Nachts (Klabund)

Klabund (1890–1928)

[51] Nachts.

Ich bin erwachtin weißer Nacht,der weiße Mond,der weiße Schnee,

5und habe sacht

an dich gedacht,du Höllenkind,du Himmelsfee.

In welchem Traum,

10in welchem Raum,

schwebst du wohl jetzt,du Herzliche,und führst im Zaumam Erdensaum

15die Seele, ach,

die schmerzliche –?