Landschaft III

Stefan George (1868–1933)

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Dies ist der hüttenraum wo durch die lückeWandernd von bleichen firnen her ein schwacherMondschein der dämmerung gleitet – wo ich wacherMich tief herab auf deinen schlummer bücke.

5 Durch steile pfade an granitnen klötzen

Mir war durch weit entrollte wiesenplaneDein auge zauberblauer enzianeUnd deiner wange flaumiges weiss ergötzen.

Durch lange steige in zerhöhlten runnen

10 Wo wir uns aufwärts halfen mit dem stabe

War mir dein reiner odem eine labeMehr als im schwülen mittag kühler brunnen.

Du wirst geweckt vom gruss der morgenlüfteDich wieder wenden zu dem fruchtgelände.

15 Der stumme abschied schattet auf die wände ..

Ich muss allein nun fürder durch die klüfte.

In einer enge von verbliebnem eiseVorüber an verschneiten felsenstöckenGelang ich zu den drohenden riesenblöcken

20 Wo starre wasser stehn im öden gleise.

Schon sausen winde in den lezten arven ·Der aufstieg im geröll wird rauher wüster ..Wo jede wegspur sich verliert im düsterSummen des abgrunds dunkle harfen.