Vom Schöppenstuhle der Vernunft
"}}' id="mwAw"> Vom Schöppenstuhle der VernunftBist du vollständig freigesprochen;Das Urtheil sagt: die Kleine hatDurch Thun und Reden nichts verbrochen.
5 Ja, stumm und thatlos standest du,
Als mich verzehrten tolle Flammen –Du schürtest nicht, du sprachst kein Wort,Und doch muß dich mein Herz verdammen.
In meinen Träumen jede Nacht
10Klagt eine Stimme, die bezichtet
Des bösen Willens dich, und sagt,Du habest mich zu Grund gerichtet.
Sie bringt Beweis und Zeugniß bei,Sie schleppt ein Bündel von Urkunden;
15Jedoch am Morgen, mit dem Traum,
Ist auch die Klägerin verschwunden.
Sie hat in meines Herzens GrundMit ihren Acten sich geflüchtet –Nur eins bleibt im Gedächtniß mir,
20Das ist: ich bin zu Grund gerichtet.