Am Aralsee

Taras Shevchenko (1814–1861)

Traducido por Iwan Franko

Am Aralsee

Ungewaschen der HimmelUnd verschlafen die WellenUnd am Ufer, so weit man nur blickt,Schilf und Schilf wie betrunken,

Ohne Wind hingesunken

Neigt sich, beugt sich und raschelt und nickt.

Mein Gott, soll ich noch langeAn dem elenden Tange,

In dem offenen Kerker zumal,

In den dumpfigen Mauern

Meine Tage vertrauernUnd versauern mir selber zur Qual?

Keine Antwort! BeständigNickt das Gras wie lebendig,

Will die Wahrheit mir nimmermehr sagen;

Ach, und mehrHab’ ich niemand zu fragen.