Zu Amsterdam
[9] Zu Amsterdam.
Zu Amsterdam bin ich geboren,meine Mutter war ein Mädchen ums Geld.Mein Vater hat ihr die Ehe geschworen,war aber weit gefehlt.
5In einer dunklen Gasse,
sah ich zum erstenmal das Sonnenlicht.Ich wollte es mit meinen Händen fassen,und konnt’ es aber nicht.
Ein junger Mann kam eines Tages,
10und küßte mich und rief mich seinen Schatz.
Sie legten bald ihn in den Schragen,ein anderer nahm seinen Platz.
Wir sind im Frühling durch den Wald gegangenund sahen Hirsch und Reh.
15Die Bäume blühten und die Vögel sangen,
vierblättrig stand der Klee.
Ein jeder hat mir Treu’ in Ewigkeit geschworen,war aber weit gefehlt.Zu Amsterdam hab’ ich mein’ Ehr’ verloren,
20ich bin ein Mädchen um’s Geld.