Als ich, auf der Reise, zufällig

Heinrich Heine (1797–1856)

Als ich, auf der Reise, zufälligMeines Liebchens Familie fand,Schwesterchen, Vater und Mutter,Sie haben mich freudig erkannt.

5"]}' id="mwGA"> [183] Sie fragten nach meinem Befinden,

Und sagten selber sogleich:Ich hätte mich gar nicht verändert,Nur mein Gesicht sey bleich.

Ich fragte nach Muhmen und Basen,

10Nach manchem langweil’gen Gesell’n,

Und nach dem kleinen Hündchen,Mit seinem sanften Bell’n.

Auch nach der vermählten GeliebtenFragte ich nebenbei;

15Und freundlich gab man zur Antwort:

Daß sie in den Wochen sey.

Und freundlich gratulirt’ ich,Und lispelte liebevoll:Daß man sie von mir recht herzlich

20Viel tausendmal grüßen soll.

Schwesterchen rief dazwischen:Das Hündchen, sanft und klein,Ist groß und toll geworden,Und ward ertränkt, im Rhein.

25"]}' id="mwXw"> [184] Die Kleine gleicht der Geliebten,

Besonders, wenn sie lacht;Sie hat dieselben Augen,Die mich so elend gemacht.