Zur Doctrin

Heinrich Heine (1797–1856)

[142]5. Zur Doctrin.

Laß Dich nicht kirren, laß Dich nicht wirrenDurch goldne Aepfel in Deinem Lauf;Die Schwerter klirren, die Pfeile schwirren,Doch halten sie nicht den Helden auf.

5Ein kühnes Beginnen ist halbes Gewinnen,

Ein Alexander erbeutet die Welt!Kein langes Besinnen! Die KöniginnenErwarten schon knieend den Sieger im Zelt.

Wir sind die Erben. Wir schlagen in Scherben

10Die Becher, woraus wir getrunken schon!

Und müssen wir sterben, zuletzt wir erwerbenDen schönen Triumphtod in Babylon.