Auf der See, so weit, so weit
Traducido por Adolf Wilhelm Ernst von Winterfeld
Wie kann froh mein Herze sein,Bin ich nicht bei’m Seemann mein?Himmel, wie ertrag’ ich’s nur,Daß er folgt des Feindes Spur? –
5Wenn ich wand’re, wenn ich geh’,
Sein geliebtes Bild ich seh’,Nacht und Tag, zu jeder Zeit,Denk’ ich sein, der, ach, so weit. –
Auf der See, so weit, so weit,
10"]}' id="mwIA"> Auf stürm’scher See, so weit, so weit;
Nacht und Tag, zu jeder Zeit,Denk’ ich sein, der, ach, so weit. –
Wenn ich am Sommertag’ so müd’,Im Thal die müden Schäflein hüt’,
15Da sieht mein Geist das Schifflein geh’n,
Und ihn an dem Geschütze steh’n.O Kugeln, trefft den Liebsten nicht,Wißt, daß mein Herz darüber bricht;Mir schick’ das Schicksal all’ sein Leid,
20Doch schon’ es ihn, der, ach, so weit.
[81] Und wenn in sternenloser Nacht,Der Wintersturm erbraus’t, mit Macht,Wenn er dahin tobt durch den Wald,Daß schaurig es das Thal durchhallt,
25Dann lauscht mein Ohr am Meeresstrand,
Dann lauscht es an der Felsenwand,Dann bet’ ich still, ich arme Maid,Für ihn der, ach, so weit, so weit. –
O, Friede, mit dem Zauberstab,
30Brich wilden Krieges Gräuel ab,
Dem Bruder gieb die BruderhandUnd Ruhe uns’rem Vaterland!Wenn erhört mir dies Gebet,Sich des Liebsten Segel bläht,
35Güt’ger Gott, gieb ihm’s Geleit,
Meinem Schatz der, ach, so weit! –
Auf der See, so weit, so weit,Auf stürm’scher See, so weit, so weit;Nacht und Tag, zu jeder Zeit,
40 Denk’ ich sein der, ach, so weit. –