Mary Morison
Translated by Adolf Wilhelm Ernst von Winterfeld
O, wirst Du wohl am Fenster steh’nZur trauten, heißersehnten Stund’!?Das Lächeln laß mich wiederseh’n,Das macht ein krankes Herz gesund.
5"]}' id="mwGw">[65] Ich trüge gern das schwerste Joch,
Als nied’rer Sklav’, von Sonn’ zu Sonn’,Könnt’ ich nur je erreichen nochDie holde Mary Morison.
Als gestern wilde Melodie
10"]}' id="mwNA"> Den Tanz beschwingte in dem Saal,
Flog doch zu Dir die Phantasie,Denn alles And’re schien mir schaal.Obgleich dies hübsch und jenes schön,Stahl ich mich traurig doch davon,
15Und sagte: Was ich auch geseh’n,
Ihr seid nicht Mary Morison! –
O, kannst den Frieden rauben Du,Dem Manne, der Dich nie betrübt!?O, kannst Du stören meine Ruh’,
20"]}' id="mwYA"> Weil ich Dich nur zu sehr geliebt!? –
Willst Lieb’ Du nicht der Liebe weih’n,So gieb doch Mitleid mir zum Lohn;Unedel kann doch nimmer sein,Der Sinn von Mary Morison.