Das interurbane Gespräch
Das interurbane Gespräch
Alles kam. Die Wohnung dehnte sich aus den Fugen,Vergangene Worte sprangen auf, erloschne Gelächter schlugen.Versunkene Stimmen von Dienstmädchen und Kohlenmännern kamen,Und ganz verwehte Violinstunden nannten mich schüchtern beim Namen.
5Die oftbetretene Treppe tappte treuherzig heran,
Und alle Türen ächzten im Zauberbann.Auch die Reden der Mutter, der Schwestern waren nicht weitUnd wandelten doch in der lange verlorenen Zeit.Wie Mägde, eh sie ins Zimmer treten, die Hand in die Schürze wischen,
10Verbeugten sich alte Gerüche in allen Ecken und Nischen.
Geruch verrauschter Gastmähler und die GerücheDer Schulfrühstücke entliefen der lieben Küche.Auch ein vergessenes Regenwetter stand am Apparat,Das den verlorenen Sohn um Erinnerung bat. –
15Die Zeiten und Weiten brachen aus Uhr und Stein
Und wie schon jauchzend alles zusammenschäumte,Riß der Gott der Ferne, der wild sich bäumteUns auseinander und ließ mein Weinen allein.