez ist gesehen von rad,Doch din selc zcu phande stat.Got dich halt dar vm lat
Fur sin engstlich gericht.
Ez ist war vnd nit getichte,Der konig wirt do geruchinVnd der wirt ymmer we gesprochin.An dem andern ouch di pin,
Di do wullin vnschuldig sin
Vnd ez dir doch geratin habin,Czu wege ouch bracht mit irn gabin,Wirt gemert eweclich,Di wil got lebt in sinem rich.
Du solt ez doch durch rat
Odir daz man dich begabt hat,Nit getan habin.Er het der bi sin taginKein vbil ny getan.
Du solczt en han lebin lan.
Vil licht ez ist dar vm geschen,Daz dy worheit nur muz iehen,Daz er dich mit richin gabinSin tage nit wolt begabin.
Soldestu dar vm mit diner vreise
Ein solich rich virweisin,Vil licht ouch als werhorn,Ist ez diner zcung angeborn,Daz der andir furst verdurbin
Vnd der vnsir ist gestorbin
Von den vngetruwin,Wolt ich wol virnewen.Ich wolte vil von in sprechin.Daz bevel ich got zcu rechin,
Wan gotis gerichte heimlich
Kumpt in alczumal glichVnd vil licht vm den totSint iczund etslich in not.
Got wirt noch etslich richtin.Der rede tun ich nimer kunt.Von dem During zcu redinHan ich vnd beirschin Chodin.
Man ving den During zcu hant
Vnd den vbil tetir gnant.Man verderbt in also.Di hant, mit der er doDen konig verderbt het,
Slug man im ab vf der stet.
Den hundin gab man als ez zcamCzu vreszin sinen lichnam,Abir dy hunt nit woltinDi selb hant vreszin, als si soltin.
Do daz vbil mit geschach
Vnd den konig mit erstachNach Crist geburt den Behem erDriczenhundert iar oder mer,Virschid leidir zcwar
Dar nach in dem sestin iar.
Von Rudolfo von Osterrich,Der da kam czu dem rich.
[99.] Sich, waz dy Behem mit iren stetinDar nach wunderlichin tetin!
Irn vient si wurden durstin
Vnd kurn in czu irm vurstinHi czu Behem rich.Herczog Rudolf von OstirrichKonig Albrechtiz sun
Dez romischin zcu der stund.
Abir wer vient ist iczund,Der mag nimer wol getun.Do er zcu Behem sazVnd do er herczog waz,
Er wolt nur al lantherrin
Czu mal totin gern.
Wer dez nit wil gloubin,Der solt offen odirn touginHer Iohannem von WartinbergGevragt habin, dem waz er werg,
Vnd von der Lippin hern Henrich.
Di czwen kunden ez glichBi irn tagin ez habin gesagt,Ob man si do von het gevragt.Rudolfus hilt sich bi der tauel
Noch furstin sit von dem Rin dort her ab.
Man kochte im weder daz noch diz,Ez wil nur habin griczAlle tage in siner kuchin.Dez wolt er nit geruchin.
Er tet ez vil licht stillin
Durch der erczney willin,Wan er waz dez libis krank.Er tet ez nit vndir dank.Man furt dy erbern also
Konig Wenczlabs tochtir do
Von Prag vreuelich,Vz etswen sines vater rich.Si sacztin si in di statCzu ingesinde do vil drat,
Wan si ez do mit deycht,
Daz ir vatir vil lichtAn den verweistin iungfrowinDaz selb het laszin von ime schowen.Got rach dez vater sund
An der tochtir zcu der stund.
Rudolfo waz dar nachVf den von Beirn vil gach.Do er gink in dy heruart,Im wart nit lengir gespart.
Vor Horowicz er virschid.
Clagt in nit, ir bemisch dit!Wan daz gerucht czu wiszin,Het er lengir brot gebiszin,
Ez wer ein grulich vngewittirDen Behem instanden bittir.Hantvest gab er in noch wiln,Er boz sucht er abir stiln.
Sin vatir het im ez geratin.
Vf er bet solt er nit trachtin.Er sprach: gib den BehemDez pirmecz vnd der tinten sam,Waz si sin wuln han.
Du gwunnist ez in wol wider an.
Du wirst si mit irm swertBeschrotin ob der ert.Czu der zcit Wilhelm der HazGar vrischiz herczin waz
Vnd siner zcung
Ein erbir vrunt.Er irkrigt mit gutin leuntDez Burgelins ein edel purk.Ouch di gegent mit sinem werk
Erlost er mit irhabin
Von dem beroubin der Swabin.
Von herczog Henrich von Kerntin,Ouch von den lanthern.
[100.] Si machtin Henricum dar nach
Den herczogin von Kerntin vil gach
Konig zcu BehemMit clein nucz ein kurczin nom.Er waz gar ein gut man.Er waz gar verworns an
Dez konigiz tochtir von Behem
Er eine ouch zcu wip nam.Er ging do in dy heruart.Daz rich er nach im bewartMit dem wamel.
Der konig waz zcu nichte snel,
Nor alleine daz gern er
Gotes dynner gewesen wern.Czu der zcit der romischSaczte sich zcu Behem gen dem Berch.Er kom gein Behem gewaltlich
Vnd legt sich fur di Chuttin glich.
Do er waz vf dem wege her in,Do tet Plichta von SirochinDer manhaft gesiger zcu dem zcilDen von Rom schadens vil
An lantlutin vnd an roszin,
Daz sin geslecht hatt vel genoszinAn richtum vnd an eren.Dar nach dy lanthernVon der Lippin her Henrich
Vnd zcu den selbin glich
Her Iohannes von WartinbergVf ein bergIr frunt samptinVnd vel andir leut ramptin.
Si komen gein in vf dy Kuttin.
Do litin si phranksal, do si huttin.Vor den berglutin si warinNit sichir mit ir scharen.Si tetin in schadens vil.
Si beschnitin zcu dem zcil
Cholen vnd di ChutinVnd mechtlich huttin.Die vient von in hettinAls vil schadens vz den stetin,
Daz si warn im rich belegin.
Iczund woltin si vz sin gegangin,Do ludin si mit betEttlich burgir in ir stet.Greczischer in dem rich
Hubin als daz vbil gelich.
Mutner vnd dy CrudnerVnd dy PolicensirDi liszin al dy Swabin
In ir stet, do mit si begabinGar vel vbils dem rich.Si schiktins vf dy Behem glich.Di Behem wurdin von den Swabin
Gecouft vm er rich habin,
Di si martirtin zcu todeMit manigerley groszir node.Dar nach vberkomenDi Behem dy Swabin.
Si irslugin ir in Behem vel.
Di Swabin sich vf ein zcelSamptin zcu Crudin.Do si zcu der Mauit irschin,Durch di dorfir gingin,
Si roubtin vnd vingin.
Dy Behem warntin dy Swabin.Si sprachin: wizt mit nom,Daz vch dy Behem hut legin!Di Swabin rumptin sich verwegin,
Daz ir iclichir der Behem wolt
Czen bestritin, ob er solt.Czuschin Turon vnd PosnaDi Behem mit den Swobin daKomen czu houf vf der wit.
Si hettin einen hertin strit,
Wan luczil Behem ginginGein den Swabin vnd si vingin.Nuon grebin warinMit der Swobin her gevarn,
Ydoch gesigtin dy Behem.
Vbir al roz mit nomVirderbtin si vndir yn.Stibor von Vngern vf sin gwinWaz do der bestin einer,
Der furt vel Dutschir heim her.
Wi der wunsch mit siner umvart goltDi bemisch zcungin vertilgin wolt.
In dem andirn iarDer romisch kam gein Behem zcwar.Er wolt bi allin heilginDi bemisch zcung al vertilgin.
Di gebur iensit daz Rens
Chomen mit im, dy hettin sens.Si hettin daz vil stillinIn irm bosin willin,Als getreid ab zcu men,
Do von dy Behem soltin lebin,
Daz si do von hungirs sturbinVnd iemirlich also virdurbin.Vnd dy Swabin alzcuhantQuomen in daz wuste lant,
Daz ouch do von dy Behem
Di burg nit mochtin behaltin sam.Der romisch sprach mit vnsittin:Wir werdin ligen in den stetin,So bringit man vns zcu handin
Notdorft von andern landen.
Di Behem vor hungir vf der stetWem von burg vnd stetin gen.Abir got ein recht richtirSchickt andirs dy selbin mer.
Do er vbir Rin gein Behem
Gink, er als komen wolt mit notin,Sin nebe Iohannes gernRach sich an dem vetternVmb den konig sin ohim
Vnd vmb sin bruder soin.
Von des konigiz swester wil tu horn,Waz der selb Jesk geborn.Hi von Behem vnd do vonEr ledigt Behem von dron.
Dem vngenedigin vient
Czam nit zcu lebin sint.Er solt also sterbinVnd von den sin nur virderbin.
Der freuel iung in do virderbt,Sin vettern, vf den er erbt,Der sin nefin zcu Behem sterbinWolt vnd vntrwlich verderbin.
Von den lanthern
Macht du hi horn gern.
[102.] Dar nach zcu Behem dy lanthern,Nomen boz sittin an sich gern,Daz si den bubin verubil hettin.
Daz selbe si selbir tetin.
Si speltin stetlichMit dem wurfil vnglich.Si namen dy Tutschin in den rat.Si achtin ir zcung nit mit der tat.
Do vngewirt dy vrechin
Mit dem sper begundin stachin,Di iungfrowin santin yn dar abinBirn zcu hon gabin.Di dintin ouch mit leit vertreibin
An der man weibin
Semlich, dez wer vel zcu redin,Dez mich als verdruszit zcu koden.Also hettin si ir spilVnd ir virebel alzcu vel.
Di boszin sitin zcu hant
Virwustin Behem lantWayez waz nimant,Der sich wider saczt bekantVm dy gerechtekeit
Noch nimant waz dez bereit,
Daz er beschirmpt Behem rich,Nur got al ein von himelrich.
Wi di czu Kuttin vnd czu PrageDi lanthern vingin vf einem tage.
Sich vbtin dy lanthern
An stechin gar verrinVnd ouch an der wurfil spil.Die burgir wurden zu dem zcilWidir si ein trechtig,
Wan si gein in nit warn mechtig
Vnde nirgen torstin gen.Daz wolden si vndir stenVnd nit lengir von en liden,Ire vntrw also vermiden.
Her Henrich vnd her Iohannes
Warn czu Czedlicz vndir desBeuunden vnd her HinkVon der Dub zcu Prage aldo.Di Prager mit den Kutnern
Vingin dy lanthern
Do selbist vf einen tagVnd woltin en zcuhant dar nochEr lebin han genomen,Abir etslich daz vndir komen,
Di sin nit statin woltin.
Doch behiltin si si, als si soltin,Gar czu dem mal vestlich.Di schant waz in dem richDen edeln nimer widir varn,
Vnd dy geschicht bi irn iarn
Gab andirn burgirn kunheit.Si duchtin sich sin gar gemeit.Woltin si ez recht vernemen,Si liszin si in Behem
Nit han solich gwalt.
Vnstete ist dy zcit vnd balt.Di huot sin frunt,Werdin vil licht morgen vient.Dem purger gibt man sin willin.
Waz er mit dem elbogin stillin
Vf wundirlich mag gehebin,Daz wil er mir von im gebin.Dristunt spricht er: her,
Biz im sin will nit verKumbt bi nacht adir tag,Ob er nimer magDich also vbir windin.
Ir herren, ir mogt no binden,
Ob er gutis ratis sit.Gebt den fromden in Behem witHusir vnd gute burgen,Dar vf si vch irwurgen,
Wan hettin si nit wo
Vch wissen zcu behaltin do,Si hettin nit turinSich gein vch gerurin.Der herin vrunt si vraszin
Als lange mit vnmaszin,
Biz si se doch irlegdtinVnd mit in also bedingtin,Daz si mustin gebin,Ob si woltin lebin,
Er tochtir der burger sun
Czu wibin gebin in rechter min.Abir her noch vnd siderGobin si in ir kinder wider.Di kindir warin ane var
Luczil eltir, wan ein iar.
Man forte ouch er virderbe,Wan dy kinder woltin sterbeBi dem Berg sider.Si gabin gar vel wider.
Ouch ir frunt bisunder
Beitin vm si dar vnder.
Von dem KerntinSalt du hi sehin.
[103.] Der von Kertin waz gecht
Vnd von den lanthern gesmet,
Daz er oft nit hatte czu eszin.
Er wolt dez nit virgeszin.Er bat im sin ohimCzu hulf her in BehemMargraf Friderich vnd Miszin.
Vel wonten, er wolte si czu riszin
Vnd daz is ouch vor neit were,Daz er waz komen herVnd mit luczil volkis dorch daz lantReit, daz im waz wal bekant.
Daz rich virwust er zcu hant
Vnd daz wert im nimant.Er gink ane forchte for den Berg.Der herczog waz by herbergCzu Prage in der stat.
Er wolt dy Misner drat
In dy stat durch dy gaszinMit wiln gern han gelaszin.Do teiltin sich dy PragerDi Tutschin bisundir,
Vnd do dy Wolfram
Warn mit den Behem,Wolfel Camerer aleineWolt sich mit den sinen vereinenMit den Misern,
Daz si sahin gern,
Vnd do dy MisnerIn dy stat woltin her,Daz andir teil wolt ez wernVnd si widir kern.
Witk Ogerczouicenser waz,
Der vf der burg saz,Der ging gar dratGewafnit in di stat.Er wolt dy burgir behelfin bald,
Ob er nit mochte wider der gwald,
Wan dy Wolfram schufin,Daz dy von Kocricz liffinMit in vf daz spital.
Do warn dy Misner vbir alIczund geweldig in der stat.Wolfn von Stein dratVirloz Witkouez in notin
Vf den nuwen markt mit einer ketin.
Er wolt sin lut vudinVirderbt han in sinem sin.Ydoch do iung vnd aldWidirstunden so der gwalt,
Vel roz si irslugin.
Dy ketin vor geczoginWarn czu der selbin zcit,Di mochtin nit an dy weitVzkomen bisundir.
Sudeck waz ein starkir iungir,
Slug dy ketin mit einem slagAb, daz si gesmogin lag.Do si vf dy pruk ritin,Dez Witkouez hengist zcoch mit in
Sin geweid nach im alczumal.
Der Wolfram besaz daz spital,Gensit der pruk wontPaulik Vbicenser gnant.Der iclichir hut vir vol
Der pruk alczumal.
Von den MisnernMochtin si sich nit gekernNoch irn wiln in der stat.Si werden dar nach zcu fruden drat.
Dem herczog si gabin
Turm vnd spital in den tagenVf vnd ouch die purk do.Er beval dy burg alsoHermanno Zcwirczocicenser
Einem iungen rittir do.
Abir czu mal brechin.Ez waz ouch von imTrw vnd kunheit gwar warn
Vnd mildekeit in sinen iarn.Er waz also irczoginVnd vor besem leut gevlohin.Do er sich vor hut stet
Vnd in ni gehabt het,
Dem herczoch waz dar nachMit der torheit vil gach,Daz er daz huz HermannoIn acht tagin nam widir so,
Daz er dy Misner
Dar vf liz noch er ger.Di Misner daz lant begundenSer virwustin zcu den stundenVnd dy gevangen in dem rich
Martirn cleglich.
Ez warn obir Behem,Den ez nit er lebin nam.Mocht der Behem nit gegebinEin maz habern nur ebin,
Si in zcu hant totin.
Also warn si in notin.Liszin si in abir lebin,So sach man si dar nach strebin,Daz si in andere gesunt
Virderbtin in der selbin stunt.
Durch dy hut si intportinVnd zcogin strick bi den ortin,Also dar durch vnd si doFurtin durchs hus vnd anders wo.
Du daz der herczog sach,
Er lachte vnt nitis nit sprach,Er Wilhelm der HasEin frunt siner zcung waz.Der kun edel daz vbil clagt.
Er legt in hut vnd nach in vragt.
Er virderbt er gar velHer nach vnd zcu dem selbin zcel,Wan er martirn in vnmin
Waz recht vz dem sin.Der getrw herKurczte den Misnern er ere,Daz si sich vor im ensit
Nit geruren mochtin wit.
Di Behem vmhegtin dy burgVnd vor der selbin burgKerntner mit irn gutin stetinVnd dy Misner si bestritin.
Wicko Ogerczocensis
Was do mit gar süs.Er durch fur dy vient von erstin.Er waz holt nit der vristin,Do uon er noh waz gevangin.
Het er sich nit baz gegangin,
Do wart Damik ein kurcz rittirErslan von den vienten bittir.Do vingin dy BehemDen Offinsteiner bi nom,
Ein gref von Kerntin.
Di andern si do sich virrentin.Her Iohannes CustosGing do mit sin genozKunlich nach den vientin.
Er wolt mit in stritin,
Er wer allir dingen,Wi im het gelingin,In di burk nach in gegangin.Do er vil licht wer gevangin,
Wer dy pruk nit mit im
Gevallin in den grabin hin.Den strit zcu der selbin zcitSach man vz der stat witVnd dy Behem mit den Tutschin
Den strit hettin vf der Littin.
Do slugin ouch dy BehemIn der stat dy Tutschen sam.Di Behem gingen do mit scharn.
Di Tutschin verspart do heim warenNach Christ geburt xiij hundert vnd dar nach virwarIm dem czendin iar.
Von der sinflut,
Do vor vns got mer behut!
[105.] Czcu der selbin czijtWaz allin endin witEin colich sinflut,Do vns got mer vor behut!
Daz si durst dy lut an zcel
Vnd verwust der dorfir welBi Hermanicz czu dem Lautmischil,Recht als dy clein wischil.Do irhub si gemein
Den pfifer mit sampt dem rein
Vnd dy gotis virhengnizzWaz nimant susze.Ez ist an sent Iocobs tag geschen,Der in der worheit muz iehen.
Des andirn tagiz czu Glotow,
Dez noch gedenkt man vnd frow,Het ez daz volk vm dy statNo als virtrinkt gar dratVnd do selbist vertrunkin
Di in dem waszir virsunkin,
Als vz dem fur dy funkin,Vnd dar nach irstunkinCzwei tusint menschin vil drat.Von der selbin sinflut
Ouch zcu Glotow swummen
Di tir obir den boumenVnd si lutin grulichVnd gar vngehurlich.Si furte ouch gancz husir hin
Vnd dy lut saszin vf in.
Do fur der vatir von dem sun
Vnd dy mutir von der tochtir hin.Der sun vom den vatir,Die tochter von der mutirVon ein andir cleglich swummen.
An ein andir ouch gesegent
Der wirt von siner frowen.Di frow von irm wirt schon,Wan dy pruftin ir notVnd wustin ern tot
Einer picht iczund.
Dem andern mit gesundVnd ir frunt in groszin grus,Noch in wustin er har vz.Man vant her nach dy wigin
Mit totin kindlin ligen
Oben hoch vf den boumen.Do man daz husgeret wart gefanen,Man laz si in den weldin vf.Di selb guz, do si lif,
Dorfir gar vel virderbt,
Daz villicht vf si geerbtVm er missetad,Di si begingin vbir sat,Ouch si do selbst irtrenkt,
Dez got aldo virhengt
Lute vel vnd an zcalSwerlich mit dez libiz val.Got gnade den selnVnd behute vor der heln
Al dy gloubigin vnd dy gemein,
Di geruch got verein!Di lebindin vnd dy totinEr behutin sol vor notinMit sines vatir rich!
Ir sprecht al amen glich!
Wi der furst hochbornCzu konig wart erkorn,Iohannes genant,In aln landin wol bekant.
[106.] Noch dem vnd dy Behem sahin,
Daz si ouch vor dy worheit iahin,Daz si an dem von KerntinAls si von im des gerutin,Keinen nucz hettin
Vf burgin vnd in stetin,
Do gabin si dar nachDez konigiz tochtir vil gachElizabeth, dy selig siNu vnd eweclich!
Dez edeln keisir Henrich sun durstin,
Her Iohannez dem hochgeborn furstinVnd den luden si zcum richVon sin landen mechtlich.Her Henrich von der Lippin,
Wilhelm Hase von gutin sippin,
Iohannes von Wartinberg,Mit dem waz ein cleins getwerg,Vnd von Prag etlich burger mit zcaktin schiltFurtin in loblich hiher sam en wilt,
Liessen zcu dem langen tor in.
Das selbe von Kertein wart beweinMit Elizabeth in Behem rich.Got si gelobt eweclich!Si legtin sich mit im vor Prag,
Do er nit gar lange lag.
Vor iungst wolt got,Daz si in inliszin drat!Hi in di stad noch siner gerMautet im mit sinem her
Vf daz lange tar,
Do er waz gelen vor,Du der von Kerntin, als ich sage,
Czouch hi von PrageVnd Iohannes der hochwirdigBesaz Behem konigrich,Dez selbin iars cront man
Her Iohannem lobesam
Vnd dy seligin Elizabeth,Di man do beide bestedigtCzu konig mit nomDez richis czu Behem etc.
{{SperrSchrift|Amen! solamen!
Solamen!Di hat ein ende(Dez frouwin sich min hende)Di bemisch kronike gnant.
Dez gloube alczuhant!
Anno domini m°ccc°lxxxix etc.Holt noch ein wenig!Gib her! etc.
Außen auf dem deckel steht:Historia Ducum & regum Boëmiae.Der kunig buch von BehemBibliothecae PontaniPragae restituatur.
Inwendig auf demselben deckel:Hic liber ex Imperio restitutus estBibliothecae Ecclesiae Pragensis àR. P. Balbino a Soc. Jesu temporeReverendissimi Domini Pessina Decaniet à corruptione servatus.
Inwendig auf dem andern deckel:Rustice cal cunctis populis odioseVis tu form ose te sociare rDum capud est currit ventrem sibi Junge volabit.Adde pedem comede tu sine ventre bibe.Est arbor.
Auf dem ersten blatte des textes oben:Historia Ducum & regum Bohemiaeantiquo germanico sermone scriptus rithmiceJoannis regis Boëmiae tempore.
Unten:Ex Bibliotheca S. Metrop. Ecclesiae Pr.Anno 1713.
Auf dem letzten blatte unten:Descripsi die 7 Septemb.An. 1749.Joan. Thomas Berghauer m/pr..
Dann ist noch auf das letzte leere blatt angeklebt:Illiustrissime & Reverendissime D. DominePatrone colendissime!
Illustrissimo & Reverendissimo Domino Thomae JoanniDei Gratia Episcopo SamandriensiDecano S. Ecclesiae Metropolit. Prag.Domino meo gratioso.
Surculus est illa, de qua Lvbvsse SibyllaSaga prophetauit, hoc presagioque beauit:Elizabeth proles generabit, qui quasi solesVndique lucebunt et plurima regna tenebunt.Eius ex archa nascetur, eritque monarcha,Ipse reget mundum, sapiens erit et furibundumQuemque sibi strabit, regnumque suum bene stabit.Abnuet extremos, et diliget ipse Boëmos,Qui nichili modo facti sunt, aliisque subacti:Hos peragrabit, totum mundumque superabit.Quod nec Alexander potuit, nec fortis Euander:Hic vincet totum, Pharaonis habebit azotum,Vincet Zoldanum, pelletque Plutonis subanum.Christicolis ensis suus vrbes, quas Tripolensis.Reddet, fraudabit, et millia multa necabit.Undique pace data, celo sede sibi parata,Eternum nomen sibi nanciscetur et omen.Finis in vrbe David erit eius quam superabit,Ad pedicas Christi tumulus fabricabitur isti.