Petrarca - Sonett 316
Translated by Carl Streckfuß
Auf, Amor! deine Hände mir zu reichen,Laß neu den müden Geist zum Himmel schweben,Um Sie zu singen, die mit Glanz umgeben,Jetzt lebet in des Himmels seel’gen Reichen.
5Laß, Herr, mein Lied ihr hohes Lob erreichen,
Wozu nicht eigne Kraft es kann erheben,Denn ihrer werth war nicht dieß Erdenleben,Wo nichts ihr kann an Reiz und Tugend gleichen.
Er spricht: Was nur des Himmels Macht und meine
10"]}' id="mwPw"> Vermocht, was nur die Herzen kann besiegen,
Das war in ihr — sie nahm der Tod uns wieder.
Die Schönste war sie, seit des Tages ScheineSich Adams Aug’ entschloß; dieß mag genügen —Ich sag’ es weinend — weinend schreib’ es nieder.