Berg’ und Burgen schau’n herunter

Heinrich Heine (1797–1856)

Berg’ und Burgen schau’n herunterIn den spiegelhellen Rhein,Und mein Schiffchen segelt munter,Rings umglänzt von Sonnenschein.

5"]}' id="mwGQ"> Ruhig seh’ ich zu dem Spiele

Goldner Wellen, kraus bewegt;Still erwachen die Gefühle,Die ich tief im Busen hegt’.

Freundlich grüßend und verheißend

10Lockt hinab des Stromes Pracht;

Doch ich kenn’ ihn, oben gleißend,Birgt sein Inn’res Tod und Nacht.

Oben Lust, im Busen Tücken,Strom, du bist der Liebsten Bild!

15Die kann auch so freundlich nicken,

Lächelt auch so fromm und mild.