Trotzige Herzen

Wilhelmine Heimburg (1848–1912)

„O du purpurner Glanz der sinkenden Sonne,Wie zauberhaft webst du um Flur und Hain;Wie färbst du mit lodernder RosenwonneDas blasse Antlitz der Liebsten mein!

„O du purpurner Glanz der sinkenden Sonne,Wie zauberhaft webst du um Flur und Hain;Wie färbst du mit lodernder RosenwonneDas blasse Antlitz der Liebsten mein!

Halt ein! Entzieh’ deine segnenden GlutenDer heilig erschauernden Welt nicht gleich!Vergebens – sie sinkt in die schimmernden Fluten ...O Sonne, o Liebe, wie kalt ohne euch!“

,0 du purpurner Glanz der sinkenden Sonne,Wie zauberhaft webst du um Flur und Hain –’“

„O Sonne, o Liebe, wie kalt ohne euch!“

„O du fröhliche, o du selige,gnadenbringende Weihnachtszeit!“

„Die linden Lüfte sind erwacht,Sie säuseln und weben Tag und Nacht.Sie schaffen an allen Enden.O frischer Duft, o neuer Klang!Drum armes Herze, sei nicht bang!Nun muß sich alles, alles wenden. –“

„0 du purpurner Glanz der flutenden Sonne,Wie zauberhaft webst du um Flur und Hain,Wie färbst du mit lodernder RosenwonneDas blasse Antlitz der Liebsten mein! –“