Der schlimmste Wurm: des Zweifels Dolchgedanken
Der schlimmste Wurm: des Zweifels Dolchgedanken,Das schlimmste Gift: an eigner Kraft verzagen,Das wollt’ mir fast des Lebens Mark zernagen;Ich war ein Reis, dem seine Stützen sanken.
5Da mochtest du das arme Reis beklagen,
An deinem güt’gen Wort läßt du es ranken,Und dir, mein hoher Meister, soll ich’s danken,Wird einst das schwache Reislein Blüthen tragen.O mög’st du’s ferner noch so sorgsam warten,
10 Daß es als Baum einst zieren kann den Garten,
Der schönen Fee, die dich zum Liebling wählte.Von jenem Garten meine Amm’ erzählte:Dort lebt ein heimlich wundersüßes Klingen,Die Blumen sprechen, und die Bäume singen.