Der Landwirt Würstlein von Sebelsdorf

Klabund (1890–1928)

[32]Der Landwirt Würstlein von Sebelsdorf.

Patriotisches Gedicht.

Der Landwirt Würstlein von Sebelsdorf,ein Mann von echtem Schrot und Schorf,der hat den rechten Fleck auf dem Mund,der lockt keinen Ofen vor den Hund.

5Es fließt ein Bach durchs Bayernland,

der Wittelsbach wird er genannt,in seinem treuen Schoße kannsich bergen jedweder Untertan.

Und als das siebente Knäblein kam,

10er König Rupprecht zum Paten nahm,

das ist ein Brauch von altem Korn,daran zerschellt des Feindbunds Zorn.

Trotz Gut und Blut hier schwarzweißrot,da hat es selbander keine Not!

15Fest steht und treu der Rhein auf Wacht.

Durch Sieg zum Tod! Durch Licht zur Nacht!