An Herrn Cunningham

Robert Burns (1759–1796)

Traducido por Adolf Wilhelm Ernst von Winterfeld

Nun lacht die Wiese, blüht der DornIn holder Frühlingszeit:Das, sanft bewegte, grüne KornSich milden Regens freut.

5Die ganze Schöpfung trinkt mit Lust

Was Gott beschieden hat,Nur ich allein, mit wunder Brust,Geh’ auf der Sorge Pfad.

Das Fischlein in dem Silberbach,

10"]}' id="mwMA"> Schießt blitzend hin und her,

Und fürchtet, unter schatt’gem DachDes Anglers Kunst nicht sehr.Mein Leben war der Silberbach,Das Fischlein, das war ich,

15Doch Liebe, ach, hat nach und nach

Verdorr’t den Quell und mich.

Des kleinen Blümlein’s friedlich Loos,Dort an der Felsenwand,Das, außer Vögleins Liebgekos’,

20"]}' id="mwXA"> Wohl Störung nie gekannt,

War meines – bis die Liebe auchGebleichet meine Blum’;Nun kommt in ihrem heißen HauchAll’ meine Jugend um.

25"]}' id="mwdQ">[96] Vom Schlaf die Lerche auf sich schwingt,

In’s klare Blau hinein,Und thaubeglänzt ihr Liedchen singtIm MorgensonnenscheinSo fröhlich war ich und gesund

30"]}' id="mwjQ"> Bis mich, mit blum’ger Schling’,

Die Liebe, ach, in trüber Stund’,Zu meinem Unglück fing.

Wär’ ich erzeugt in Grönlands Schnee,Im Afrikanerland;

35Nie hätte ich der Liebe Weh,

Hätt’ Peggy nie gekannt.Der Mensch, deß Urtheil: „Hoff’ nicht mehr“Wer schildert seinen Schmerz!Die Brust ist krank und freudeleer,

40 Gebrochen d’rin das Herz.