Die Wirtschafterin

Klabund (1890–1928)

[10] Die Wirtschafterin.

Drei Wochen hinter Pfingsten,da traf ich einen Mann,der nahm mich ohne den geringstenEinwand als Wirtschafterin an.

5Ich hab’ ihm die Suppe versalzen

und auch die Sommerzeit,er nannte mich süße Puppeund strich mir ums Unterkleid.

Ich hab’ ihm silberne Löffel gestohlen

10und auch Bargeld nebenbei.

Ich heizte ihm statt mit Kohlenmit leeren Versprechungen ein.

Ich habe ihn angesch...so kurz wie lang, so hoch wie breit.

15Er hat mich hinausgeschmissen;

es war eine wundervolle Zeit.